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Hamburg: Irre Aktion – Polizei lässt diese Botschaft auf tausende Brötchentüten drucken

Hamburg: Irre Aktion – Polizei lässt diese Botschaft auf tausende Brötchentüten drucken

Hamburg
© Christian Charisius/dpa

Die krassesten Hamburger Kriminalfälle

Immer wieder sind es die gleichen Fälle, die der Polizei in Hamburg Kopfschmerzen bereiten und die den Betroffenen das Geld aus der Tasche ziehen.

Um dagegen vorzugehen, startet die Polizei nun eine irre Aktion und lässt auf tausende Brötchentüten in Hamburg eine Botschaft drucken.

Hamburg: Darauf fallen Menschen immer wieder rein

Eigentlich sind die Tricks bekannt. Trotzdem fallen immer wieder Menschen auf die Fallen rein und verlieren so ihr Geld.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Es geht um Telefonbetrüger. Obwohl ihre Masche allseits bekannt ist, haben sie immer wieder Erfolg und bringen ehrliche Menschen um ihr Geld. Erst vergangenen Monat verlor ein Mann auf Rügen durch einen Telefonbetrug Unsummen (hier mehr dazu).

Schadenssumme in Hamburg steigt

Auch in Hamburg hat die Polizei immer wieder mit den Verbrechern zu kämpfen. Im vergangenen Jahr seien in der Hansestadt 3600 Taten dieser Art bekannt geworden, bei denen die Täter über 2,6 Millionen Euro erbeuteten, sagt der Leiter des Landeskriminalamts, Mirko Streiber.

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Die Unfall-Masche und das Agieren als falsche Polizeibeamte seien derzeit die häufigsten Betrugsmethoden, erklärt der Leiter der zuständigen Abteilung im Landeskriminalamt, Carsten Schott. Der Schaden betrage in diesem Jahr bereits 2,2 Millionen Euro. An nur zwei Tagen im Februar erbeuteten die Täter nach Angaben von Streiber eine halbe Million Euro. „Die Schadenssumme geht komplett durch die Decke.“ In diesem Jahr könnten Höchststände erreicht werden.

So möchte die Polizei in Hamburg Schlimmeres verhindern

Damit die Betrüger in Zukunft keine Chance haben, unschuldige Menschen, gerade Senioren, hinters Licht zu führen, startet die Polizei nun eine irre Aktion.

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Auf 60.000 Brötchentüten warnt die Hamburger Polizei seit Dienstag vor Telefonbetrügern. „Damit Sie auch Morgen noch Ihre Brötchen kaufen können…“, heißt es auf den Papierverpackungen. Im aufgedruckten Text werden Senioren vor falschen Polizeibeamten, Schockanrufen und dem Enkeltrick gewarnt.

Sieben Bäckereien mit rund 40 Filialen im gesamten Stadtgebiet geben die Tüten aus, zählt die Vorsitzende der Bäcker-Innung, Katharina Daube, auf. Die großen Bäckereiketten beteiligten sich nicht. Sie hoffe dennoch, dass die Botschaft der Polizei viele Kunden erreiche und es auch zu Gesprächen in den Filialen komme.

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Ehepaar aus Hamburg verliert tausende von Euro

Bei der Auftaktveranstaltung in der Europapassage schildert Streiber einen der vergangenen Fälle: Ein Hamburger Ehepaar sei um 218.000 Euro geprellt worden. Dem Paar sei erzählt worden, sein Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall im Ausland verursacht und müsse ins Gefängnis, wenn er nicht eine hohe Kaution und die Beerdigungskosten für das Unfallopfer zahle.

Die Täter hätten ihre Opfer dann zum Sievekingplatz gelotst und die dortigen Gerichtsgebäude als glaubwürdige Kulisse genutzt. Das Paar habe 130.000 Euro in bar übergeben. Dann hätten die Betrüger erneut angerufen und eine „Nachzahlung“ gefordert, weil die Geldscheine angeblich gefälscht gewesen seien. Das Ehepaar übergab daraufhin Goldmünzen im Wert von 88.000 Euro. Erst als die versprochene Quittung ausblieb, hätten sich die Opfer an die Polizei gewandt.

Hamburg: Opfer trifft keine Schuld

Den Opfern dürfe man keine Vorwürfe machen, mahnt Streiber. Und damit es in Zukunft keine Opfer mehr gibt, warnen nun Aufschriften auf Brötchentüten in Hamburg vor den Betrügern.

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Hoffentlich zeigt diese irre Aktion der Hamburger Polizei auch Wirkung, sodass die Telefonbetrüger in Zukunft keine Chance mehr haben. (dpa/fk)