Corona in Hamburg: Noch mehr Infektionen im Hafen! Es gibt einen schlimmen Verdacht

Die Corona-Fälle bei Blohm+Voss im Hamburg Hafen steigen weiter an.
Die Corona-Fälle bei Blohm+Voss im Hamburg Hafen steigen weiter an.
Foto: imago images/Jochen Tack
  • Corona in Hamburg – alles, was du wissen musst
  • Die wichtigsten News und Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog von MOIN.DE

Hamburg. Corona in Hamburg: Im Alltag der Menschen geraten die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie der vergangenen Monate immer mehr in den Hintergrund. Lockerungen der Regeln sorgen dafür, dass die Normalität zurückkehrt.

In Hamburg gab es laut Senat nach aktuellem Stand insgesamt 5.529 Infektionen mit dem Coronavirus. Die große Mehrheit der Erkrankten ist allerdings schon wieder genesen. Bisher starben in Hamburg 261 Personen laut Robert-Koch-Institut (RKI) infolge einer Covid 19-Erkrankung.

Corona in Hamburg: Aktuelle Entwicklungen und Nachrichten in unserem News-Blog

In unserem News-Blog zum Coronavirus in Hamburg hält dich MOIN.DE über die aktuelle Situation sowie neue Entwicklungen und Entscheidungen auf dem Laufenden.

-----------------

Alles, was du über Corona wissen musst:

-----------------

Coronavirus in Hamburg: Aktuelle News in unserem News-Blog

+++ News-Blog hier aktualisieren +++

Donnerstag, 6. August:

20.30 Uhr: Mindestens 60 Corona-Fälle bei Blohm+Voss in Hamburg

Auf der Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss haben sich mindestens 60 Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. Dem infektionsepidemiologischen Landeszentrum seien vergangenen Freitag zunächst 7 Infizierte und nach einem Massentest mit etwa 1.000 Teilnehmern am Montag weitere 53 Fälle gemeldet worden, teilte das Institut für Hygiene und Umwelt am Donnerstag in Hamburg mit. Zunächst war von 55 Fällen die Rede.

Seit Dienstag seien weitere Massentestungen im Gange. „Mit den weiteren Ergebnissen ist in den nächsten Tagen zu rechnen“, erklärte das Institut. Die Infizierten stammen den Angaben zufolge aus Hamburg, den umliegenden Bundesländern und möglicherweise aus weiteren Regionen.

Es gibt einen schlimmen Verdacht: Nach Einschätzung der IG Metall könnte der Corona-Ausbruch möglicherweise mit unzureichenden Wohnbedingungen von osteuropäischen Arbeitern zusammenhängen. Nach Informationen der Gewerkschaft sind unter den positiv Getesteten auf der Werft kaum Mitglieder der Stammbelegschaft zu finden, sagte Emanuel Glass, Geschäftsführer IG Metall Region Hamburg, der Deutschen Presse-Agentur.

Infiziert seien dagegen zahlreiche Arbeiter von Subunternehmen, die mit Werkverträgen auf dem Gelände arbeiten. „Sollten sich diese Hinweise bestätigen, so ist Blohm+Voss in der Pflicht, sich um die Hygienebedingungen der Arbeiter bei Subunternehmen zu kümmern“, sagte Glass. Die IG Metall kritisiere seit langem den Einsatz von Leiharbeitern und Werkverträgen auf den deutschen Werften.

17.00 Uhr: Einschränkung des Außerhausverkaufs alkoholischer Getränke gilt auch diesen Freitag und Sonnabend

Aufgrund der aktuellen Wetterprognose (kein Regen, Außentemperaturen über 30 Grad) und dem Ende der Hamburger Sommerferien ist zu erwarten, dass am kommenden Wochenende viele Menschen stark frequentierte Orte in Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel (u. a. Schanzenviertel, Kiez und Ottensen) besuchen werden.

Aus diesem Grund haben die Bezirksämter Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel haben heute die für das Wochenende geltenden Allgemeinverfügungen zum Verbot des Außerhausverkaufs alkoholischer Getränke in ausgewählten Gebieten erlassen.

Der Verkauf und die Abgabe von alkoholischen Getränken durch unter anderem Kioske, Tankstellen, Einzelhandel sowie Bars und Gaststättenbetriebe ist demnach am Freitag, den 7. und Sonnabend, den 8. August 2020 jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag untersagt. Hiervon ausgenommen ist der Ausschank von alkoholischen Getränken im Bereich der konzessionierten Außengastronomie für den Verzehr an Ort und Stelle.

Ziel der Allgemeinverfügungen ist, größere Ansammlungen von Personen in den betroffenen Gebieten zu verhindern, bei denen aufgrund einer Alkoholisierung die Gefahr besteht, dass die geltenden nicht beachtet werden. Die Allgemeinverfügungen sowie Karten der hiervon betroffenen Orte in Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel können HIER >> abgerufen werden.

12.46 Uhr: 44 neue Corona-Fälle

In Hamburg ist die Zahl der Corona-Fälle seit gestern um 44 gestiegen. Darunter seien auch Reiserückkehrer, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Donnerstag. Die Schulferien in Hamburg sind jetzt vorbei. Viele Reisende sind daher vor Kurzem nach Hamburg zurückgekehrt.

In die 44 Neuinfektionen sei auch ein Teil der Fälle auf der Hamburger Werft Blohm+Voss eingeflossen, so der Sprecher weiter. Dort waren nach Angaben vom Mittwoch knapp 60 Corona-Infektionen nachgewiesen worden.

11.32 Uhr: Eltern kritisieren Corona-Prävention an Schulen

Heute starten Hamburgs Schüler unter verschärften Bedingungen ins neue Schuljahr. Wegen der Corona-Zwangspause und der Sommerferien waren sie fast fünf Monate so gut wie nicht in der Schule.

An allen Schulen gelten Hygieneregeln und eine Maskenpflicht. Ausnahmen beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelten nur am Arbeitsplatz im Klassen- und Lehrerzimmer sowie für Grundschüler bis zehn Jahren.

Das neue Schuljahr beginnt mit allen Schülern im Regelbetrieb. Das führt zu Kritik. Bis Mittwochnachmittag unterzeichneten rund 750 Hamburger online einen offenen Brief der Elterninitiative „Sichere Bildung für Hamburg!“ an Bürgermeister Peter Tschentscher, Schulsenator Ties Rabe und Sozialsenatorin Melanie Leonhard.

Darin beklagen Eltern, die Corona-Prävention sei unterentwickelt. Sie fordern, dass in den Klassenzimmern ein Mindestabstand zwischen den Schülern garantiert werden müsse, etwa durch geteilte Klassen oder weniger Wochenstunden. Schulsenator Rabe lehnte dies ab. Die Gründe: zu wenig Räume und Lehrkräfte.

Mittwoch, 5. August:

13.59 Uhr: 25 neue Corona-Fälle

25 neue Corona-Fälle hat die Stadt seit gestern vermeldet – dabei sind allein bei „Blohm+Voss“ schon 55 Fälle bekannt geworden. Wie die Muttergesellschaft Bremen Lürssen Werft mitteilte, stehen einige Testergebnisse sogar noch aus.

Ein Sprecher der Sozialbehörde erklärte, dass die Infizierten der Werft bei den neuen Fallzahlen überwiegend noch nicht berücksichtigt sind. Ein großer Teil davon werden zudem nicht einmal in die Hamburger Statistik einfließen, da die Infizierten im Umland wohnen.

Unter den 25 neuen Fällen seien auch einige Reiserückkehrer, unter anderem aus Belgien, Bulgarien und der Türkei.

11.46 Uhr: Bürgermeister optimistisch für Stadion-Besuche

Bürgermeister Tschentscher ist optimistisch, dass die zweite Fußball-Bundesliga auch in Hamburg wieder mit Zuschauern in den Stadien stattfinden könnte.

„Ich kann mir vorstellen, wenn wir uns ein Stadion mit Platz für 50.000 Menschen vorstellen, dass man durchaus eine gewisse Anzahl an Zuschauern dann auch unterbringt“, sagt er am Dienstagabend in der NDR-Sendung „DAS!“

Ausschlaggebend ist die Entwicklung des Infektionsgeschehens. „Wenn das alles wieder schlimmer wird, dann wird man auch solche Lockerungen nicht machen“, warnte der Bürgermeister.

Dienstag, 4. August:

20.04 Uhr: 55 neue Fälle in Hamburg!

Das ist ein harter Schlag für die Stadt. Im „Blohm+Voss“-Werk in Hamburg wurde bei einem Massentest unter den Mitarbeitern entdeckt, dass 55 Kollegen mit dem Corona-Virus infiziert sind.

In der vergangenen Woche waren bereits sechs Mitarbeiter der Werft positiv getestet worden, weshalb nun 500 weitere Männer und Frauen auf freiwilliger Basis getestet wurden. Mit diesem Ergebnis hatte wohl aber niemand gerechnet.

„Im Rahmen unserer Fürsorgepflicht haben wir uns auf Basis der aktuellen Test-Ergebnisse dazu entschieden, die vorsorgliche Maßnahme der Massentestung auf die gesamte Werft auszuweiten", sagte ein Sprecher der Werft. Noch heute sollte damit begonnen werden. Alle Erkrankten können bei voller Bezahlung vorerst in heimischer Quarantäne bleiben, ebenso auf freiwilliger Basis die Mitarbeiter, deren Testergebnisse noch ausstehen.

12.22 Uhr: 17 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen ist seit gestern wieder gestiegen: 17 neue Fälle sind seit Montag dazugekommen. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt damit bei 5.460. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Montag bei 124. Das entspricht 6,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – 0,3 mehr als am Vortag.

Jedoch immer noch weit entfernt von dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

8.32 Uhr: Alkohol Außer-Haus-Verkaufsverbot auch an diesem Wochenende

Das Außer-Haus-Verkaufsverbot in den Bezirken Mitte (St. Pauli), Altona (Sternschanze und Ottensen) und Eimsbüttel hat letzte Woche die erhoffte Wirkung erzielt: Weniger Menschen waren an den Party-Hotspots unterwegs. Dementsprechend wurde auch viel seltener gegen die Corona-Regeln verstoßen.

Der Senat verlängert die Maßnahme nun für dieses Wochenende. Dabei gibt es aber eine wichtige Änderung: Das Außer-Haus-Verkaufsverbot gilt nur von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag, jeweils von 20 bis 6 Uhr.

+++ Hamburg: Heftige Kritik an der Stadt nach Verbot – „Ein Hammer“ +++

Am letzten Wochenende galt das Verbot ebenfalls von Sonntagabend auf Montag. Am Sonntag und Montag dürfen Einzelhandel, Tankstellen und Gaststätten also jetzt wieder durchgängig „Alkohol to go“ verkaufen.

Die Allgemeinverfügungen sowie Karten der betroffenen Orte können >>> hier eingesehen werden.

Montag, 3. August:

14.10 Uhr: Acht Neuinfektionen in Hamburg

Die Zahl der Neuinfektionen liegt wieder im einstelligen Bereich: Seit gestern sind lediglich acht Neuinfektionen in der Hansestadt gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizieren auf 5.443 Personen, wovon nach Angaben des Robert-Koch-Insituts etwa 5.000 inzwischen als genesen gelten.

12.34: Kitas nehmen Regelbetrieb wieder auf

Mit dem Ende der Sommerferien gehen auch die Kitas wieder in den Regelbetrieb über. Dazu war im Mai ein vierstufiger Plan erstellt worden, dessen letzte Phase nun anlaufen soll. Alle rund 90.000 Hamburger Kita-Kinder können somit wieder die volle Zeit betreut werden, ohne zeitliche Einschränkungen.

Wie der Senat mitteilt, habe „sich die Erkenntnislage zur Betroffenheit von Kindern an Covid-19 verbessert.“ Außerdem seien die letzten Monate hinweg „gute Erfahrungen mit Hygienemaßnahmen und der schrittweisen Ausweitung gemacht“ worden. Das ermöglicht nun die vollständige Öffnung der Kitas.

Über die weiterhin geltenden Vorsichtmaßnahmen hat die Stadt die Eltern in einem Schreiben informiert.

10.55 Uhr: Maskenpflicht für die Schulen

Am Donnerstag startet an den Schule in Hamburg wieder der Unterricht. Wie der Regelbetrieb aussehen soll, ist im Vorfeld heftig diskutiert worden. Eine Maske galt zunächst nur als Empfehlung – jetzt wird der Mund-Nasen-Schutz aber zur Pflicht.

Schulsenator Ties Rabe (SPD) bestätigte dem ARD-„Morgenmagazin“, dass die Schüler außerhalb des Unterrichts Masken tragen sollen.

07:48 Uhr: Ärzte wollen Reiserückkehrer nur bei Symptomen testen

Klare Ansage von den Ärzten der Hansestadt: „Der Hausärzteverband Hamburg unterstützt alle Maßnahmen, die eine zweite Welle der Corona-Pandemie verhindern können.

Reiserückkehrer ohne Symptome abzustreichen ist jedoch keine ärztliche Aufgabe“, teilte der Verband in einer Pressemeldung am Sonntagabend mit. Dafür hätten die Ärzte „weder zeitliche Ressourcen noch wollen sie die Versorgung ihrer Patienten einschränken.“

Sonntag, 2. August:

11.30 Uhr: 15 neue Corona-Fälle in Hamburg

In Hamburg steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter zweistellig. 15 neue Fälle wurden seit Sonnabend registriert, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5.435 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5.000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Sonnabend bei 118. Das entspricht 6,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner - 0,4 mehr als am Freitag.

Samstag, 1. August:

11.50 Uhr: 19 neue Corona-Fälle in Hamburg

In Hamburg steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter zweistellig. 19 neue Fälle wurden seit Freitag registriert, wie die Stadt am Samstag mitteilte.

Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5.420 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5.000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

7.45 Uhr: Nach Alkoholverkaufsverbot weniger Feiernde in Hamburgs Partymeilen

Das neue Alkoholverkaufsverbot in Hamburgs Ausgehvierteln hat am Freitagabend offenbar viele Menschen vom Feiern auf den Straßen abgehalten. „Bis jetzt würde ich sagen, war das Verkaufsverbot erfolgreich“, sagte ein Sprecher der Polizei Hamburg in der Nacht zu Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Es seien im Vergleich zur Vorwoche weniger Menschen auf den Straßen unterwegs gewesen, zudem hätten sich weniger Gruppen gebildet. Damals hatten Tausende aus St. Pauli und in der Schanze ohne Abstand gefeiert und ausgelassen gefeiert.

Die von den Bezirken Altona, Mitte und Eimsbüttel am Donnerstag per Allgemeinverfügung erlassenen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten für Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr des Folgetages.

Betroffen sind Kioske, Supermärkte, Tankstellen und der sogenannte Gassenverkauf von Alkohol durch Bars oder Lokale unter anderem auf St. Pauli, in der Schanze und im Bereich Alma-Wartenberg- und Spritzenplatz in Ottensen.

Freitag, 31. Juli:

19.59 Uhr: Sechs Corona-Fälle bei Blohm+Voss

Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss haben sich sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Bremer Unternehmensgruppe Lürssen als Muttergesellschaft von Blohm+Voss am Freitag bestätigte, sind die Infizierten und ihre Kontaktpersonen in Quarantäne.

Da die Werft zur Corona-Prävention schon seit März in verschiedene Zonen aufgeteilt worden sei, lasse sich die Gruppe der potenziell Betroffenen gut einteilen, hieß es in einer Mitteilung.

Am Montag soll es einen freiwilligen Massentest geben. Die Maßnahmen seien mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

17.28 Uhr: Großkontrolle in Bars und Restaurants

Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz hat am Donnerstagabend mehr als 100 Bars, Restaurants und Schnellimbisse in Hamburg auf die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert.

+++ Hamburg: Frau ist wütend und macht ihrem Ärger Luft – „Wegen dieser Ideioten...“ +++

Die Besichtigungen fanden an der Reeperbahn, in der Sternschanze, in St. Georg, im Portugiesenviertel und im Grindel statt. Dabei kontrollierten insgesamt acht Teams der Behörde unangekündigt, ob die allgemeinen Arbeitsschutzvorschriften zum Schutz vor Corona umgesetzt wurden.

Beunruhigend ist, dass in 31 Betrieben keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen oder Visiere verwendet wurden, also in fast jedem dritten. Insgesamt wurde laut Behörde aber festgestellt, dass die überprüften Betriebe „gute und vielfältige technische und organisatorische Schutzmaßnahmen wie umgesetzt haben.“

An diesem Wochenende gibt es zudem ein spezielles Alkohol-Verkaus-Verbot in Hamburg, auf das die Bars besonders achten müssen. Mehr dazu kannst du hier lesen.

13.10 Uhr: Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen ist am Start

Am Hamburger Flughafen ist am Freitag ein Corona-Testzentrum für Flugpassagiere aus Risikogebieten in Betrieb gegangen. Auf zunächst zwei Teststrecken können sich die Fluggäste im „Terminal Tango“ außerhalb des eigentlichen Flughafengebäudes auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, wie die Sozialbehörde mitteilte.

In den kommenden Tagen soll die Kapazität auf fünf Teststrecken für bis zu 2.000 Passagiere pro Tag ausgebaut werden. Bei vielen gleichzeitig einreisenden Passagieren müsse dennoch mit Rückstaus und Wartezeiten gerechnet werden.

Der Test am Flughafen ist vorläufig freiwillig und ein kostenfreies Angebot an die Flugreisenden. Allerdings plant Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Testpflicht. Eine entsprechende Anordnung könnte bereits kommende Woche in Kraft treten.

Unabhängig von dem Test müssen sich alle Reisenden aus Risikogebieten unverzüglich und auf direktem Weg in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Davon kann bei einem anerkannten negativen Testergebnis abgesehen werden. Die Behörden empfehlen dringend eine Quarantäne von mindestens einer Woche.

Wer sich nicht testen lässt oder aus dem Ausland kommt, das nicht als Risikogebiet eingestuft ist, kann sich innerhalb von drei Tagen nach der Rückkehr in einer Arztpraxis testen lassen. Die Kosten trägt die Krankenkasse. „Generell sollte gegenwärtig darauf verzichtet werden, Reisen in Risikoländer anzutreten“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD).

12.57 Uhr: 16 neue Corona-Fälle in Hamburg

In Hamburg geht die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter nach oben - jedoch nicht so stark wie am Vortag. 16 neue Fälle wurden seit Donnerstag registriert, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5.401 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 112 Neuinfektionen. In den Krankenhäusern der Stadt wurden den Angaben zufolge mit Stand Donnerstag 26 Menschen (plus vier) mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen.

7.07 Uhr: Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen nimmt Betrieb auf

Das Corona-Testzentrum für Flugreisende aus Risikogebieten am Hamburger Flughafen soll am Freitag seinen Betrieb aufnehmen. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) wird am Mittag (12.30 Uhr) unter anderem gemeinsam mit Flughafen-Geschäftsführer Christian Kunsch und Georg Kamp vom Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes, Landesverband Hamburg, über die aktuelle Lage informieren.

Damit wird in Hamburg ein Beschluss der Landes-Gesundheitsminister aus der vergangenen Woche umgesetzt. Wer aus dem Urlaub oder von Reisen in Risikoländer zurückkehrt, muss sich 14 Tage in Quarantäne begeben oder bis zum Vorliegen eines negativen Tests in Quarantäne bleiben.

Donnerstag, 30. Juli:

20.39 Uhr: Siebenköpfige Familie infiziert

31 neue Corona-Infizierte meldete die Stadt Hamburg heute. Nach Informationen vom „Hamburger Abendblatt“ sind darunter mehrere Reise-Rückkehrer wie eine siebenköpfige Familie, die auf dem Balkan war.

Auch sollen verzögerte Meldungen aus den letzten Tagen mit in die Zahl einbezogen worden sein.

19.07 Uhr: Senat gibt genaueres zu Verbots-Gebieten bekannt

An diesem Wochenende gilt an beliebten Party-Hotspots in Hamburg ein Außer-Haus-Verkaufsverbot für Alkohol (wir berichteten).

Unklar war bislang noch, welche Straßenzüge es genau trifft. Der Hamburger Senat hat jetzt die weiträumigen Gebiete auf St. Pauli, der Sternschanze oder Ottensen am Alma-Wartenberg-Platz bekanntgegeben. Auch Eimsbüttel ist teilweise betroffen:

Das Verbot trifft Hunderte Lokale (kein „Gassenverkauf“), Kioske, Supermärkte und Tankstellen. Außengastronomie ist vom Verbot ausgenommen, auch drinnen darf in den Bars und Kneipen getrunken werden.

Deutliche Kritik an dem Vorgehen gibt es vom „barkombinat“. Es greift den Senat hart an, wie du hier nachlesen kannst.

12.25 Uhr: Zahl der Infektionen geht deutlich nach oben

Der Trend hält leider an: In Hamburg geht die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter deutlich nach oben. 31 neue Fälle wurden seit Mittwoch registriert, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 112 Neuinfektionen. Das sind 6,2 pro 100.000 Einwohner.

11.15 Uhr: Weniger Geld für die Stadt

Die Stadt Hamburg hat wegen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal dieses Jahres noch nicht einmal halb so viel Gewerbesteuer von den Unternehmen eingenommen wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das Aufkommen der Gewerbesteuer betrug von April bis Juni 288 Millionen Euro, gegenüber 662 Millionen Euro im Vorjahresquartal, teilte das Statistik-Amt Nord mit. Der Rückgang lag damit bei 56 Prozent.

In den ersten drei Monaten des Jahres hatte Hamburg noch 485 Millionen Euro Gewerbesteuer eingenommen, und auch das war bereits ein Rückgang um 21 Prozent.

Mittwoch, 29. Juli:

13.03 Uhr: Neue Zahlen aus Hamburg

Es bleibt beunruhigend: Erneut ist die Ansteckungsrate in Hamburg zweistellig. Seit gestern wurden 18 neue Corona-Fälle in der Hansestadt gemeldet. 21 Erkrankte werden in Kliniken behandelt, sechs auf der Intensivstation.

Dienstag, 28. Juli:

12.41 Uhr: So sieht der Senat die Situation

Die Corona-Zahlen der letzten Tage waren auch in Hamburg wieder beunruhigend. Zuletzt lagen die Neuansteckungen regelmäßig wieder im zweistelligen Bereich – auch heute. 12 neue Erkrankte vermeldet die Stadt. 10 Menschen seien aktuell in stationären Behandlung, vier auf der Intensivstation.

Bei einer Pressekonferenz berichtete die Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard zudem, dass sich derzeit viele Reiserückkehrer bei den Hamburger Gesundheitsämtern melden würden. Pro Tag kämen etwa 2000 Menschen aus dem Urlaub zurück – wer aus einem Risikogebiet kommt, muss dann direkt für 14 Tage in Quarantäne.

Ins Ausland muss man aber nicht fahren, um sich anzustecken: Wie die Senatorin sagte, hätten sich mehrere der Infizierten im Urlaub in anderen deutschen Bundesländern angesteckt.

Um für mehr Sicherheit zu sorgen, sollen noch in dieser Woche Corona-Testzentren am Hamburger Flughafen eingerichtet werden. Vermutlich werden diese ab Donnerstag oder Freitag einsatzbereit sein. Hier werden Reiserückkehrer dann kostenlos auf das Virus gecheckt.

Montag, 27. Juli:

11.50 Uhr: Gute Nachrichten für Hamburg

Die Neuansteckungen, die am Montag in Hamburg gemeldet wurden, sind nach Tagen erstmals wieder einstellig. Nur vier neue Fälle wurden gemeldet.

Beachtet werden muss dabei allerdings, dass Wochenende war und viele Menschen in dieser Zeit nicht zum Arzt gingen bzw. die meisten Praxen geschlossen hatten.

9.50 Uhr: Alkoholverbot in Schanze und St. Pauli?

Stadt und Polizei hatten dem Partyvolk so etwas wie eine letzte Warnung ausgesprochen: Nach mehreren Wochenenden, an denen sich die Menschen in den Hamburger Partymeilen dicht an dicht drängten, stand die Einführung eines Verbots im Raum. Und zwar sollte der Außer-Haus-Verkauf von Alkohol untersagt werden, zum Beispiel an Kiosken.

Doch das schien die Feiernden nicht zu stören. Auch am vergangenen Wochenende war es wieder so voll, dass die Polizei zwischenzeitlich die Große Freiheit räumen musste. Nun will die Gesundheitsbehörde Tatsachen schaffen: Noch im laufe der Woche soll eine Regelung in Kraft treten, mit der die Bezirke jederzeit den Außer-Haus-Verkauf von Alkohol verbieten können.