Coronavirus in Hamburg: Mehr Hilfen für Mieter? ++ Überraschende Bilanz der Polizei

Wohnhäuser in Hamburg-Eppendorf: Mieter wegen Corona in Not?
Wohnhäuser in Hamburg-Eppendorf: Mieter wegen Corona in Not?
Foto: imago images/teutopress
  • Coronavirus in Hamburg – alles, was du wissen musst
  • Die wichtigsten News und Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog von MOIN.DE

Hamburg. Das Coronavirus bestimmt immer noch den Alltag der Menschen aus Hamburg. Aber die Lage normalisiert sich langsam. In der Hansestadt gab es laut Senat nach aktuellem Stand mittlerweile 5.082 Infektionen mit dem Coronavirus.

Die große Mehrheit der Patienten ist allerdings schon wieder genesen. Bisher starben 246 Personen infolge einer Covid 19-Erkrankung.

Nach dem Lockdown haben viele Geschäfte und Einkaufszentren wieder geöffnet. Allerdings gilt in Hamburg eine Maskenpflicht. Ziel ist die Eindämmung des Coronavirus.

Coronavirus in Hamburg: Aktuelle Entwicklungen und Nachrichten in unserem News-Blog

Das Kontaktverbot in der Hansestadt gilt noch bis zum 5. Juni. Allerdings dürfen sich die Angehörigen zweier Haushalte schon wieder mit insgesamt maximal zehn Personen treffen. Alle Lockerungen im Überblick findest du HIER.

In unserem News-Blog zum Coronavirus in Hamburg hält dich MOIN.DE über die aktuelle Situation sowie neue Entwicklungen und Entscheidungen auf dem Laufenden.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Coronavirus in Hamburg: Aktuelle News in unserem News-Blog

+++ News-Blog hier aktualisieren +++

Montag, 1. Juni

8.15 Uhr: Linke will mehr Hilfe für Mieter

Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert für Mieter mehr Schutz in der Corona-Krise. „Niemand darf durch Covid-19 auch noch Wohnung oder Gewerberaum verlieren“, sagte die Abgeordnete Heike Sudmann der Deutschen Presse-Agentur.

„Deshalb müssen die Hilfsmaßnahmen für betroffene Mieterinnen und Mieter um sechs Monate bis Ende 2020 verlängert werden.“ Das städtische Wohnungsunternehmen Saga und die private Wohnungswirtschaft müssten für 2020 auf sämtliche Mieterhöhungen verzichten, sagte die Politikerin weiter. Für in Not geratene Kleinvermieter solle ein Hilfefonds errichtet werden.

Einen Antrag mit ihren Forderungen zum Mieterschutz will die Linksfraktion in die nächste Bürgerschaftssitzung am 10. Juni einbringen.

Sonntag, 31. Mai

22.06 Uhr: Keine nennenswerten Corona-Verstöße am Wochenende

Strahlender Sonnenschein, warme Temperaturen und unzählige Menschen auf den Straßen – trotzdem hat die Polizei am Wochenende keine nennenswerten Corona-Verstöße verzeichnet. „Alles im Rahmen“, sagte ein Polizeisprecher der „Hamburger Morgenpost“.

Im Gegensatz zu den letzten Wochenenden und Feiertagen hätte sich die große Mehrheit dieses Mal an die geltende Abstandregelung gehalten.

17.33 Uhr: Hamburg löst Gesundheitsbehörde auf

Es scheint völlig widersprüchlich: Mitten in Zeiten von Corona soll Hamburgs eigenständige Gesundheitsbehörde aufgelöst werden! Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, soll der Bereich zukünftig Teil der Sozialbehörde werden, wo das Ressort auch bis 2011 schon angedockt gewesen war.

Das hat zum einen finanzielle Gründe, zum anderen hat Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks schon vor einigen Monaten ihren Rücktritt angekündigt.

Von den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes, dem DBB Beamtenbund und Tarifunion, hagelt es Kritik. Den Beschäftigen dürfe sich kaum erschließen, „warum gerade in Corona-Zeiten die koordinierende Gesundheitsbehörde völlig abgeschafft und aufgeteilt wird.“

14.25 Uhr: Neue Corona-Zahlen für die Hansestadt

In Hamburg liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiterhin im einstelligen Bereich. Am Sonntag wurden sieben neue Fälle bestätigt, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen zum zweiten Mal in Folge höher als am Vortag.

Ingesamt sei die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf nunmehr 5.088 gestiegen. Derzeit befinden sich 43 Menschen wegen der Lungenkrankheit Covid-19 in stationärer Behandlung. Davon werden 21 Personen intensivmedizinisch betreut - 13 von ihnen kommen aus Hamburg.

Grund zur Sorge gibt es aber nicht. Mit 1,5 Neu-Infizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert weit unter dem Grenzwert von möglichen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

13.37 Uhr: Fazit zu Demonstrationen gegen Corona-Auflagen

In der Hansestadt hat es am Samstag mehrere Demonstrationen gegen die geltenden Corona-Auflagen gegeben. An der größten Versammlung auf der Ludwig-Erhard-Straße in der Innenstadty nahmen nach Polizeiangaben bis zu 475 Menschen teil.

Im Verlauf habe sich auch eine Gruppe von rund 70 Gegendemonstranten aus dem linken Spektrum gebildet, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit.

Insgesamt seien die Proteste unauffällig verlaufen. Weil für die Demonstrationen Straßen gesperrt wurden, kam es im Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen.

12.15 Uhr: Lotto King Karl spielt Autokino-Konzert

Der Hamburger Kult-Sänger Lotto King Karl und seine Band, die Barmbek Dream Boys, werden am 28. Juni im „Cruise Inn“ in Steinwerder ein Konzert geben.

Damit tritt nach Max Giesinger ein weiterer bekannter Act in dem neuen Autokino auf. Das gab der Sänger auf Instagram bekannt.

„Das wird sehr neu für uns“, sagte er in einem Video. Aber angesichts der Corona-Pandemie sei es auch eine Chance, „mal wieder zu spielen.“

9.37 Uhr: Senatorin Prüfer-Storcks sieht Schulschließung rückblickend anders

Hamburgs scheidende Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sieht die Entscheidung zur Schul- und Kitaschließung im Rückblick anders. Ob es notwendig gewesen sei, die Kitas und Schulen zu schließen, darüber würden sich noch heute die Wissenschaftler streiten.

„Hätten sie (die Wissenschaftler) damals nicht gesagt, dass Kinder und Jugendliche die Krankheit stärker übertragen als Erwachsene, dann hätten wir vielleicht anders entschieden und Schulen wie Kitas offengelassen oder schneller wieder geöffnet. Aber auch die Wissenschaftler brauchten Zeit, um die neue Krankheit zu erforschen“, sagte Prüfer-Storcks der „Welt am Sonntag“ (Regionalausgabe Hamburg).

Mit den bisherigen Maßnahmen zeigt sich Prüfer-Storcks zufrieden. „Momentan kann man sagen: Die Pandemie flacht ab, wir haben mit unseren Maßnahmen viel erreicht und vieles richtig gemacht.“

Samstag, 30. Mai

21.04 Uhr: Weniger Patienten in Notaufnahmen

Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, haben die Notaufnahmen der Krankenhäuser einen drastischen Rückgang an Schlaganfall -und Herzinfarkt-Patienten verzeichnet.

Von Mitte März bis Mitte April seien 50 Prozent weniger Schlaganfall-Patienten ins UKE gekommen, die Asklepios-Kliniken haben 37,4 Prozent weniger Herzinfarkt-Fälle registriert.

Laut Stephan Willems, Chefarzt der Kardiologie an der Asklepios-Klinik in St. Georg, hätten viele Menschen das Krankenhaus mit einer Corona-Infektion gleichgesetzt. In einigen Fällen seinen Herzinfarkt-Betroffen erst mit sehr schlimmen Schmerzen in die Notaufnahmen gekommen.

Das sei lebensbedrohlich und könne zu dauerhaften Schäden führen. Er appelliert deshalb an alle Betroffenen, bei Beschwerden sofort das Krankenhaus aufzusuchen.

17.22 Uhr: Polizei bereitet sich auf langes Wochenende vor

Die Polizei hat für das Pfingstwochenende verstärkte Kontrollen angekündigt. Laut „Hamburger Morgenpost“ seien zwei Hundertschaften mehr als sonst im Einsatz. „Wir wollen die schwarzen Schafe in der Gastro-Szene herauspicken“, kündigt ein Polizeisprecher an.

Auch gegen das „Massencornern“ wollen die Beamten vorgehen. Sollte die Polizei Menschengruppen bemerken, die sich aufgrund des Alkoholangebots aus Kiosken oder Kneipen zusammenfinden, wird die Polizei „die Läden identifizieren und gegebenenfalls schließen“.

Ein besonderes Auge werden die Beamten auf „die Orte, die als Treffpunkt bekannt sind“, haben. Dazu zählen unter anderem das Schanzenviertel, Ottensen sowie Elbe und Alster.

14:02: Neue Corona-Zahlen für Hamburg

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt weiterhin im einstelligen Bereich. Am Samstag wurde sechs neue Fälle für Hamburg bestätigt, teilt die Gesundheitsbehörde mit.

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Hamburg ist daher nun auf insgesamt 5081 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können allerdings rund 4700 der zuvor positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen als genesen betrachtet werden.

Derzeit befinden sich 46 betroffene Menschen in stationärer Behandung. 20 von ihnen müssen intensivmedizinisch betreut werden.

10.04 Uhr: Proberäume dürfen in Hamburg wieder öffnen

Gute Nachrichten für Musiker und Bands in Hamburg. Proberäume dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Das teilte ein Sprecher der Hamburger Kulturbehörde mit.

Voraussetzungen für Proben sind allerdings, dass Sicherheitsabstände und Hygieneregeln nach wie vor eingehalten werden. Für Sänger und Blasmusiker gelte außerdem ein besonderer Mindestabstand von 2,5 Metern, statt der üblichen 1,5 Meter.

Auch bei Bandproben muss dieser Abstand eingehalten werden.

Freitag, 29. Mai

21.40 Uhr: 14 Corona-Demos oder Kundgebungen geplant

In Hamburg wollen Demonstranten auch am Pfingstwochenende gegen die Corona-Einschränkungen protestieren. Die größte Veranstaltung mit dem Motto "Mahnwache für das Grundgesetz" solle am Samstag am Rödingsmarkt stattfinden, sagte ein Sprecher des Lagedienstes der Polizei am Freitag.

Für die Kundgebung seien 450 Teilnehmer genehmigt worden. Zusätzlich Beamte seien dabei im Einsatz. Insgesamt sind am Pfingstwochenende in der Hansestadt laut Lagedienst 14 Demonstrationen oder Kundgebungen geplant.

19.45 Uhr: Stadt genehmigt Autokino in Bahrenfeld

Nach positivem Abschluss der rechtlich erforderlichen Prüfungen hat das Bezirksamt Altona das Autokino an der Trabrennbahn in Bahrenfeld genehmigt. Die Genehmigung „zur Errichtung und Betrieb eines Autokinos zur temporären Nutzung auf dem Gelände der Trabrennbahn Bahrenfeld“ gelte maximal bis zum 30.09.2020 heißt es in der Mitteilung.

Die Betreiber müssen nutzungsbedingte Anforderungen und Auflagen wie zum Beispiel die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln beachten. Dazu zäjlt, dass Autos mindestens 2 Meter auseinander stehen müssen.

Auch hat der Betreiber die Anzahl der WCs und Einrichtungen zur Einhaltung der Hygienevorschriften in gleicher Qualität zu erhöhen, wenn es zu Warteschlangen kommen sollte.

Darüber hinaus muss er die Zufahrt von der Luruper Chaussee zum Veranstaltungsort sauber halten und die Auflagen bezogen auf Lärm, Licht und sonstige schädliche Umwelteinwirkungen sowie zum Arten- und Naturschutz beachten.

15.40 Uhr: Neuinfektionen in Hamburg weiter im niedrigen einstelligen Bereich

Nach Angaben des Gesundheitsamtes wurden am Freitag vier neue Corona-Fälle bestätigt. Damit ist die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf nunmehr 5.075 gestiegen.

Die Behörde geht von rund 130 aktuell infizierten Hamburgern aus. Derzeit befinden sich 30 Hamburger wegen der Lungenkrankheit in stationärer Behandlung, davon werden 13 Personen intensivmedizinisch betreut.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4.700 der zuvor mit dem Sars-CoV-2-Virus positiv getesteten Menschen als genesen betrachtet werden.

13.29 Uhr: Tropenaquarium öffnet wieder

Besucher können ab kommendem Mittwoch wieder Krokodile, Schlangen, Fische und andere Tiere im Tropen-Aquarium des Tierparks Hagenbeck in Hamburg unter Auflagen bestaunen.

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So gibt es etwa einen vom Zoo-Haupteingang getrennten Zugang und ein Anmeldesystem im Internet, mit dem feste Besuchszeiten gebucht werden können. Besucher werden in Gruppen von maximal zwölf Personen durch die Anlage begleitet und müssen einen Mundschutz tragen.

„Alle Tiere freuen sich besonders auf die Menschen“, sagte der Leiter des Tropen-Aquariums Guido Westhoff. Die Tiere seien nach der Besuchspause gerade besonders neugierig und gut zu beobachten.

Bis man wieder mit den Halbaffen auf Tuchfühlung gehen kann, die sich normalerweise frei im Haus bewegen, wird es allerdings noch etwas dauern. „Einfach aus dem Grunde, dass die Kattas liebend gern auch auf die Besucher hüpfen“, erklärte Westhoff. „Ob wir sie dann wirklich überreden können, es ist Corona, macht das mal im Moment nicht, daran zweifeln wir.“

11.21 Uhr: Heftige Zahlen: Fast jede fünfte Gewerbemiete steht aus

Eine Umfrage, an der sich 1245 Hamburger Unternehmen und private Vermieter beteiligten, hat ergeben, dass 22 Prozent der Betriebe in diesem Monat ihre Mieten corona-bedingt nicht vollständig zahlen konnten – überwiegend im Einzelhandel sowie in Gastronomie und Hotellerie.

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Etwa jeder zweite Vermieter und mehr als 2.500 Mietverhältnisse sind betroffen. Die Höhe der entgangenen Monatsmieten liegt dabei im Durchschnitt bei 3.375 Euro pro Gewerbeeinheit. Im April lag der Anteil in der Umfrage fünf Prozent niedriger.

Geringer sind die Einbußen bei den Wohnungen: Hier konnten gut 3.000 Mieten nicht gezahlt werden. Das entspricht weniger als einem Prozent der untersuchten rund 376.500 Mietverhältnisse. Dieser Wert hat sich seit der April-Umfrage kaum verändert.

„Die Wohnungsmieten werden bislang überwiegend zuverlässig gezahlt. Aber wir sorgen uns, dass es schon in den kommenden Wochen aufgrund der wirtschaftlichen Talfahrt zu einem Anstieg der Zahlungsschwierigkeiten kommen kann. Darauf müssen sich alle einstellen. Es fühlt sich an wie die Ruhe vor dem Sturm“, lautet die Einschätzung der Verbände.

9.12 Uhr: Polizei löst Versammlungen auf

Es ist nicht das erste Mal in der letzten Zeit: Die Polizei ist Donnerstagabend wieder in der Sternschanze angerückt und hat Versammlungen aufgelöst.

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Vor mehreren Lokalitäten wie der beliebten „Katze“ kamen sich die Menschen zu nah.

Die Betreiber der Lokale wurden aufgefordert, die Bänke im Außenbereich abzubauen und die Personenansammlungen aufzulösen.

Es kam zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Die Leute zeigten sich wie auch die letzten Male einsichtig.

7.34 Uhr: Indoor-Sportarten sind wieder möglich

Ab heute dürfen viele Indoor-Angebote wieder öffnen!

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Dazu gehören zum Beispiel die Trampolinhallen in Hamburg wie das stadtbekannte Jump House in Stellingen, das heute wieder eröffnet. Auch hier gelten natürlich Abstands- und Hygieneregeln.

Auch Paintball-Anlagen haben teilweise schon wieder geöffnet.

Donnerstag, 28. Mai

22.22 Uhr: Corona-Soforthilfe fast komplett vergeben

Die 500 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hamburg sind nahezu vergeben. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sagte am Donnerstag vor dem Corona-Sonderausschuss der Bürgerschaft, 480 Millionen Euro seien ausgezahlt worden, fast der gesamte Rest sei zugesagt.

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Die Anträge konnten seit Ende März gestellt werden. Rund zwei Drittel der Antragsteller seien Solo-Selbstständige, größere Unternehmen machten nur ein Prozent aus. Von den Branchen sei vor allem das kreative Milieu in Kunst und Unterhaltung vertreten, das Gastgewerbe mache 14 Prozent aus.

Von den 500 Millionen Euro kamen 40 Prozent von der Stadt und 60 Prozent vom Bund. Dressel hofft, dass das an diesem Wochenende auslaufende Hilfsprogramm vom Bund verlängert wird. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) deutete an, dass die Zuschüsse möglicherweise um mehrere Monate oder gar bis Ende des Jahres verlängert werden könnten.

17.30 Uhr: Barbetreiber mit klaren Forderungen an den Hamburger Senat

Auch wenn Restaurants und Schwankwirtschaften seit Mitte Mai in Hamburg wieder unter strengen Auflagen öffnen dürfen, sehen viele die Maßnahmen als zu hart an.

Aus diesem Grund haben sich jetzt fast 70 Bar- und Kneipenbetreiber zum „Barkombinat“ zusammengeschlossen und einen Brief an den Hamburger Senat verfasst, um das Überleben der Barszene in Hamburg in der Corona-Krise zu sichern.

„Wir sollen nun Ordnungshüter, Hygiene-Beauftragte, Datenschützer und Security in einem sein. Das macht den Betrieb unwirtschaftlich“, heißt es darin unter anderem. Daher fordern die Gastronomen verschiedene Sofortmaßnahmen wie Mietzuschüsse, mehr Unterstützung bei der Bezahlung des Personals sowie eine Aufstockung des Kurzarbeitergelds.

Zu den Gründungsmitgliedern des Barkombinats gehören Cocktailbars wie Le Lion oder die Kiezinstitution Silbersack. Aber auch beliebte Bars aus der Schanzen wie Katze oder Goldfischglas haben sich dem Verein angeschlossen.

11.25 Uhr: Neue Zahlen wieder sehr erfreulich

Der Senat hat die neuen Infizierten-Zahlen verkündet. Und sie sind auch heute wieder erfreulich: So sind seit gestern nur zwei neue Infizierte gemeldet worden.

Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit rund einer Woche im niedrigen einstelligen Bereich.

7.21 Uhr: Das musst du am Flughafen jetzt unbedingt tun

Am Flughafen in Hamburg steht man in den Startlöchern und ist bereit für mehr Flugverkehr.

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Falls es in nächster Zeit wirklich zu mehr Flügen kommt, sollten Reisende auf jeden Fall eins beachten: Auf dem Hamburg Airport gilt ab sofort die Maskenpflicht in den Terminals!

„Auch in allen Geschäften am Flughafen, im öffentlichen Nahverkehr und an Bord zahlreicher Fluggesellschaften besteht eine Masken-Tragepflicht. Fluggäste sollten die Hinweise ihrer Fluggesellschaft beachten", heißt es vom Airport.

Mittwoch, 27. Mai

22.11 Uhr: Hamburgs Bars und Kneipen schließen sich zu „barkombinat“ zusammen

Betreiber von Bars und Kneipen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam auf die existenzbedrohende Lage ihrer Läden aufmerksam zu machen.

In einer auf Facebook veröffentlichten Meldung heißt es: "Ziel ist, unsere vielfältige Barkultur zu erhalten und zu fördern. Die Corona-Pandemie bedroht die Existenzen aller Bars und Kneipen. Ein unverzichtbarer Teil der Alltagskultur droht zu verschwinden. Es ist Zeit zu handeln."

Für Donnerstag hat das „barkombinat“ weitere Schritte angekündigt.

19.51 Uhr: Verstöße gegen Corona-Maßnahmen: fast 300.000 Euro Bußgeld

Die Stadt Hamburg hat bereits Bußgelder in Höhe von insgesamt 296.000 Euro wegen Verstößen gegen die so genannte Corona-Eindämmungsverordnung eingenommen. Dieser Betrag stamme aus 6.900 Verfahren, die bis zum 22. Mai bearbeitet wurden, hieß es aus dem Einwohner-Zentralamt am Mittwoch. Das „Hamburger Abendblatt“ hatte zuvor berichtet.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden laut Polizei 12.000 Menschen kontrolliert und 8.270 Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung aufgedeckt. „Die Bürger halten sich grundsätzlich an die Eindämmungsverordnung und zeigen Verständnis für die von uns getroffenen Maßnahmen“, sagte Polizeisprecher Holger Vehren.

An 2.675 Orten hat die Polizei den Angaben zufolge bis Mitte Mai kontrolliert. An manchen öffentlichen Plätzen, wie der Sternschanze, hätte sich der eine oder andere Hamburger allerdings weniger kooperativ gezeigt.

„An diesen Orten in Hamburg lassen teilweise jüngere Menschen den nötigen Respekt vermissen“, sagte Vehren der Deutschen Presse-Agentur und betonte: „Da spielt auch Alkohol eine Rolle, der in der Umgebung gekauft wurde“.

18.55 Uhr: Erste Theaterprojekte im Freien starten wieder in Hamburg

Es geht wieder los mit der Kultur: Nach wochenlanger Corona-Pause sind in Hamburg wieder Kulturveranstaltungen im Freien für bis zu 50 Zuschauer erlaubt. Das Kulturzentrum Kampnagel kehrt vom 9. bis zum 21. Juni mit einer besonderen Ausgabe des „Live Art Festivals“ zurück, teilte Kampnagel am Mittwoch mit.

Unter dem Titel #ZivilerGehorsam wolle das Festival zeigen, wie sich künstlerische Potenziale auch in Corona-Zeiten entfalten können. Die Performances finden daher nicht auf den Kampnagel-Bühnen, sondern - unter Einhaltung der gegebenen Sicherheitsvorschriften - im öffentlichen und privaten Raum statt.

So bringe das Hamburger Kollektiv „geheimagentur“ Performances zum Publikum nach Hause. „Unboxing Unboxing“ heißt das Projekt, das wie ein Bestellkatalog im Internet funktioniert und Performance-Pakete direkt an die Haustür liefert – kontaktlos oder korrekt mit Maske und ausreichend Abstand.

Sechs unterschiedliche Performance-Boxen stehen zur Auswahl. Wer eine „Utopia“-, eine „Love“- oder „Private Dancer“-Box bestellt, kann zu Hause im Wohnzimmer eine Live-Show auspacken. Die „geheimagentur“ wandelt damit das populäre digitale Phänomen der Auspack-Videos in ein analoges Format um.

16.02 Uhr: Neues Autokino „Cruise Inn“ in Hamburg – Konzert von Max Giesinger

Hamburg bekommt ein neues Autokino am Cruise Center Steinwerder. Am kommenden Mittwoch öffne mit dem „Cruise Inn“ Hamburgs erste Autokulturfläche, teilten die Veranstalter am Mittwoch in Hamburg mit. Das Gelände am Cruise Center Steinwerder werde sowohl als Autokino als auch als Autokonzert-Location bespielt und bringe so „wieder etwas Kultur und Abwechslung in den Corona-Alltag der Hamburger“.

An der Spitze der geräumigen Parkflächen auf dem Gelände des Cruise Centers werden eine 220 Quadratmeter große LED-Leinwand sowie eine 154 Quadratmeter große Bühne aufgebaut. Bis zu 620 Autos finden hier Platz. Dabei wechseln sich klassische Kinoprogramme und Livekonzerte ab.

Konzerte werden zudem live auf die neben der Bühne platzierte Leinwand übertragen. Der Ton komme per UKW-Sender direkt über die Autoradios, so dass nicht mit Lärm zu rechnen ist.

Tickets sind nur online im Vorverkauf zu erwerben. Das Kinoprogramm startet mit „Die Känguru-Chroniken“ und „Lindenberg – Mach dein Ding!“. Konzerte gibt es von Max Giesinger und Fünf Sterne Deluxe.

13.31 Uhr: Rechtsmediziner Klaus Püschel fordert zur Vernunft auf

Rechtsmediziner Klaus Püschel hat alle am Corona-Virus verstorbene Hamburger obduziert – und zieht ein klares Fazit aus seinen Untersuchungen: Ohne Ausnahme hätten alle Patienten schwerwiegende Vorerkrankungen gehabt, die ihre Lebenserwartung schon vor dem Ausbruch des Virus stark eingeschränkt hätten. Das berichtet der Experte der „Zeit“.

„Nur die schlimme Seite wird erzählt, nicht, wie es gut ausgehen kann", klagt der 68-Jährige. „Wir als Gesellschaft stellen diese Toten gerade derart in den Mittelpunkt, dass alle Angst bekommen. Alle denken: Killervirus!“

Der Rechtsmediziner spricht sich für einen selbstbestimmten Umgang mit dem Risiko aus, heißt, wenn es nach ihm ginge, solle die Pandemie schlicht „unter die vielen Gefahren und Krankheiten, die es auf der Welt und im Leben gibt" eingeordnet werden.

10.47 Uhr: Fünf Neuinfektionen

Laut Robert-Koch-Institut sind seit gestern fünf neue Corona-Fälle in der Hansestadt gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf 5.069 Personen. Rund 4.700 davon können inzwischen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht von 125 infizierten Personen aus. An einer Covid-Infektion gestorben sind laut aktuellen Angaben des Instituts 242 Patienten.

8.29 Uhr: „Hinz & Kuntz“ nimmt Straßenverkauf wieder auf

Ein Lichtblick für das Straßenmagazin „Hinz & Kuntz“: Nachdem die Redaktion den Verkauf im April komplett eingestellt hatte, dürfen die Händler das Magazin nun wieder in der Öffentlichkeit anbieten.

Über einen Spendenfonds sind außerdem „unfassbare 390.000 Euro zusammengekommen“, berichtet Chefredakteurin Birgit Müller. Die Summe ist den obdachlosen Verkäufern zugute gekommen. Den vollständigen Artikel gibt es im Hamburger Abendblatt zu lesen.

6.14 Uhr: Gesundheitsamt warnt vor mangelhaften Schutzmasken

Aufgepasst, falls du eine Schutzmaske der Marke „LexusLance Modell LK-003“ besitzt: Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, hätten Untersuchungen ergeben, dass diese die geforderte Schutzwirkung vor schädlichen Aerosol-Infektionen nicht erreiche. Konkret handle es sich um die Charge LK-003-A004 mit Produktionsdatum 16. März 2020.

Die Gesundheitsbehörde geht nach eigenen Angaben davon aus, dass unzureichendes Filtermaterial Ursache für die mangelhafte Schutzwirkung ist. Sie rät vom Tragen dieser Masken, insbesondere bei der Arbeit mit infizierten Menschen, dringend ab.

Dienstag, 26. Mai

19.50 Uhr: Neue Regeln am Flughafen

Die Passagiere am Hamburger Flughafen müssen ab Mittwoch eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Die Regelung gelte in allen öffentlichen Bereichen des Flughafens, also auch für Besucher, teilte der Airport am Dienstag mit.

Auch Beschäftigten des Flughafens tragen dort, wo es zu engerem Kontakt mit Reisenden kommt, Masken. Ein Desinfektionsteam sei für die ständige Reinigung von Oberflächen zuständig. In allen Sanitärräumen stehen Handdesinfektionsspender zur Verfügung.

Mit den verstärkten Hygiene-Maßnahmen bereitet sich der Flughafen darauf vor, dass der Reiseverkehr nach den Lockerungen von Corona-Beschränkungen in Deutschland und im Ausland langsam wieder anläuft.

Auch beim Boarding habe der Flughafen die Abläufe angepasst. Fluggäste gehen vorwiegend über Fluggastbrücken oder direkt zu Fuß vom Gebäude zum Flugzeug. Wenn Bustransfers unvermeidlich seien, werde die maximale Passagieranzahl begrenzt und es werden mehr Busse eingesetzt, um genügend Abstand zu gewährleisten.

14.42 Uhr: HVV führt Hygieneteams ein

Da inzwischen wieder deutlich mehr Hamburger mit Bus und Bahn unterwegs sind, setzt der HVV nach dem Pfingstwochenende mobile Hygieneteams ein. Damit will der Verkehrsverband eine regelmäßige, gründliche Reinigung der Fahrzeuge gewährleisten.

„Die Teams nehmen zusätzliche, desinfizierende Reinigungsmaßnahmen in Bussen und Bahnen sowie an U- und S-Bahn-Haltestellen und Busumsteigeanlagen vor“, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem sollen alle Busse ab der kommenden Woche mit Trennwänden zu den Fahrern ausgestattet werden. So können die Fahrgäste wieder vorne einsteigen, dort Tickets kaufen und im Bus ist insgesamt wieder mehr Platz.

12.52 Uhr: Weitere Lockerungen für die Hansestadt

Heute hat der Senat – wie Bürgermeister Tschentscher auf der Landespressekonferenz mitteilt – „weitere Schritte beschlossen zu mehr Offenheit.“ Die neue Verordnung, die ab Mittwoch in Kraft tritt und bis zum 30. Juni gilt, betrifft folgenden Bereiche:

  • Kitas: Ab dem 4. Juni wird die Betreuung erweitert. Kinder im Alter von viereinhalb Jahren sowie Geschwisterkinder von denen, die bereits betreut werden, dürfen wieder in die Kitas.
  • Schulen: Seit gestern sind auch die letzten Schulklassen wieder zum Präsenzunterricht zurückgekehrt. Demnach haben alle Klassen mindestens einmal pro Woche für fünf bis sechs Stunden Unterricht in der Schule.
  • Kultur: Kinos sowie die Kinogastronomie dürfen öffnen. Auch Live-Veranstaltungen unter freiem Himmel mit einer Teilnehmerzahl von bis zu 50 Personen dürfen – bei entsprechender Anmeldung und Einhaltung von Hygieneregeln – wieder stattfinden.
  • Freibäder: Dürfen ab dem 2. Juni öffnen, insofern das Wasser im Becken desinfiziert werden kann. Hallenbäder bleiben noch zu.
  • Spielhallen: Dürfen öffnen, müssen jedoch Trennwände aufstellen.
  • Sport: Indoor-Sport ist wieder möglich! Sport- und Fitnessstudios dürfen ab morgen also wieder ihre Türen öffnen. Voraussetzung ist, dass mindestens 2,5 Meter Abstand eingehalten werden, die Räume ausreichend gelüftet und die Umkleiden nicht gemeinschaftlich genutzt werden.

Auch Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche, Tagestreffpunkte für Obdachlose und Angebote für Senioren dürfen wieder aufgenommen werden. Bei Senioren muss jedoch ein deutlich größere Abstand bestehen und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Für alle Lockerungen gelten drei Grundregeln: Der Betreiber muss für Mindestabstand sorgen, Hygienekonzepte vorlegen und die Gäste bzw. Besucher mit Adresse und Telefonnummer registrieren.

10.44 Uhr: Gastronomie hart getroffen

Die Bilanz der Gastronomie nach der Corona-Krise sieht düster aus: Allein im März, während dem der Betrieb immerhin zwei Wochen noch normal gelaufen ist, ging der Umsatz um 49 Prozent zurück! Das teilte das Statistikamt Nord der deutschen Presseagentur mit.

Für den April liegen noch keine Zahlen vor, doch aufgrund der vollständigen Schließung dürften die Einbußen noch größer sein. Die Zahl der Beschäftigten ging bei Hotels und Gaststätten insgesamt um 5,3 Prozent zurück.

10.11 Uhr: Hanseatic Help verteilt Taschen an 20.000 Bedürftige

Der gemeinnützige Verein Hanseatic Help hat gestern 20.000 Tüten an Bedürftige verteilt: Kleidung für Obdachlose, Nahrungsmittel für Familien und Buntstifte für Kinder. 15 Unternehmen haben dem Verein dafür ihre Produkte gespendet.

Wie Sat 1 berichtet, haben die Helfer gestern mit Wirtschaftsenator Michael Westhagemann im Lager des Drogerie-Marktes Budni in Wandsbek die Hilfspakete zusammengestellt.

6.36 Uhr: Elbphilharmonie startet Ticketverkauf

Zwar steht noch nicht fest, wann der Konzertbetrieb wieder aufgenommen werden kann, trotzdem beginnt die Elbphilharmonie heute auf ihrer Webseite mit dem Ticketvorverkauf für die kommende Saison.

Für den Fall einer Absage hat sich das Konzerthaus für eine „Book Now, Pay Later“-Strategie entschieden. Heißt: Die Karten können bereits jetzt gebucht werden, die Zahlung wird aber erst fällig, wenn feststeht, dass die jeweilige Veranstaltung tatsächlich stattfindet, spätestens sechs Wochen vor dem Termin.