Coronavirus in Hamburg: Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank mit klarer Meinung zu Maskenpflicht

Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin von Hamburg, mit einem „Schnutenpulli“.
Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin von Hamburg, mit einem „Schnutenpulli“.
Foto: imago images/Chris Emil Janßen
  • Coronavirus in Hamburg – alles, was du wissen musst
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Hamburg. Coronavirus in Hamburg: Im Alltag der Menschen geraten all die Einschränkungen und Vorschriften der vergangenen Wochen und Monate immer mehr in den Hintergrund. Die Normalität kehrt zurück.

In Hamburg gab es laut Senat nach aktuellem Stand mittlerweile 5.222 Infektionen mit dem Coronavirus. Die große Mehrheit der Erkrankten ist allerdings schon wieder genesen. Bisher starben 260 Personen laut Robert-Koch-Institut infolge einer Covid 19-Erkrankung.

Coronavirus in Hamburg: Aktuelle Entwicklungen und Nachrichten in unserem News-Blog

In unserem News-Blog zum Coronavirus in Hamburg hält dich MOIN.DE über die aktuelle Situation sowie neue Entwicklungen und Entscheidungen auf dem Laufenden.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Coronavirus in Hamburg: Aktuelle News in unserem News-Blog

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Montag, 6. Juli

21.00 Uhr: Fegebank für Mund-Nase-Masken: „Schnutenpulli auf“

In der Diskussion um die Maskenpflicht hat Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank sich für eine Beibehaltung der Mund-Nase-Bedeckung ausgesprochen.

Die Masken hätten in den vergangenen Monaten maßgeblich dazu beigetragen, „dass wir die Ausbreitung von Covid19 so verlangsamen und die Infektionszahlen gering halten konnten“, schrieb die Grünen-Politikerin am Montag bei Instagram. Diesen Erfolg dürfen man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. „Also, Schnutenpulli auf und Flagge zeigen für Vielfalt.“

Einem NDR-Bericht vom Wochenende zufolge hatte eine Jury des Fritz-Reuter-Literaturmuseums in Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern den „Schnutenpulli“ zum plattdeutschen Wort des Jahres gekürt.

15.00 Uhr: Dieser Stadtteil soll ebenfalls ein Alkoholverbot bekommen

Das „Corona-Cornern“ wird immer mehr zum Problem. Vor zwei Wochen haben die Bezirksämter in Altona und Hamburg-Mitte am Wochenende zeitweise den Verkauf von Alkohol in der Schanze und dem Kiez verboten. Denn: Hier wurden in der Vergangenheit mehrfach Hygiene- und Abstandsregeln missachtet.

Nun weichen die Menschen laut „Hamburger Morgenpost“ auch auf den Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen aus. Dort sei die Lage inzwischen ähnlich als noch vor einigen Wochen in der Schanze. Aus diesem Grund fordern Politiker von Grüne, SPD und CDU, auch hier zu reagieren.

Im Hintergrund arbeiten die Behörden laut des Berichts bereits an neuen Gesetzen, um in Zukunft die Lage in den Griff zu bekommen. Damit sollen das Verkaufsverbot von Außer Haus-Alkohol und Platzverweise frühzeitiger möglich werden.

„Auf die Probleme des ungehemmten Straßenparty-Lebens in Wohngebieten, mit seinen unerwünschten und teilweise unerträglichen Nebenwirkungen für die Anwohner, muss die Stadt reagieren“, sagt Kaja Steffens (CDU) der "Hamburger Morgenpost".

Sonntag, 5. Juli

19.01 Uhr: Gute Nachrichten für Hamburg

In der Hansestadt wurden am Sonntag keine neue Corona-Infektionen gemeldet. In Schleswig-Holstein gab es drei neue Fälle, in Bremen einen.

15.30 Uhr: Hamburg vorsichtig bei Rücknahme der Maskenpflicht

Hamburg bleibt vorsichtig im Umgang mit dem Coronavirus und will in der Diskussion um die Abschaffung der Maskenpflicht erst Ende August die Infektionszahlen aus den Sommerferien abwarten.

„Im Verlauf der Pandemie hat sich die Expertenmeinung gefestigt, dass die Mund-Nasen-Bedeckung eine sehr wirksame Maßnahme ist gegen die Ausbreitung des Coronavirus“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Tragen einer Gesichtsmaske im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel sei eine Voraussetzung für die seit vergangenem Mittwoch geltenden Lockerungen in der Hansestadt. Die aktuelle Corona-Verordnung gilt bis zum 31. August.

Offener mit dem Thema geht zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern um, hier erfährst du mehr darüber >>

11.45 Uhr: Klagen gegen Corona-Verordnungen beschäftigen Gerichte

Die Hamburger Verwaltungsgerichte müssen noch in 43 Verfahren über die Rechtmäßigkeit der Corona-Verordnungen entscheiden. Dabei gehe es unter anderem um die Quarantänebestimmung, das Abstandsgebot und Auflagen für Gewerbetreibende, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Gegen staatliche Anordnungen können Bürger das Verwaltungsgericht anrufen und einen vorläufigen Rechtsschutz beantragen. Akzeptiert die unterlegene Streitpartei die Entscheidung nicht, geht die Sache ans Oberverwaltungsgericht. Eilentscheidungen können in einem länger währenden Hauptsacheverfahren auch grundsätzlich entschieden werden.

Die Corona-Verordnungen schränken eine Reihe von Grundrechten ein, wie das Recht auf Freizügigkeit, die Berufsfreiheit oder das Versammlungsrecht. Bereits in mehreren Fällen haben die Verwaltungsgerichte Klagen gegen die Verordnungen stattgegeben. Die Hamburger Richter hoben eine pauschale Quarantäne-Anordnung für einen Schweden-Rückkehrer auf, gaben der Betreiberin einer geschlossenen Spielhalle Recht und erlaubten einer Mutter, ihre Kinder in einem Kinderschutzhaus zu besuchen.

Wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnungen sind von der Bußgeldstelle Hamburg bis Ende Juni 9153 Bußgeldbescheide erlassen worden. Die verhängten Bußgelder summieren sich nach Angaben des zuständigen Einwohnerzentralamts auf 613.027 Euro.

Samstag, 4. Juli

21.36: Mitarbeiter von Kaufhof und Karstadt demonstrieren gegen Schließungen

Mitarbeiter von Karstadt und Kaufhof haben in Hamburg erneut gegen die Schließung von Filialen protestiert. Die Gewerkschaft Ver.di hatte die Beschäftigten aus allen sieben Hamburger Standorten aufgerufen, sich ab mittags vor der Filiale am Sachsentor in Bergedorf zu versammeln.

Wie die Polizei mitteilt, folgten Dutzende von ihnen diesem Aufruf. Bereits am Freitag haben rund 120 Demonstranten vor dem Karstadt-Haus in Wandsbek gegen die Schließung der Filialen protestiert.

„Wir haben es hier mit reinem Profitdenken zu tun“, kritisierte Hamburgs Verdi-Landesbezirksleiter Berthold Bose. Vier der sieben Karstadt/Kaufhof-Filialen und zwei Karstadt-Sport-Häuser seien von der Schließung betroffen. Rund 600 Mitarbeiten drohe eine Entlassung.

Nach den Verhandlungen am Freitag hat der Kaufhaus-Konzern angekündigt, in Deutschland sechs Filialen weniger schließen zu wollen als ursprünglich geplant.

13.15 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Hamburg

In Hamburg ist die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen seit Freitag um drei gestiegen. Damit ist das Virus Sars-Cov-2 seit Ausbruch der Pandemie bei 5219 Hamburgerinnen und Hamburgern festgestellt worden, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag auf ihrer Homepage mitteilte.

4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen.

Freitag, 3. Juli

19.27 Uhr: Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank spricht über Andy Grote

In der Umtrunk-Affäre hat Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) Rückendeckung von der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) erhalten. Sie finde nicht, dass Grote zurücktreten müsse, sagte sie am Freitag dem Sender NDR 90,3. „Das ist aber etwas, was ich nicht zu entscheiden habe.“

Grote hatte sich nach seiner Wiederernennung zum Senator am 10. Juni trotz Corona-Einschränkungen mit 30 Freunden und Bekannten zu einem „gemeinsamen Gastronomiebesuch“ mit „Getränk auf Abstand“ verabredet. Die Opposition fordert seinen Rücktritt.

Fegebank äußerte Verständnis, dass viele Menschen deshalb von Grote enttäuscht und auch wütend seien. „Gerade in Zeiten, in denen viele Hamburgerinnen und Hamburger bewusst auf Geburtstage, auf Zusammentreffen, auf andere Freiheiten verzichten, war das einfach eine Aktion, die völlig daneben war.“

Grote habe aber Einsicht gezeigt, auch im Senat. „Er hat sich mehrfach uns gegenüber, auch den Hamburgern gegenüber entschuldigt. Und ich finde jetzt nicht, dass er zurücktreten muss“, sagte Fegebank.

14.03 Uhr: Wenig Hoffnung auf „Superimpfstoff“

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat wenig Hoffnung auf „einen Superimpfstoff, der allen in kürzester Zeit gegeben werden kann und ein Leben lang schützt“. Das sagte der Experte der „Frühstart“-Redaktion von RTL/ntv. „Diesen Impfstoff wird es nicht geben und schon gar nicht nächstes Jahr.“

Viel wahrscheinlicher seien mehrere Impfstoffe, die „mehr oder weniger gut“ wirken. Schlussendlich müssten wir jedoch lernen, mit dem Virus im Alltag zu leben.

10.14 Uhr: Fünf Neuinfektionen in Hamburg

Seit Donnerstag sind in der Hansestadt fünf Neuinfektionen gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen auf 5.216 Fälle. Laut Robert-Koch-Institut gelten 4.900 davon schon wieder als genesen. Die Zahl der Todefälle liegt bei 206.

8.10 Uhr: Hamburg nimmt 600.000 Euro Bußgeld ein

Seit Beginn der Pandemie hat die Stadt ordentlich Bußgelder eingenommen. 9.240 Ordnungswidrigkeiten mittlerweile registriert worden. Daraus resultieren 9.153 Bußgeldbescheide und 613.027 Euro. Das teilte Matthias Krumm, Sprecher des zuständigen Einwohnerzentralamts, der Deutschen Presse-Agentur mit.

Den größten Teil davon machen Verstöße gegen das Abstandgebot aus, die jeweils mit 150 Euro geahndet werden.

Donnerstag, 2. Juli

19.50 Uhr: Senator Grote zu Sportevents in Hamburg: Vorzeichen sind nicht gut

Die Wahrscheinlichkeit für sportliche Großveranstaltungen in Hamburg in diesem Jahr wird immer geringer. „Die Vorzeichen sind nicht gut“, sagte der Hamburger Sportsenator Andy Grote (SPD) am Donnerstag bei einer Online-Diskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Das Problem sei, dass diese Veranstaltungen im öffentlichen Raum stattfinden, und so eine Nachverfolgung möglicher Infektionen mit dem Coronavirus schwierig sei. Die Stadt habe „noch keine Idee vorgestellt bekommen“, wie das funktionieren könne, sagte der Senator.

Grote wies darauf hin, dass bundesweit kaum noch Großveranstaltungen stattfinden. Der Triathlon (5. September), der Ironman (6. September), der Marathon (13. September) und das Radrennen Cyclassics (3. Oktober) in der Hansestadt stehen damit mehr denn je auf der Kippe. Eine Absage würde allerdings nicht durch die Stadt, sondern müsse durch die Veranstalter erfolgen, betonte der SPD-Politiker.

Ralph Lehnert, der Vorstandsvorsitzende des Hamburger Sportbundes (HSB), freute sich, dass der Sport an sich in der Hansestadt „auf einem Weg zu mehr Normalität“ sei. Vor allem die Digitalisierung würde den Vereinen auch nach der Corona-Zeit erhalten bleiben. Grote lobte die Vereine für die Kreativität der Clubs während der Krise.

15.01 Uhr: Schlagermove 2020 rollt am Samstag virtuell durch das Netz

Obwohl der Hamburger Schlagermove in diesem Jahr coronabedingt abgesagt wurde, müssen Fans nicht gänzlich auf die Kultveranstaltung verzichten. Der Schlagermove rollt am Samstag erstmals online durch die Welt. Von 15.00 Uhr an geht der erste von 52 Trucks in einem Livestream als animiertes Bild auf die Reise.

Das sagte Sprecher Axel Annink am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Dazu legt DJ Vossi auf, der bereits seit vielen Jahren Stamm-DJ bei der After-Move-Party auf dem Heiligengeistfeld ist. Das erste Lied der Online-Schlagerparty steht bereits fest: „Ein Festival der Liebe“ von Jürgen Marcus.

Der Livestream wird in einem Studio vor einer LED-Wand produziert. Auf der LED-Wand sollen Videos und Fotos der vergangenen Jahre gezeigt werden. „Wir wollen einfach dieses Gefühl von Lebensfreude und Toleranz nicht ausfallen lassen und dafür sorgen, dass die Leute trotzdem Spaß haben“, so Annink weiter. Am Ende wird DJ Vossi vier Stunden lang die besten Kult-, Pop- und Partyschlager aufgelegt haben.

Der Veranstalter hofft darauf, dass die Schlagerfans während der Party fleißig spenden. Die Crowdfunding-Spendenaktion unter anderem für den Erhalt des Schlagermoves zugunsten des Fördervereins ist bereits online. „Wir haben das symbolische Ziel von 4.720 Euro – bezogen auf den 4. Juli 2020 – eingetragen.“ Das dürfe gern übererfüllt werden.

Der reale Schlagermove ist auf den 2. und 3. Juli 2021 verschoben worden. Beim Schlagermove ziehen etwa 50 Trucks auf einer Strecke von fast 3,5 Kilometern durch Hamburg-St. Pauli. Bei der 23. Ausgabe des „Karnevals des Nordens“ im Sommer 2019 zählten die Veranstalter eigenen Angaben zufolge rund 350.000 Besucher.

14.42 Uhr: Fünf neue Corona-Fälle in Hamburg

In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Mittwoch stieg die Zahl der Neuinfektionen um fünf und liegt nun bei 5.211, teilte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag auf ihrer Homepage mit. Rund 4.900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 260. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 1,9 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

13.47 Uhr: Elbphilharmonie startet Konzertsaison im September

Vorfreude für Konzert-Fans: Die Elbphilharmonie darf ab dem 1. September wieder Gäste empfangen. Die Konzertsaison werde mit 620 Gästen im Großen Saal vom NDR-Elbphilharmonie-Orchester unter Alan Gilbert eröffnet, wie der NDR am Donnerstag mitteilte. Der Vorverkauf startet ab dem 4. August.

Auch hier muss sich das Publikum an Corona anpassen: Die Konzerte werden eine Stunde dauern und es wird keine Pause geben. Dafür sollen die meisten Konzerte zweimal hintereinander gespielt werden. Auf allen Laufwegen müssen zudem Masken getragen werden,

10.50 Uhr: Erstes Theater öffnet wieder

Kaum sind die neuesten Lockerungen beschlossen, legt das erste Theater der Stadt wieder los. Das legendäre „Schmidts Tivoli“ auf der Reeperbahn nimmt am Donnerstag mit dem Stück „Paradiso“ den Spielbetrieb wieder auf.

„Für uns ist das ein wunderbarer Tag. Nach fast vier Monaten Pause jetzt endlich wieder auf der Bühne, endlich wieder mit Publikum. Das ist ein Freudenfest für uns“, sagte Schmidt-Chef Corny Littmann der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar dürfen nur 250 statt üblicherweise 630 Zuschauer in den Saal, die können sich jedoch auf ein tropisches Ambiente und Mischung aus Artistik, Gesang und Comedy freuen.

Mittwoch, 1. Juli

18.28 Uhr: Fischmarkt darf wieder starten

Seit Mitte März findet der Kult-Markt nicht mehr statt. Dank den neuen Lockerungen soll sich das aber bald ändern. Eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde sagte am Mittwoch, dass Messen und Flohmärkte wieder möglich sein sollen. In diese Kategorie fällt auch der Fischmarkt.

Voraussetzung ist ein Hygienekonzept, an dem der Bezirk Altona laut NDR schon arbeite. Fest steht bereits, dass ein Mund-Nasen-Schutz getragen und die Abstandsregeln eingehalten werden müssen.

14.05 Uhr: Airbus will Tausende Jobs in Deutschland streichen – Sorge in Hamburg

Der Flugzeugbauer Airbus streicht Tausende Stellen in Deutschland - offen ist dabei, wie stark der Standort Hamburg betroffen ist. Das sei noch Gegenstand von Diskussionen mit den Sozialpartnern, sagte ein Airbus-Sprecher am Mittwoch in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. Nach Informationen von NDR 90,3 steht im Werk Finkenwerder mehr als jeder sechste Job auf der Kippe.

Insgesamt sollen in Deutschland 5100 Stellen wegfallen. Der Konzern hat betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Weltweit will Airbus wegen der Corona-Krise 15 000 Stellen streichen.

Arbeitnehmervertreter schlagen Alarm - sie befürchten einen Kahlschlag. Airbus-Chef Guillaume Faury betonte, man habe derartige Maßnahmen vermeiden wollen, müsse nun aber der Realität ins Auge sehen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden.

Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46 000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten - etwa in Hamburg-Finkenwerder, Stade oder Bremen. In der Verkehrsflugzeugsparte arbeiten demnach mehr als 28 000 Menschen.

13.50 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Hamburg

In Hamburg bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu Dienstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um drei und liegt nun bei 5.206, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch auf ihrer Homepage mit. Rund 4.900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat laut Senat bislang in 231 Fällen bestätigt, dass die Menschen an der Corona-Infektion starben.

Mit 2,2 Neuinfizierten pro 100 000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

20 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland wurden am Mittwoch stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon acht auf der Intensivstation.

11.00 Uhr: Arbeitslosigkeit steigt wegen Corona weiter – DIESE Menschen sind besonders betroffen

Corona lässt die Arbeitslosigkeit in Hamburg weiter steigen, wenn auch nicht mehr so stark wie im April und Mai. Im Juni waren 87.775 Hamburgerinnen und Hamburger arbeitslos gemeldet, wie die Agentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Das ist der höchste Stand seit 13 Jahren.

Seit Beginn der Corona-Einschränkungen im März sei die Zahl der arbeitslos gemeldeten Hamburger um mehr als 21.200 gestiegen. Im Juni kletterte sie noch einmal um knapp 3.350 Menschen.

„Damit hat sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit von Monat zu Monat mehr als halbieren können, diese Entwicklung ist gut, die Gesamtlage bleibt aber weiterhin herausfordernd“, sagte Arbeitsagenturchef Sönke Fock.

Zusätzlich zu den Belastungen durch die Corona-Pandemie steige die Arbeitslosigkeit aber auch saisonbedingt an, „weil das Einstellungsverhalten der Unternehmen während der sechswöchigen Sommerferien abnimmt.“ Im Jahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit im Juni um 35,7 Prozent.

Besonders hart seien junge Leute unter 25 Jahren und die ausländische Bevölkerung betroffen. Die Arbeitslosigkeit der jungen Leute stieg den Angaben zufolge im Jahresvergleich um knapp 55 Prozent auf 7.656, die der Ausländer um knapp 40 Prozent auf 31.007. „Besonders risikobehaftet sind weiterhin an- und ungelernte Personen ohne anerkannten Berufsabschluss“, sagte Fock.

6.50 Uhr: Mehrheit der Hamburger Programmkinos startet nach Zwangspause wieder

Filmfans in Hamburg können endlich wieder in zahlreichen Programmkinos das echte Leinwandgefühl im Kinosessel genießen. „Das Gros der Programmkinos fängt am Donnerstag wieder an“, sagte Claudia Hartmann, Sprecherin der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein der Deutschen Presse-Agentur.

Einige größere wie das Zeise-Kino oder das Abaton sind schon einige Tage früher gestartet; sie haben unter anderem die Premieren des neuen Films „Undine“ von Christian Petzold in Anwesenheit des Regisseurs gefeiert. Im Metropolis geht schon am Mittwoch wieder der Vorhang auf.

Auch, wenn sich die Kinobetreiber darüber freuen, dass die mehrwöchige Zwangspause nun vorbei ist, geht der Start bei ihnen auch mit Bauchschmerzen einher.

„Wir müssen in den Kinos einen Abstand von 1,50 Meter abhalten. Damit können wir in einem Kino mit 370 Plätzen 80 Leute sitzen lassen. Das ist natürlich wirtschaftlich grausam“, sagte Zeise-Geschäftsführer Matthias Elwardt der dpa. Er wünscht sich, dass die Politik einlenkt und den Abstand von einem Meter in Kinos zulässt.

Dienstag, 30. Juni

20.15 Uhr: Stadt sperrt bestimmte Urlauber aus

Bürgermeister Peter Tschentscher warnt vor vermehrten Corona-Infektionen nach den Sommerferien. „Die Reisezeit ist durchaus ein zusätzliches Risiko“, sagte er. Rückkehrer aus der Türkei und anderen offiziellen Risikoländern müssen sich daher jetzt zunächst in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

Alternativ sei es aber möglich, einen negativen Corona-Test eines anerkannten Labors vorzuweisen. Der Hamburger Flughafen hat schon bisher Daten von Fluggästen aus Risikogebieten an die Gesundheitsämter weitergegeben.

Eine Verschärfung gibt es für Touristen aus den deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh. Für sie gilt ab Mittwoch ein Beherbergungsverbot. Betroffen sind Reisende aus Kommunen, in denen die von Bund und Ländern vereinbarte Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten ist, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Ausnahmen gelten für Personen mit negativem Corona-Test, der aber nicht älter als 48 Stunden sein darf.

18.30 Uhr: Keine Besserung auf dem Arbeitsmarkt

Die Hamburger Agentur für Arbeit legt am Mittwoch um 10 Uhr ihren Monatsbericht über die Entwicklung des Arbeitsmarkts im Juni vor. Die Arbeitslosigkeit dürfte nach Erwartung von Experten trotz der Lockerung der Corona-Einschränkungen nochmals in die Höhe gehen.

Im Mai hatte der Kampf gegen die Pandemie die Arbeitslosigkeit in Hamburg auf den höchsten Stand seit zehn Jahren getrieben. 84 426 Hamburgerinnen und Hamburger waren arbeitslos gemeldet. Das waren gut 6900 oder 8,9 Prozent mehr als im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vergleich zum April um 0,6 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent.

16.40 Uhr: Diese Schwimmbäder machen wieder auf

Ab dem 1. Juli können Hamburgerinnen und Hamburger endlich wieder an insgesamt 17 Schwimmbädern im gesamten Stadtgebiet schwimmen, baden und den Sommer genießen.

Der Senat hat beschlossen, dass neben den Freibädern nun auch Hallenbäder inklusive der Ganzjahresfreibäder öffnen dürfen. Das sind sie:

Reine Freibäder:

  • Sommerfreibad Aschberg
  • Sommerfreibad Marienhöhe
  • Sommerfreibad Neugraben
  • Sommerfreibad Osdorfer Born
  • Sommerfreibad Rahlstedt
  • Naturbad Stadtparksee
  • Freibad Finkenwerder
  • Freibad im Kaifu-Bad
  • Freibad im Bondenwald

Hallenbäder mit Ganzjahresfreibad:

  • Bille-Bad in Bergedorf
  • Festland in Altona
  • Parkbad in Volksdorf

Schwimmhallen:

  • Familienbad Ohlsdorf (mit komplett zu öffnender Fassade und großer Liegewiese)
  • Schwimmhalle Inselpark (mit komplett zu öffnender Fassade und großer Liegewiese)
  • Hallenbad Blankenese
  • Hallenbad Rahlstedt
  • Hallenbad Wandsbek

Kleiner Haken: Saunen müssen weiterhin geschlossen bleiben...

13.45 Uhr: DAS gilt ab Mittwoch für Veranstaltungen und private Feiern

In Hamburg sind ab Mittwoch unter Auflagen wieder Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig. Das sieht eine am Dienstag vom Senat beschlossene neue Corona-Eindämmungsverordnung vor.

Voraussetzung seien entsprechende Schutzkonzepte etwa für das Rein- und Rauskommen, feste Sitzplätze und die Möglichkeit der Kontaktverfolgung. Ohne feste Platzvergabe sind im Freien maximal 200 und in Räumen 100 Personen zulässig. Wird Alkohol ausgeschenkt, muss die Teilnehmerzahl jeweils halbiert werden. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben demnach weiter untersagt.

Im privaten Rahmen könnten künftig wieder bis zu 25 Personen zu Feiern zusammenkommen, egal aus wie vielen Haushalten, sagte Gesundheitsstaatsrätin Melanie Schlotzhauer. Treffen in der Öffentlichkeit seien auf zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten begrenzt. Bislang galt eine Beschränkung auf zwei Haushalte.

Musikclubs, Diskotheken, Bordelle, Saunas und andere Betriebe, in denen es zu besonderer körperlicher Nähe komme, müssten auch weiterhin geschlossen bleiben. Die Masken-Pflicht im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel bleibt bestehen.

10.25 Uhr: Neue Infektionszahlen für die Hansestadt

Bei Tests auf das neuartige Coronavirus sind in Hamburg seit Montag drei neue Fälle festgestellt worden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5.203 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Hansestadt angesteckt, wie der Senat am Montag im Internet mitteilte. Rund 4.900 der Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Todesfälle in Hamburg liegt laut RKI unverändert bei 259. Mit 2,2 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

9.50 Uhr: Hapag-Lloyd sieht keinen Bedarf für Staatshilfe – kein Stellenabbau geplant

Die Container-Reederei Hapag-Lloyd will ohne Staatshilfe und Stellenabbau durch die Corona-Krise kommen. „Da wir absehbar keine deutliche Verschärfung der Pandemie und keinerlei existenzbedrohende Effekte für Hapag-Lloyd erwarten, gehen wir im Moment davon aus, dass wir keine Staatshilfen benötigen werden“, sagte Finanzvorstand Mark Frese der „Börsen-Zeitung“ (Dienstag).

Der Konzern hat zwar ein Sparprogramm beschlossen, „um für eine Situation, die sich vielleicht verschärft, gewappnet zu sein“. Der Abbau von Jobs sei in diesem Zuge aber „nicht beabsichtigt“. Ende März beschäftigte Hapag-Lloyd rund 13.100 Menschen.

Um die Ausgaben im Griff zu halten, will das Management vielmehr angedachte Investitionen in die Zukunft verschieben. So denke man zwar weiterhin über den Kauf neuer Schiffe nach, habe diesen Prozess aber infolge der Pandemie verlangsamt, sagte Frese. Zudem arbeite das Unternehmen an seiner Finanzierungsstruktur.

Derzeit gebe es aber keinen Anlass, über die Aufnahme von neuem Fremdkapital nachzudenken. So sei man im Vorstand zu dem Schluss gekommen, dass sich der Konzern auch die Ausschüttung der Dividende für 2019 leisten kann, ohne unvertretbare Risiken einzugehen.

Die Hapag-Lloyd-Führung hatte im Mai angekündigt, die Kosten des Unternehmens um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag zu drücken. Auf diese Weise soll es gelingen, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn (Ebit) zwischen 0,5 und 1,0 Milliarden Euro zu erzielen.