Hamburg: Hunderte Kinder mit Corona infiziert – Senator macht klare Ansage

Zaun mit Hinweisschild zum Tragen des Nasen-Mund-Schutzes auf dem Schulgelände der Katholischen Schule am Weiher in Hamburg-Eppendorf.
Zaun mit Hinweisschild zum Tragen des Nasen-Mund-Schutzes auf dem Schulgelände der Katholischen Schule am Weiher in Hamburg-Eppendorf.
Foto: imago images/Silke Heyer

Hamburg. Seit Beginn der Pandemie gab es in Hamburg insgesamt 16.262 Infektionen mit dem Coronavirus. >>> Hier geht es zum Corona-Blog

Nach dem Beschluss der Bundesregierung und Ländern mussten wieder zahlreiche Unternehmen wie Restaurants, Fitnessstudios und Museen schließen. Doch Bildungsstätten bleiben weiterhin geöffnet. Obwohl laut Senator Ties Rabe rund 200 Schulen 900 infizierte Schülerinnen und Schüler aufweisen, schließen diese nicht. Es sind immerhin 0,35 Prozent der schulpflichtigen Mädchen und Jungen in Hamburg.

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Hamburg: Schulen und Kindergärten bleiben weiterhin geöffnet

In seinem Youtube-Blog „Frag den Rabe“ stellt sich der Schulsenator der Frage, die allen auf der Zunge brennt: „Warum bleiben die Schulen immer noch geöffnet?“

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Rabe leitet die Antwort mit dem generellen Grundgedanken ein, dass die Politik Gründe für eine Schließung täglich aufs Neue abwägen müsse. Gründe für eine bleibende Öffnung sieht er in drei Kernfeldern.

Zunächst würden Kinder in der Schule besser lernen: „Sie brauchen die Motivation, sie brauchen eine Ansprache und einen Methodenwechsel – wie es professionell nur in der Schule funktionieren kann.“

Hamburg Ties Rabe

Als nächsten Grund stellt er die soziale Weiterentwicklung vor: „Konflikte zu lösen, von anderen zu lernen – das alles fällt weg, wenn man so einsam zuhause vor dem Computer sitzt.“

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Das finale Argument sei aber, dass die Berufstätigkeit weiter erschwert werden würde, da alle Eltern bei einer Schließung zu Hause bleiben müssten: „Man kann Kinder nicht alleine zu Hause lassen.“

Schulsenator in Hamburg bringt Gründe, die für und gegen eine Schließung sprechen

Als Gründe pro Schließung erwähnt der Senator die Infektionsraten. Hier habe die Politik keine leichte Aufgabe und es komme auf einen Interessenausgleich an.

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Er stellt auch klar, dass es neben dem zahlreichen Gemunkel in den Sozialen Netzwerken bislang noch keine wissenschaftliche Studie gebe, welche sich mit den Auswirkungen des Virus auf die Jugendliche beschäftige.

Schulen in Hamburg sind kein Corona-Hotspot

Das sei aber auch gar nicht die Frage, sondern: „Ist die Schule ein gefährlicher Ort?“ Um diese Antwort beantworten zu können, braucht es nun einen `genauen und scharfen Blick`, dass man bei den nächsten Entscheidungen sichere Aussagen treffen kann.

Der Senator ist aber trotzdem zuversichtlich, dass durch neue Sicherheitsvorschriften wie der Maskenpflicht, der Durchlüftungspflicht und vieles mehr, Schulen sichere Orte sind: „Wir wollen, dass es so bleibt. Aber wir gucken auch genau hin. Das versprechen wir Ihnen. Denn wir wollen niemanden einer unnützen Gefahr aussetzen“.

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Zahlen in den Schulen von Hamburg sehen weniger optimistisch aus

Letztlich sprechen die Zahlen für sich, auch können Kinder das Virus nach Hause tragen. Dass sich Homeoffice in der Berufswelt bislang sehr gut in Deutschland bewährt hat, wird von Senator Rabe nicht erwähnt. Die Digitalisierung hätte wahrscheinlich auch in den Schulen schon einige Zeit früher vorangebracht werden können.

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Der sozialen Weiterentwicklung stehen Videokonferenz-Plattformen wie Zoom, Google Meets und Co. entgegen. Da müssten die Lehrer versuchen, per Kamera ihre Schüler zu motivieren. (pag)