Hamburg: Aus DIESEM Grund will niemand die Lagerfeld-Villa kaufen – „Ein Schock!“

Modezar Karl Lagerfeld hatte mehrere Jahre eine Villa in Hamburg.
Modezar Karl Lagerfeld hatte mehrere Jahre eine Villa in Hamburg.
Foto: imago images / Tinkeres

Hamburg. Seit langer Zeit schon steht die luxuriöse „Villa Jako“ in Hamburg zum Verkauf. Dabei befand sich das ungewöhnliche Haus in den 1990er Jahren im Besitz von Modeikone Karl Lagerfeld!

Doch kaufen will die Villa anscheinend niemand. Sie steht schon lange leer und wird von Immobilienmaklern regelrecht als „Ladenhüter“ betrachtet. Nun wird die Villa in Hamburg erstmalig für einen einstellligen Millionenbetrag angeboten. Der Preis? Immer noch stolze 9,85 Millionen Euro!

Hamburg: Ein riesiges Grundstück

Die Villa befindet sich am Wilmans Park in Hamburg-Blankenese. Der Weg zum Haus führt durch ein gewaltiges Eingangstor, welches ein Zugang zu einem fast 12.000 Quadratmeter großen Grundstück gewährt.

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Das ist Karl Lagerfeld:

  • Modedesigner, Künstler und Fotograf aus Hamburg
  • wurde 1933 in der Hansestadt geboren
  • ging 1953 zusammen mit seiner Mutter nach Paris
  • gewann bereits 1955 einen Preis für einen selbst entworfenen Wollmantel
  • arbeitete unter anderem für das bekannte Modehaus Chanel
  • Er kooperierte mit verschiedensten Unternehmen und entwarf so eine Kollektion für Hunde, Teddybären für Steiff oder eine extravagante Flasche für Coca-Cola und vieles mehr
  • Karl Lagerfeld starb am 19. Februar 2019 in Paris

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Aussehen tut die „Villa Jako“ eher wie ein Tempel in Hamburg als ein normales Haus. Vor dem Hauseingang gibt es einen Brunnen und eine lange Treppe führt ins Innere. Vor der Haustür befinden sich außerdem prachtvolle Säulen.

Wohnhaus aus Hamburg bietet viele Highlights

Die Luxus-Maklerin Karla Fricke versucht, die Immobilie im Internet zu verkaufen. „Eindrucksvoll bis ins kleinste Detail“, wird das Haus auf der Website angepriesen.

Einen 343 Quadratmeter großen Wohnbereich mit sechs Zimmern und 237 Quadratmeter Nutzfläche im Souterrain habe die Villa zu bieten. Dabei wurden einige Zimmer sogar von Karl Lagerfeld selbst gestaltet, heißt es.

Doch vielleicht ist gerade auch das (neben dem Preis) der Grund, warum sich die Villa einfach nicht verkaufen will. Denn nicht jeder kann mit Lagerfelds extravagantem Stil etwas anfangen.

Auch das könnte am Haus in Hamburg stören

Daneben bietet das Haus sechs Meter hohe Decken, in Teilen vergoldete Stuckleisten und mit Blattgold verzierte Holzkassettendecken. Ein Highlight gibt es außerdem im Obergeschoss der Villa: Dort befindet sich eine offene Galerie mit Bibliothek und Oberlicht.

Der große Terrassen-Garten mit zwei Wasserbecken und Springbrunnen ist dann die Krönung, kann man sagen. Oder auch einfach zu viel des Guten.

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Auch die ungewöhnliche Architektur des Hauses mag viele Abschrecken. Die wenigsten Menschen wollen in einem Haus wohnen, das ganz und gar nicht in das Stadtbild von Hamburg passt.

Die Geschichte der Villa in Hamburg

Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, wurde die Villa 1922 vom Architekten Walther Baedecker erbaut. Er bekam von seinem Bauherren, dem Schiffsversicherer Hermann Witte, den Auftrag ein „Römisches Heiligtum“ zu errichten. Deswegen sieht das Wohnhaus heute eher wie ein Tempel aus.

Doch lange blieb der Schiffsversicherer nicht in der Villa. Bereits 1926 ging das Wohnhaus an den Rechtsanwalt Alfred Schüler. Der brachte den Garten des Hauses auf Vordermann und stellte dort Palmen auf. Was danach mit der Villa geschah, ist unklar.

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Jedenfalls stand die Villa in den 1980er-Jahren frei und wurde 1991 von Karl Lagerfeld für angeblich vier Millionen Mark (heute rund zwei Millionen Euro) gekauft. Von Lagerfeld bekam das Wohnhaus dann auch seinen jetzigen Namen. Die Modeikone nannte das Gebäude nämlich nach seinem Parfüm „Villa Jako“.

Ein „Horror“-Haus in Hamburg

Im Jahre 1998 verlor der Modeschöpfer dann aber das Interesse und verkaufte das Wohnhaus an den Hamburger Musikproduzenten Michael Haentjes („Edel AG“). Für angeblich acht Millionen Mark (etwa vier Millionen Euro) sei das Haus verkauft worden, schreibt die „Hamburger Morgenpost“.

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Ob der Musikproduzent selbst die Villa verkauft oder ob sie von jemand anders angeboten wird, ist unklar. Die Ex-Frau von Haentjes soll nach dem Kauf ihres Mannes jedoch folgende Worte über die Villa gesagt haben: „Ein Schock, das Haus ein Horror, die einzige Rettung der Garten...“

Niemand will das Haus aus Hamburg kaufen

Das sehen vielleicht auch andere so. Mit Karla Fricke versucht jedenfalls bereits das dritte Maklerunternehmen, das Haus in Hamburg an den Mann oder die Frau zu bringen. Bisher jedoch ohne Erfolg.

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Zuvor stand die Immobilie in Hamburg für über zehn Millionen Euro zum Verkauf. Jetzt kostet sie „nur“ noch 9,85 Millionen Euro. Ein echtes „Schnäppchen“ sozusagen... Ob sich so ein Käufer finden wird, bleibt spannend! (kf)