Hamburg: Corona-Sicherheit im Schwimmbad – „Wenn da einer ins Becken spuckt...“

In Hamburg ist es brütend heiß. Da ist die Lust aufs Freibad natürlich groß
In Hamburg ist es brütend heiß. Da ist die Lust aufs Freibad natürlich groß
Foto: Bernadette Grimmenstein/Bäderland Hamburg

Hamburg. Es ist gefühlt hundert Grad heiß in Hamburg, und viele Menschen wollen sich nur noch abkühlen. Was liegt da näher als ein Besuch im Freibad?

Anfang des Sommers war das noch schwierig. Wegen der Corona-Krise hatten nur eine Handvoll Freibäder geöffnet. Jetzt aber hat man in Hamburg wieder nahezu die volle Auswahl aus Frei- und Hallenbädern. Aber wie wird für die Sicherheit der Badegäste gesorgt?

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Hamburg: Fast alle Bäder wieder geöffnet

Michael Dietel vom Bäderland Hamburg weiß genau Bescheid über die Sicherheitsvorkehrungen. Schon die Frage, ob aktuell in den Freibädern nicht die Hölle los sei, kann er verneinen. „Nein – wegen der Regeln eben nicht. Wir haben nämlich eine Zugangsbeschränkung. Da ist genau festgelegt, wieviele Leute maximal rein dürfen.“

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Für jeden Badegast seien sechs Quadratmeter eingeplant, so soll sich niemand zu nahe kommen. „Wir wissen aus Erfahrung, dass nie alle Leute zeitgleich im Wasser sind. So kann man auf jeden Fall Abstand halten. Zwei Drittel der Gäste sonnen sich eigentlich immer auf den Liegewiesen.“

Badegäste in Hamburg sind sehr vernünftig

Bislang hätte es in den Hamburger Bädern keine Probleme mit renitenten Regelbrechern gegeben. Sollte das aber vorkommen, ist die Vorgehensweise klar: „Da gibt es ja einen Bußgeld-Katalog“, sagt Dietel. „Das würde dann zur Anzeige kommen!“

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In den Becken sei die Gefahr einer Ansteckung aber sehr gering. „Denken Sie an die desinfizierende Wirkung der Chlorung. Wenn da jetzt mal einer ins Becken spuckt, wird das durch zwei Millionen Liter Wasser verdünnt – und dann wirkt das Chlor.“

Hamburg: In Schwimmbädern nur jede zweite Dusche nutzbar

In den Umkleiden und Duschen wurde insofern vorgesorgt, als dass nur jeder zweite bis dritte Spind benutzbar ist, damit mit die Badegäste sich auf den schmalen Fluren nicht zu nahe kommen können. Auch darf nur jede zweite Dusche genutzt werden.

Häufiger gereinigt würden die Bäder seit der Corona-Krise „auf jeden Fall“, sagt Michael Dietel vom Bäderland. „Wir haben dafür auch Personal aufgestockt. Bei uns war es ja immer schon sehr sauber, aber wir haben das jetzt noch intensiviert. Alle Türklinken werden regelmäßig desinfiziert, auch die Handläufe der Leitern am Beckenrand oder von Geländern.“

Schwimmbäder in Hamburg werden intensiv gereinigt

Früher sei einmal täglich alles gereinigt worden, inzwischen ist das mehrmals der Fall. „In den Pausen zwischen den Zeitfenstern.“ Denn wer derzeit baden will, kann das logischerweise nicht den ganzen Tag über tun, weil sonst wegen der Einlassbeschränkungen ja nur wenige Menschen die Chance auf einen Badbesuch hätten.

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Stattdessen kann man sich Karten für ein dreistündiges Zeitfenster vorab buchen. Zwischen diesen Zeitfenstern wird das Bad geputzt.

Spontaner Badbesuch in Hamburg wieder möglich

Bislang musste man seine Tickets im Voraus online ordern. Das ist inzwischen nicht mehr nötig. Man kann sie auch wieder direkt an der Schwimmbadkasse kaufen. Allerdings gibt es dann keine Garantie, auch wirklich ins Bad zu kommen, falls es voll ist.

„Es ist wie damals mit dem Toilettenpapier“, sagt Dietel. „Wenn es weg ist, ist es weg.“

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