Hamburg: Mutter eines behinderten Jungen schwer erschöpft – „Wie in einem Gefängnis“

Für eine Mutter aus Hamburg ist die Pubertät ihres behinderten Sohnes eine große Herausforderung (Symbolbild).
Für eine Mutter aus Hamburg ist die Pubertät ihres behinderten Sohnes eine große Herausforderung (Symbolbild).
Foto: imago stock&people

Die Pubertät: Das ist für viele Eltern eine Herausforderung. Aus dem kleinen niedlichen Nachwuchs wird dann ein Heranwachsender – und das bringt so manche Herausforderung mit sich. Für Birte Müller und Matthias Wittkuhn aus Hamburg sind sie besonders groß.

Die beiden sind Eltern eines geistig behinderten Jungen. Willi ist 14 Jahre alt und hat das Down-Syndrom. „Er strebt nach Selbstbestimmung“, berichtet seine Mutter in einem ausführlichen Bericht im „Hamburger Abendblatt“. Für die Frau aus Hamburg hat eine schwere Zeit mit ihrem Kind begonnen.

Hamburg: Mutter spricht über schwere Zeit

Das Problem: Willi sei „nicht mal theoretisch in der Lage, sich anzuziehen, ein Brot zu streichen oder mit uns zu sprechen“, sagt seine Mutter. Der 14-Jährige benötige in fast allen Lebensbereichen Hilfe, sei gar ein Fulltime-Job.

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„Dass ich überhaupt arbeiten kann und auch mal Zeit für Willis kleine Schwester Olivia habe, verdanken wir Willis absolut verlässlichen Förderschule und unseren Eltern“, schreibt Birte Müller im „Hamburger Abendblatt“.

Zeit für sich selbst oder gemeinsame Stunden mit dem Mann gebe es hingegen fast nie. Zwar sei sie inzwischen viel belastbarer, als sie früher geahnt habe, aber: „Manchmal ist meine Erschöpfung so groß, dass ich mich hier Zuhause wie in einem Gefängnis fühle.“

Hamburg: Willi ist kein niedlicher Junge mit Behindertenbonus mehr

Insbesondere die Corona-Zeit sei „bis zu Willis Impfung“ eine Herausforderung gewesen. „Ich habe mich davon noch nicht erholt“, sagt die Frau aus Hamburg.

Und jetzt befindet sich der Junge mitten in der Pubertät, die weitere Schwierigkeiten mit sich bringt. Früher sei Willi häufig ein „niedlicher Junge mit Behindertenbonus“ gewesen. Doch diese Zeit ist jetzt vorbei.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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„Wenn ich nicht höllisch aufpasse, ist er ein unvorstellbar schlecht erzogener Jugendlicher mit Flaum auf der Oberlippe, der anderen in die Pommes mit Majo grabscht“, berichtet seine Mutter im „Hamburger Abendblatt“. Das finde inzwischen niemand mehr lustig.

Viele weitere Herausforderungen für Familie aus Hamburg

Genauso wie, wenn Willi in der Öffentlichkeit einen Pups aus seinem „Opopo“ (eines der wenigen Worte, die der Junge verständlich spricht) lässt. „Und ich fand Pupsen im Bus schon nicht witzig, als Willi noch als kleiner Sonnenschein durchgegangen ist“, so Birte Müller.

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Welche Sorgen sie hat, wenn der 14-Jährige beginnt, Interesse an Sex zu entwickeln und vor welchem Herausforderungen die Familie aus Hamburg außerdem steht, kannst du >> beim „Hamburger Abendblatt“ lesen.