Hamburg: Corny Littmann und ER liebten sich einst über alles – doch nun tobt der Krieg zwischen den beiden

Ein Foto aus glücklichen Tagen: Corny Littmann (vorn) und sein Mann Madou beim gemeinsamen Kochen.
Ein Foto aus glücklichen Tagen: Corny Littmann (vorn) und sein Mann Madou beim gemeinsamen Kochen.
Foto: Privat

Weihnachten, das Fest der Liebe und der Freude. Aber nicht für jeden. Madou Ellabib-Littmann (55), der Noch-Ehemann von Theaterchef Corny Littmann (68), sitzt an den Festtagen mit seinen vier Hunden traurig allein zu Hause auf Hamburg-St. Pauli.

Sein Mann hat ihn verlassen. Die Scheidung läuft. Seit Monaten streitet sich das Paar vor Gericht ums liebe Geld. Zudem ist Madou, der jahrelang als Chor-Tenor an der Staatsoper in Hamburg sang, krank.

Die bekanntesten Promis aus Hamburg
Die bekanntesten Promis aus Hamburg

Hamburg: Madou Ellabib-Littmann leidet

„Mir geht es sehr schlecht“, sagt er. „Ich leide an Epilepsie und bin HIV-positiv. Arbeiten kann ich nicht. Und ich habe kaum Geld für meinen Lebensunterhalt.“

+++ Hamburg: Reporterin telefoniert mit „Milliarden-Mike“ – dann wird ihr klar, von wo er sich meldet +++

Doch wie konnte es nach 26 gemeinsamen Jahren so weit kommen? Bisher war noch gar nicht bekannt, dass sich Littmann bereits vor eineinhalb Jahren von seinem Ehemann getrennt hatte. Vor über einem Jahr ist er aus der gemeinsamen Wohnung in eine andere Wohnung auf dem Kiez umgezogen. Beide beteuern, dass nichts vorgefallen sei, was die Trennung ausgelöst hätte.

---------------

Das ist Corny Littmann:

  • Cornelius „Corny“ Littmann wurde 1952 in Münster geboren.
  • Er ist Theater-Macher, Schauspieler und Regisseur.
  • Sein Vater ist Professor für Finanzwissenschaft.
  • Littmann ging in Hamburg auf das Gymnasium Alstertal und begann nach dem Abi ein Psychologie-Studium.
  • 1976 zog es ihn zum Theater, er wurde Schauspieler.
  • Der bekennende Homosexuelle engagiert sich politisch, 1979 trat er der GAL (Grün-Alternative Liste) bei.
  • Ihm gehören das Schmidt Theater und das Schmidts Tivoli an der Reeperbahn sowie die WunderBar an der Talstraße.
  • Von 2003 bis 2007 war er Präsident des FC St. Pauli.
  • Seit 2006 ist er mit Madou, einem Chor-Sänger der Staatsoper, verheiratet.

---------------

„Wie viele andere Paare auch haben wir uns auseinander gelebt“, sagt Corny Littmann. „Unglücklich bin ich nicht. Eine neue Liebe gibt es in meinem Leben auch nicht. Über den Unterhalt werden die Gerichte entscheiden, das zieht sich aber leider noch hin.“

Hamburg: Sie waren ein etabliertes Paar der Kunst-Szene

Corny Littmann ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der Theater-Landschaft. Über Hamburgs Grenzen hinaus machte er sich längst einen Namen als Entertainer, Schauspieler, ehemaliger FC St. Pauli-Präsident sowie als Besitzer und Intendant vom Schmidt Theater und Schmidts Tivoli, das als Deutschlands erfolgreichstes Privattheater gilt.

+++ 187 Strassenbande: Bonez MC hat eine klare Meinung zu diesem Senkrechtstarter – „Kein Rapper“ +++

Im Oktober 2006 hatten sich Littmann und der gebürtige Tunesier auf dem Standesamt Mitte das Ja-Wort gegeben. Ein etabliertes Paar in der Hamburger Kunst-Szene. Corny, der Macher. Madou, der sensible Mann mit der musischen Begabung an seiner Seite.

Damals sagte der Theater-Chef zur Hamburger Morgenpost: „Nach elf Jahren stellt man fest, dass man eine Menge zusammen durchgemacht hat. Wir wollten uns zueinander bekennen, zeigen, dass wir uns gegenseitig verantwortlich fühlen. Es ist auf jeden Fall eine Liebesheirat. Einen Ehevertrag gibt es nicht.“

Hamburg: Liebe ist inzwischen erloschen

Inzwischen ist die Liebe erloschen. Und die gegenseitige Achtung scheinbar auch. Littmann möchte, dass sein Ex aus der ehemals gemeinsamen Wohnung auszieht. Weil er mehrere Immobilien besitzt, hat er ihm eine seiner Wohnungen angeboten. Die akzeptiert Madou aber nicht, weil sich dadurch sein Status verschlechtern würde, wie er meint.

---------------

Mehr Promi-News aus Hamburg:

---------------

„Ich empfinde Wut, Angst, Verzweiflung und Traurigkeit. Ich kann nicht mal mehr weinen“, sagt Madou. “Dabei weiß ich nicht einmal, warum Corny mich verlassen hat. Ich habe immer alles für ihn getan und mich aufgeopfert. An meiner Seite ist er reich geworden.“

Die Trennung schmerzt ihn inzwischen nicht mehr; dass er mit ihm um Unterhalt streitet, aber sehr. Er hat auch einen neuen Mitbewohner, mit dem er aber nicht liiert ist. „Der passt auf mich auf“, erzählt Madou. „Manchmal bekomme ich epileptische Anfälle. Dann ist es besser, wenn jemand da ist.“ Dieser Mitbewohner ist Corny Littmann allerdings ein Dorn im Auge.

Hamburg: Corny Littmann bedroht

Seinetwegen gab es Streit, der inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Hamburg unter dem Aktenzeichen 2071JS175/20 geführt wird. Denn der Mann hatte sich ohne die Genehmigung Littmanns, der Eigentümer der Wohnung ist, dort angemeldet und er soll Littmann auch noch bedroht haben. Daraufhin erwirkte der Theater-Chef eine „Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz“. Soll heißen: Kontaktverbot!

Zurzeit herrscht zwischen Madou und Corny Littmann eisige Kälte. Sie kommunizieren nur über ihre Anwälte. „Ich bin nervlich total am Ende“, sagt Madou. Und Corny? Der schaut zuversichtlich nach vorn. „Weihnachten verbringe ich mit Freunden“, erzählt er.

+++ Ina Müller: Diese wahnsinnige Folge von „Inas Nacht“ verfolgt sie sicher noch lange +++

„Wir werden schön gemeinsam essen.“ Aufs neue Jahr freut er sich auch schon. Seine wegen Corona abgesagten Theater-Shows auf „Mein Schiff 1“ (MOIN.DE berichtete) werden vom 15. Januar bis 10. Februar auf See nachgeholt. Start ist dieses Mal nicht wie vorher geplant in Kiel, sondern auf Gran Canaria. (bs)