Hamburg: Gastronomin mit Eilantrag gegen Sperrstunde erfolgreich ++ Corona-Fälle in sensiblem Bereich am UKE

Reeperbahn und Große Freiheit: Gähnende Leere auf den Partymeilen.
Reeperbahn und Große Freiheit: Gähnende Leere auf den Partymeilen.
Foto: imago images/Andre Lenthe
  • Corona in Hamburg – alles, was du zum Thema wissen musst
  • Die wichtigsten News und Entwicklungen erfährst du hier im Newsblog von MOIN.DE

Hamburg. Corona ist wieder da, auch in Hamburg. Täglich vermeldet die Gesundheitsbehörde der Hansestadt viele Neuinfektionen mit Covid-19, Tendenz weiter steigend. Die Stadt versucht, die Entwicklung aufzuhalten.

Zahlen aktuell: Seit Beginn der Pandemie gab es in Hamburg laut Senat insgesamt 12.946 Infektionen mit dem Coronavirus. Die große Mehrheit dieser Erkrankten ist aber wieder gesund. Bisher starben in Hamburg laut Robert-Koch-Institut (RKI) 241 Personen infolge einer Covid-19-Erkrankung.

Hamburg: Aktuelle Entwicklungen und Nachrichten zum Thema Corona in unserem News-Blog

In unserem News-Blog erfährst du alles Wichtige rund um Corona in Hamburg. Was ist erlaubt, was nicht? MOIN.DE hält dich über die aktuelle Situation sowie neue Entwicklungen und Entscheidungen auf dem Laufenden.

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Alles, was du über Corona wissen musst:

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Coronavirus in Hamburg: Aktuelle News in unserem News-Blog

+++ News-Blog hier aktualisieren +++

Donnerstag, 29. Oktober

22.39 Uhr: Corona-Fälle auf Transplantationsstation am UKE

Am Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf (UKE) wurden drei Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Darüber berichtet der NDR.

Die Betroffenen würden keine Symptome spüren. Besonders heikel: Sie stammen von der Transplantationsstation. Die wurde jetzt geschlossen und die drei Patienten auf die Covid-Station verlegt.

18.39 Uhr: Eilantrag gegen Sperrstunde erfolgreich – Kneipen bleiben trotzdem zu

In Hamburg hatte eine Betreiberin von drei Gaststätten einen Eilantrag gegen die Sperrstundenregelung eingelegt. Und das vorerst mit Erfolg. Nach Auffassung der zuständigen Kammer des Gerichts greift die Sperrstunde derzeit wohl unverhältnismäßig in die Berufsfreiheit der Antragstellerin ein.

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Die Sperrstundenregelung sei zwar geeignet dazu beizutragen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Sie sei jedoch mit Blick auf den zu erwartenden Nutzen und die gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf eine Vielzahl von sich regelkonform verhaltenden Betreibern von Gaststätten weder erforderlich noch angemessen.

Mit der pauschalen Festsetzung einer Sperrstunde für sämtliche Arten von Gaststätten aufgrund der Annahme einer generellen Gefahrgeneigtheit von Gaststätten genüge die Stadt nicht der Verpflichtung zu einer differenzierten Risikoeinschätzung, teilte das Gericht mit.

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Gegen die Entscheidung hatte die Freie und Hansestadt Hamburg Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht erhoben. Dieses hat jetzt entschieden, dass es bis zu einer Entscheidung über die Beschwerde bei der Sperrstundenregelung der Rechtsverordnung bleibt und die Antragstellerin das Öffnungsverbot zu beachten hat.

Die Gaststättenbetreiberin darf also vorerst noch nicht wieder länger als 23 Uhr öffnen, bestätigte der Sprecher der Verwaltungsgerichte, Jan Stemplewitz, am Donnerstagabend auf Nachfrage von MOIN.DE. Das gilt auch für alle anderen Gastronomen und Barbetreiber.

15.42 Uhr: Präsident vom Hamburger Fußball-Verband findet Regeln schwer vermittelbar

Nach der bundesweiten Aussetzung des kompletten Spielbetriebs in den unteren Spielklassen im November steht nicht nur die Saison vielerorts auf der Kippe, sondern auch die Existenz von Vereinen.

Die Auswirkungen können dramatisch sein und sind in ihrem ganzen Ausmaß derzeit noch gar nicht abzuschätzen. DFB-Vizepräsident Rainer Koch erwartet „weitreichende Folgen“ und beklagte, dass „Vereine und Verbände jetzt wiederholt vor extremen Herausforderungen stehen, wenn wir daran denken, dass Mitglieder fernbleiben müssen, sich womöglich ganz abwenden oder Kinder erst gar keinen Zugang mehr zum Fußball im Verein finden“. Dies dürfe nicht zu einem Dauerzustand werden, forderte der 61-Jährige.

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Für den Präsidenten des Hamburger Fußball-Verbandes, Dirk Fischer, ist es „schwer vermittelbar, dass Kinder und Jugendliche in der Schule zusammensitzen und dann draußen an frischer Luft keinen Sport zusammen treiben dürfen“.

Nachdem bereits die Saison 2019/20 im Amateurbereich wegen der Corona-Krise abgebrochen werden musste, gerät nun auch die aktuelle Spielzeit durch die unfreiwillige Pause zunehmend in Gefahr. Denn der Terminplan in den wegen der in der Vorsaison zumeist ausgesetzten Abstiegsregelung aufgestockten Ligen ist ohnehin schon straff. Und schon zuvor gab es wegen Corona etliche Spielausfälle.

13.08 Uhr: Erneuter Anstieg an Infektionen

Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Donnerstag um 390 Fälle erhöht - nach 404 Fällen am Vortag. Der Sieben-Tage-Wert kletterte am Donnerstag nach Angaben der Behörde auf 119,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Mittwoch hatte der Wert bei 113,2 gelegen.

12.32 Uhr: Miniatur Wunderland-Chef mit klarer Ansage zu Corona-Maßnahmen

Die Betreiber des Miniatur Wunderlands in Hamburg unterstützen nach eigener Aussage die neuen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu 100 Prozent. Sie hätten in ihren Kalkulationen ohnehin immer damit gerechnet, dass es weitere Maßnahmen oder einen Lockdown gebe, sagte Geschäftsführer Frederik Braun der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Das Miniatur Wunderland beträfen die Maßnahmen massiv, da es am Montag für vier Wochen schließen müsse. Aber die Politik habe „zu 100 Prozent richtig entschieden“. Er sei ein absoluter Befürworter der Maßnahmen im Kampf gegen Corona. „Finanziell ist es doof, aber wir finden es großartig, dass die Regierung hilft.“

Das Miniatur Wunderland mit seiner riesigen Modelleisenbahn gehört zu den größten Publikumsmagneten in Hamburg. Seit der Wiedereröffnung im Mai konnten wegen der Corona-Abstandsregeln nur ein Viertel der Besucher wie sonst üblich die Modelleisenbahn besichtigen. In den Sommerferien 2019 waren es etwa an Spitzentagen rund 6000 Besucher am Tag.

07.21 Uhr: Warnung vor einer Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen

Die starke Zunahme der Corona-Infektionen ist nach Ansicht des Leiters der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Stefan Kluge (52), „absolut besorgniserregend“.

„Wir müssen diesen Trend stoppen, die Politik muss handeln. Uns bleibt keine andere Wahl“, sagte der Klinikdirektor mit Blick auf die neuen Kontaktbeschränkungen. Kluge warnte vor einer Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen. In Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen seien einige Kliniken schon gut mit Covid-19-Patienten belegt, andere Erkrankte würden bereits verdrängt. Eine Reihe von Krankenhaus-Mitarbeitern habe sich infiziert.

Ein Blick auf die derzeit nur langsam steigende Zahl der Todesopfer tauge nicht zur Einschätzung der aktuellen Lage. „Wir müssen auf die Zahl der Intensivpatienten gucken. Dann wissen wir, wohin die Reise geht“, sagte Kluge, der Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde ist. Derzeit gehe die Kurve steil nach oben.

Es dauere im Schnitt zehn Tage, bis Patienten mit Symptomen auf die Intensivstation verlegt werden müssten. Die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation bei beatmeten Patienten beträgt nach Angaben von Kluge zwei bis drei Wochen, Todesfälle träten meistens erst im Verlauf auf. Das bedeute, dass sich die Zahl der Neuinfektionen erst mit einer Verzögerung von drei bis vier Wochen auf die Zahl der Todesfälle auswirke.

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Von den Infizierten müssten etwa fünf Prozent im Krankenhaus behandelt werden, zwei Prozent auf der Intensivstation. Über 70-Jährige hätten ein Todesrisiko von über 50 Prozent. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen in Deutschland liegt laut Kluge bei 79 Jahren.

Mittwoch, 28. Oktober

22.15 Uhr: Die neuen Einschränkungen im Überblick

Ab kommendem Montag (2. November) gibt es also wieder harte Einschränkungen. Bei einer Videokonferenz vereinbarten die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch scharfe Beschränkungen des öffentlichen Lebens ähnlich wie im Frühjahr.

  • Restaurants und Kneipen sollen wieder schließen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios oder Kinos.
  • Veranstaltungen werden gestrichen und Zuschauer in der Bundesliga wieder verboten.
  • Offen bleiben sollen Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden.

Die ebenfalls beschlossenen Kontaktbeschränkungen gelten in Hamburg bereits seit Montag:

  • Im privaten Bereich, auf der Straße und in der Gastronomie dürfen sich nur noch maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen.
  • Ausnahmen bei der Zahl der Haushalte gibt es nur für sogenannte Patchworkfamilien und für Kinder unter zwölf Jahren.

16.25 Uhr: Tschentscher schwört Hamburger ein

Angesichts weiter massiv steigender Corona-Zahlen hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher die Bevölkerung auf weitere harte Einschränkungen eingeschworen. „Es wird darum gehen, die aktuell viel zu hohe Infektionsdynamik durch einen zeitlich begrenzten, aber harten Einschnitt abzubremsen“, sagte der SPD-Politiker in einer Regierungserklärung.

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So wollen Bund und Länder unter anderem Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. Theater, Opern oder Konzerthäuser sollen vom 2. November an bis Ende des Monats schließen, gleiches gilt für Gaststätten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten.

Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden. Tschentscher kündigte an, sich für ein möglichst einheitliches Vorgehen einzusetzen, „denn es muss für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Klarheit geben, worauf es jetzt ankommt“.

12.14 Uhr: Erschreckend viele Neuinfektionen

Während der Senat gestern bereits mit 300 neuen Ansteckungen eine hohe Zahl meldete, wird diese heute mit 404 neuen Fällen noch überboten. Statt wie gestern 28 Menschen, liegen heute 34 Menschen wegen einer Corona-Infektion auf der Intensivstation.

Damit steigt der Sieben-Tage-Inzidenzwert für Hamburg auf 113,2.

9.38 Uhr: Corona sorgt für weniger Hochzeiten

Heiraten unter Corona-Beschränkungen? Darauf haben die Hamburger offenbar keine Lust. Im Jahr 2020 schlossen deutlich weniger Hanseaten den Bund fürs Leben.

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Wie die „Bild“ berichtet, ließen sich bis Mitte Oktober in Hamburg 4054 Paare trauen lassen. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 730 Trauungen mehr – ein Minus von 15,26 Prozent. Ein Sprecher des Bezirksamts Altona sagt: „Es ist festzustellen, dass trotz der Corona-Pandemie der Wunsch zu heiraten weiterhin groß ist.“ Die Pandemie habe aber in zahlreichen Fällen dazu geführt, dass Trauungen verschoben wurden.

Dienstag, 27. Oktober

19.30 Uhr: Corona-Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft

In einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Rahlstedt sind nach einem Corona-Ausbruch bislang 70 Bewohner positiv getestet worden. Insgesamt seien 277 Bewohner des Ankunftszentrums untersucht worden, teilte die Innenbehörde am Dienstag mit. Die Tests waren den Angaben zufolge veranlasst worden, nachdem mehrere Personen erkrankt waren.

Da die Flüchtlinge alle bei ihrer Ankunft getestet worden seien, sei davon auszugehen, dass sie sich während ihrer Zeit in Hamburg angesteckt haben müssen, hieß es weiter. Zum Schutz sei präventiv eine Quarantäne angeordnet worden.

Bewohner, bei denen eine Infektion festgestellt wurde, wurden laut Behörde umgehend isoliert und zum bereits im Frühjahr eingerichteten Quarantäne-Standort Neuer Höltigbaum verlegt. Dies betreffe auch Kontaktpersonen mit höherem Infektionsrisiko.

Kritik kam von Carola Ensslen, flüchtlingspolitischer Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion. Der Senat handele daher grob fahrlässig, wenn er sämtliche Forderungen nach einer entzerrten Belegung in den Unterkünften ignoriere, sagte sie. „Der Corona-Ausbruch in Rahlstedt ist das Resultat dieser Ignoranz.“ Geflüchtete müssten entweder einzeln oder nur in Familien untergebracht werden.

16.32 Uhr: Senat sichert Hilfen zu

Aufgrund der sich zuspitzenden Lage in Hamburg sagte der rot-grüne Senat am Dienstag weitere Hilfen für Wirtschaft und Gesellschaft zu.

Hamburg habe zu Beginn der Pandemie im März mit einem umfassenden Corona-Schutzschirm auf die Krise reagiert, erklärten die Senatoren Andreas Dressel (Finanzen/SPD), Michael Westhagemann (Wirtschaft/parteilos) und Carsten Brosda (Kultur/SPD).

„Und heute sagen wir angesichts der ernsten Lage zu: Unser Schutzschirm bleibt aufgespannt.“ Der vom Senat vergangene Woche vorgelegte Haushalt mit geplanten Corona-Notkrediten in Höhe von drei Milliarden Euro schaffe den notwendigen Rahmen.

An Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder in einer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen.

14.29 Uhr: Absage von Weihnachtsmärkten möglich

Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Pandemie hält Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) eine Absage der Weihnachtsmärkte in der Hansestadt für möglich. „Ehrlicherweise muss man im Moment sagen, bei dem Infektionsverlauf, den wir haben, werden wir vielleicht auch darum nicht umhinkommen“, sagte Westhagemann am Dienstag.

Der Senat schaue sich die Entwicklung der Infektionen an, beachte aber auch das Vorgehen anderer Städte. Der Christkindlesmarkt in Nürnberg und die Weihnachtsmärkte in Lübeck seien bereits abgesagt worden.

Auch in Hamburg wurde der Weihnachtsmarkt an der Apostelkirche in Hamburg-Eimsbüttel schon abgesagt

Am Freitag werde der Senat wieder zu einer Sondersitzung zusammenkommen, sagte Westhagemann. Dabei werde es um die Beschlüsse der für Mittwoch geplanten Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gehen, aber auch um die Weihnachtsmärkte.

13.21 Uhr: HVV cancelt Gratis-Fahrten

Ursprünglich sollte unter anderem das Bus- und Bahnfahren im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) an allen Samstagen im November kostenlos sein – wegen Corona wird das wohl nichts. Grund dafür ist die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen, wie ein Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

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Die Hamburger seien dieser Tage dazu aufgerufen, Kontakte zu reduzieren, sowie auf nicht zwingend notwendige Wege zu verzichten. Weder die Verkehrsbehörde noch der HVV halten demnach aktuell die kostenlose Nutzung des ÖPNV an ausgewählten Tagen für hilfreich.

Ziel der Aktion sei ursprünglich gewesen, die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weiterzugeben. An allen vier Samstagen im November sollte demnach das Angebot des HVV kostenfrei nutzbar sein. Davon hätte auch der Einzelhandel profitieren sollen, wie der Sprecher betonte. Nun soll die Aktionen den Angaben zufolge erst im nächsten Jahr stattfinden.

11.54 Uhr: Neue Infizierten-Zahl für Hamburg da

Der Hamburger Senat hat am Dienstag 300 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Tag zuvor waren es 339, am Sonntag 168.

Der Inzidenzwert ist damit erstmals dreistellig und steigt leicht auf 102,5 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

140 Menschen werden in Hamburg aktuell stationär behandelt und wie schon am Montag 30 intensivmedizinisch.

Montag, 26. Oktober

13.46 Uhr: Beliebter Weihnachtsmarkt fällt aus

Eine Entscheidung des Hamburger Senats über die Weihnachtsmärkte steht noch aus, wie Bürgermeister Peter Tschentscher kürzlich auf einer Landespressekonferenz mitteilte. Was aber feststeht, ist, dass der Winterdom ausfallen wird.

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Auch die Betreiber eines beliebten Weihnachtsmarktes verkündeten jetzt, dass er nicht stattfindet wird. Es handelt sich um jenen an der Apostelkirche in Hamburg-Eimsbüttel in der Nähe der Osterstraße.

„Fällt leider aus", ist auf der Facebook-Seite des Weihnachtsmarktes seit Montag zu lesen.

13.09 Uhr: Wieder viele Neu-Infektionen

Nachdem am Sonntag 168 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet wurden, sind es nun wieder deutlich mehr. Der Senat gab am Montag 339 Infektionen bekannt.

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Der Inzidenzwert liegt damit bei 97,5 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

105 Menschen werden in Hamburg aktuell stationär behandelt, 30 davon intensivmedizinisch.

9.46 Uhr: Neue Regeln treten in Kraft

Nun heißt es: Schluss mit lustig. Seit Montag sind die neuen Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Kraft.

Die wichtigste Änderung: es dürfen sich im privaten und im öffentlichen Raum nur noch höchstens zehn Personen aus zwei Haushalten treffen. Das gilt auch für die Gastronomie. Ausnahmen gibt es nur für Patchworkfamilien und für Kinder unter zwölf Jahren. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem droht ein Bußgeld.

Auch im Amateursport gibt es wieder Einschränkungen: Wie der Hamburger Fußballverband am Sonntagabend mitteilte, wird die laufende Saison unterbrochen.

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Für Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist ein erneuter Lockdown zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus abhängig von der Entwicklung der Fallzahlen. „Das hängt jetzt ab von den Zahlen in den nächsten Wochen“, sagte Tschentscher am Montag im ARD-„Morgenmagzin“.

Es habe leider in den vergangenen Wochen eine „sehr starke Dynamik“ gegeben „und das muss schon zum Stillstand kommen“. Die nun ergriffenen Maßnahmen wie die Sperrstunde in der Gastronomie seien gut. Nun müssten sich im öffentlichen und privaten Raum alle an die beschlossenen Corona-Regeln halten. „Denn dann kommen wir durch. Wir müssen in eine stabile, in eine Plateauphase kommen mit der Infektion.“

Sonntag, 25. Oktober

11.50 Uhr: Weniger Neuinfektionen als am Samstag

Am Sonntag hat die Gesundheitsbehörde 168 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 11.513 Menschen an Covid-19 erkrankt.

Dennoch steigt die Inzidenzwert leicht an. Lag dieser am Samstag noch bei 84,2, liegt er jetzt bei 84,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Unverändert bleibt die Zahl der Corona-Patienten. Diese liegt weiterhin bei 105 Menschen, die derzeit in Hamburger Krankenhäusern behandelt werden. Ebenfalls gleich bleibt die Zahl der gestorbenen Menschen (241).

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11.30 Uhr: In Pandemie-Zeiten wollen mehr Hamburger angeln

Zander, Hecht oder Karpfen: Während der Corona-Pandemie haben mehr Hamburger das Hobby Angeln für sich entdeckt. Es gebe dazu keine konkreten Zahlen, aber der Trend mache sich deutlich bemerkbar, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Vor der Pandemie war die Stadt von rund 120 000 Anglern ausgegangen. „Die Nachfrage nach sogenannten Ersatzprüfungsurkunden – für verloren gegangene Fischereischeine - hat sich in diesem Jahr verdoppelt“, berichtete der Sprecher weiter. Auch die Zahl der Prüfungstermine für den Angelschein habe bei weitem nicht ausgereicht und ergänzt werden müssen.

„Diese Entwicklung zeigt, dass auch in der Stadt die naturnahe Freizeitgestaltung an Bedeutung gewinnt“, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). „Insbesondere junge Menschen finden über das Angeln einen Zugang zur Natur und erleben die Begrenztheit von Ressourcen. Eine wertvolle und begrüßenswerte Erfahrung.“