Hamburg: Stadt ändert Impf-Strategie drastisch! Das könnte vor allem eines bewirken

Das Corona-Testzentrum in den Messehallen in Hamburg.
Das Corona-Testzentrum in den Messehallen in Hamburg.
Foto: imago images / Andre Lenthe

Das Coronavirus hat die Hamburg weiterhin fest im Griff. Der Inzidenzwert liegt immer noch deutlich über der 50er-Marke und eine Entspannung der Lage ist vorerst nicht in Sicht. Im Gegenteil: Hamburger Intensivstationen sind derzeit stark durch Corona-Patienten beansprucht.

Aktuell befindet Hamburg sich – wie der Rest des Landes – im harten Lockdown. Dieser ist bis Ende Januar verlängert worden.

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!
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News-Ticker: Corona in Hamburg aktuell

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Montag, 11. Januar

22.14 Uhr: Hamburg mit Strategiewechsel beim Impfen!

Hamburg hat nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung seine Impfstrategie geändert: Die zweite Dosis Impfstoff, die jeder Geimpfte nach einigen Wochen bekommen soll, wird nicht mehr aufgehoben, wie der KVH-Vorstandsvorsitzende Walter Plassmann am Montag im Hamburg 1 Fernsehen sagte. Dies sei bedauerlich. „Wenn wir dann Ende Januar mit der zweiten Impfung beginnen, müssen wir hoffen, dass wir bis dahin neuen Impfstoff erhalten haben.“

Nach einem Beschluss von Bund und Ländern sollten bis Mitte Februar alle 80-Jährigen in den Pflege- und Altenheimen geimpft werden, sagte Plassmann. „Das hat dazu geführt, dass wir in Hamburg unsere Impfstrategie deutlich überarbeiten mussten. Wir müssen jetzt mit Ausnahme der 500 Impfungen, die wir täglich im Impfzentrum durchführen können, alle anderen Dosen in den Heimen verimpfen.

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Hamburg hatte bislang Tausende Impfstoffdosen für die zweite Impfung zurückgehalten. Das ist ein Grund, weshalb bislang mit 12.695 Menschen erst relativ wenige geimpft wurden, obwohl sehr viel mehr Dosen an die Stadt geliefert wurden.

Werden die Tausenden zurückgehaltenen Dosen in nächster Zeit schnell verimpft, könnte das vor allem bewirken dass die Zahl der geimpften Personen in der Stadt stärker steigt. Bleibt zu hoffen aber, dass diese Menschen dann nach etwa drei Wochen auch ihre zweite Dosis bekommen und auch für die Ende Dezember und Anfang Januar geimpften Menschen noch genügend da ist. Lieferausfälle oder Engpässe wären fatal.

19.50 Uhr: Infektionszahlen steigen weiter an

Drei Tage nach Verhängung des verschärften Corona-Lockdowns gehen die Zahlen in Hamburg beunruhigenderweise weiter nach oben. Am Montag kamen 273 bestätigte Neuinfektionen hinzu. Das waren 62 neue Fälle mehr als am Sonntag und 141 mehr als am Montag vor einer Woche.

Wie die Gesundheitsbehörde ferner mitteilte, stieg die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen von 154,9 auf 162,3. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 126,1 gelegen. Ab 200 musst die Stadt über noch schärfere Maßnahmen beraten.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) starben in Hamburg bislang 820 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das waren 159 Corona-Tote mehr als vor einer Woche.

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Auf den Intensivstationen der Hamburger Kliniken wurden am Montag laut Online-Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 106 Corona-Patienten behandelt, von denen 67 invasiv beatmet werden mussten; 88 Intensivbetten waren den Angaben zufolge noch frei. Die Gesamtzahl der stationären Corona-Patienten gab die Gesundheitsbehörde mit 555 an, allerdings mit Stand Freitag. Aktuellere Zahlen lagen am Montag noch nicht vor.

Nach am Montag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts kamen seit Freitag mehr als 2.800 Geimpfte hinzu. Bis einschließlich Sonntag erfolgten in der Stadt demnach 12.695 Impfungen. Mit 6.397 wurden die meisten aufgrund einer beruflichen Indikation vorgenommen - also etwa beim medizinischen Personal der Krankenhäuser. 4312 Menschen wurden aufgrund ihres hohen Alter geimpft, bei 3361 handelte es sich um Pflegeheimbewohner.

Mit 6,9 Impfungen pro 1000 Einwohner rangiert Hamburg auf Platz zehn der Bundesländer. Spitzenreiter ist nach wie vor Mecklenburg-Vorpommern (15,6), Schlusslicht Sachsen (4,9).

Freitag, 8. Januar

20.55 Uhr: 10.000 Menschen in Hamburg bisher geimpft

In Hamburg haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bislang knapp 10 000 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Das seien etwa 1400 mehr als noch am Vortag, wie aus dem am Samstag veröffentlichten Daten hervorgeht. Trotzdem liegt die Zahl der Geimpften pro 1.000 Einwohner mit 5,4 unter dem Bundesdurchschnitt von 6,4.

19.06 Uhr: Neue Test-Bestimmungen für die Einreise aus Risikogebieten

Bei einer Einreise aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet nach Hamburg müssen sich Menschen seit Samstag verpflichtend testen lassen. Damit setzt die Hansestadt einen entsprechenden Bund-Länder-Beschluss von dieser Woche um, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte.

In dem Bund-Länder-Beschluss heißt es, dass der Pflicht mit einem Test maximal 48 Stunden vor Anreise oder unmittelbar nach Einreise nachgekommen werden könne. Laut Gesundheitsbehörde bleibt es unverändert bei der zehntägigen Quarantänepflicht, auch wenn ein erster Test negativ ist.

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Die Quarantäne könne frühestens nach fünf Tagen durch einen weiteren negativen Test beendet werden. Somit sind zwei Tests notwendig, um eine Quarantäne beenden zu können.

15.32 Uhr: Intensivstationen stark durch Corona-Patienten beansprucht

Die Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser sind durch viele Corona-Patienten stark beansprucht. Nur 71 Betten oder 12,6 Prozent der Gesamtkapazität von 564 Betten waren am Freitag noch frei, wie aus dem Online-Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervorging.

Weniger freie Betten hatten nur Berlin (10,9 Prozent) sowie Hessen (12,2) und Bayern (12,3). Der Anteil invasiv beatmeter Covid-19-Patienten lag in Hamburg mit knapp 68 Prozent am höchsten. Nach Angaben der Hamburger Gesundheitsbehörde lagen am Donnerstag 112 Corona-Kranke auf Intensivstationen.

Zwei der 24 verzeichneten Kliniken hatten den Angaben zufolge keine freien Kapazitäten mehr: die Asklepios Klinik Nord, Heidberg, und das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand. Ein Sprecher des Klinikkonzerns Asklepios bestätigte, dass alle 24 Intensivbetten der Heidberg-Klinik belegt sind. Allerdings seien nur vier der Patienten an Covid-19 erkrankt. Die übrigen hätten andere internistische Krankheiten oder seien Unfallopfer.

13.37 Uhr: 537 Neuinfektionen in Hamburg

Die Hamburger Gesundheitsbehörde meldet am Freitag 537 neue bestätigte Corona-Fälle. 566 Personen werden mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt, 112 davon auf einer Intensivstation. Die Zahl der Toten ist laut Robert Koch-Institut im Vergleich zum Vortag um 38 auf 763 gestiegen.

Zur Zeit liegt die Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner bei 149,1 Neuinfektionen.

Donnerstag, 7. Januar

20.37 Uhr: Beim Impfen kommt Hamburg vergleichsweise langsam voran

Beim Impfen kommt die Stadt zwar voran, liegt im Bundesvergleich aber weiter im letzten Drittel, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Demnach wurden bisher insgesamt 7079 Impfungen verabreicht, davon zuletzt 1178 allein am Mittwoch; pro 1000 Einwohner sind das 3,8 Impfungen - das bundesweit fünftschlechteste Ergebnis.

Zum Vergleich: Die beiden anderen Stadtstaaten Berlin und Bremen kommen auf 6,6 beziehungsweise 5,6 Impfungen pro 1000 Einwohner. Spitzenreiter ist Mecklenburg-Vorpommern mit 13,5, Schlusslicht Thüringen mit 2,5 hinter Niedersachsen mit 2,8. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 5,0.

Die mit 3561 meisten Impfungen erfolgten in Hamburg aus beruflichen Gründen, also etwa bei Ärzten, medizinischem und Pflegepersonal. 2415 Menschen wurden aufgrund ihres hohen Alters geimpft. Derzeit sind alle über 80-jährigen Hamburgerinnen und Hamburger aufgerufen, sich impfen zu lassen.

19.43 Uhr: Hamburger müssen Kontakte weiter einschränken

Die Hamburgerinnen und Hamburger müssen schon an diesem Freitag ihre Kontakte weiter einschränken - deutlich vor ihren Nachbarn in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die neue Corona-Verordnung der Stadt sollte um Mitternacht in Kraft treten, wie der Senat am Donnerstag mitteilte.

Neben einer Verlängerung des bestehenden Lockdowns bis Ende Januar sieht die neue Hamburger Verordnung auch schärfere Kontaktbeschränkungen vor. So dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt. Für Kinder gibt es anders als bisher keine Ausnahme mehr.

12.21 Uhr: 433 Neuinfektionen in Hamburg

Seit gestern sind 433 neue Corona-Infektionen in der Hansestadt bestätigt worden. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie somit 39.592 Menschen angesteckt. Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 137,5.

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592 Menschen mit einer Covid-Infektion werden aktuell in den Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 110 auf der Intensivstation. Die Anzahl der Todesfälle beträgt 725 Menschen.

9.16 Uhr: Senat ruft zu Homeoffice auf

„Jedes Unternehmen sollte sich jetzt fragen, was sein Beitrag sein kann, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen“, sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann am Mittwoch. Heißt konkret: Betriebe sollen möglichst auf Homeoffice umsteigen.

Kontakte müssen auch im Berufsleben auf ein Minimum reduziert werden sagte die Grünen-Landesvorsitzende Anna Gallina. „Lassen Sie die Beschäftigten aus dem Homeoffice heraus arbeiten und bringen Sie ihnen auch das dafür notwendige Vertrauen entgegen“, fordert sie.

Mittwoch, 6. Januar

15.40 Uhr: Bürgermeister verkündet Corona-Regeln ++ Viele an Weihnachten erwischt

Mit Spannung wurde erwartet, was der Hamburger Senat nach den Beratungen am Dienstag zwischen Bund und Ländern am Mittwoch beschließt. Vor allem eine Sache interessierte: Wird die Kontaktregel wirklich so streng wie vereinbart umgesetzt? Das würde bedeuten:

  • Treffen sind nur noch von einem Haushalt mit einer weiteren Person erlaubt. Die bislang geltenden Ausnahmen für Kinder im Alter bis zu 14 Jahren gibt es nicht mehr. Das heißt etwa, dass sich zwei Paare nicht mehr zum Essen verabreden können und zwei Kinder nicht ein weiteres Kind zuhause besuchen dürfen

Bürgermeister Peter Tschentscher verkündete dann am Mittwoch: so wird es kommen, voraussichtlich ab Freitag, den 8. Januar. Man solle möglichst keine Kontakte außerhalb des eigenen Haushaltes haben. Heißt: nach Wunsch des Bürgermeisters überhaupt niemanden treffen.

Dennoch: damit Menschen nicht sozial völlig isoliert sind, sind Treffen von einem Haushalt mit einer weiteren Person erlaubt. Ausnahmen für Kinder gibt es nicht mehr!

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Laut Peter Tschentscher spiegele sich das Infektionsverhalten an Weihnachten und Silvester erst zeitlich verzögert wieder. Und: „Virusmutationen können zu höheren Infektiosität beitragen“. In solch einer unklaren Lage müsse man konsequent vorgehen, deswegen die neuen Regeln.

Sollte Hamburg den Inzidenzwert von 200 erreichen, könnte auch in der Stadt die Regelung kommen, dass Einwohner nicht mehr weiter als 15 Kilometer über die Stadtgrenzen hinaus reisen dürfen. Festgelegt wird das in der aktuellen Verordnung aber noch nicht.

Sollte es so weit kommen, werde Hamburg mit den Nachbarländern sprechen, da die Regelung laut Tschentscher nicht für Großstädte gemacht sei, sondern eher für ländliche Gebiete. Man wolle alles versuchen, um nicht auf eine Inzidenz von 200 zu kommen.

Der Bürgermeister appellierte erneut, wann immer es geht, Kinder zu Hause zu betreuen. Auch wenn es Betreuungsmöglichkeiten in Schulen und Kitas gebe.

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Innensenator Andy Grote sagte, es gebe mittlerweile eine nicht unerhebliche Lockdown-Müdigkeit. Die Bereitschaft, sich an Regeln zu halten, lasse nach. Man beobachte ein gewisse Disziplinlosigkeit.

280 Verstöße an Weihnachtstagen in privaten Wohnungen habe es gegeben, weil zu viele Menschen zusammenkamen. Die Polizei war diesen wegen Hinweisen, zum Beispiel von Nachbarn, nachgegangen.

Dienstag, 5. Januar

22.02 Uhr: SO viele Menschen wurden bislang geimpft

Am Dienstag nahm das zentrale Impfzentrum in den Hamburger Messehallen den Betrieb auf. Der Andrang hielt sich noch stark in Grenzen. Beschäftigte der ambulanten Pflegedienste und über 80-Jährige, die zu Hause wohnen, sind aktuell aufgerufen, sich dort gegen Corona impfen zu lassen.

Wegen des noch knappen Impfstoffes können zunächst aber nur 500 Termine pro Tag vergeben werden. „Es ist mehr möglich. Bis zu 7000 Impfungen täglich können hier erfolgen“, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher. „Aber wie wir leider wissen, gibt es nicht genügend Impfstoff.“

Nun sei wichtig, „dass die Bundesregierung prüft, ob es noch weitere Möglichkeiten gibt, die Impfstoffversorgung deutlich zu verbessern“. Bislang wurden nach Behördenangaben nur etwa 4.700 Menschen in Hamburg geimpft.

10.000 Termine seien bereits vereinbart worden, berichtete Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard. Die Zahl der Impfungen könne jederzeit erhöht werden, „sobald wir sicher mehr Impfstoff regelhaft geliefert bekommen“.

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Zudem liefen die Impfungen von Bewohnern und Mitarbeitern in den Pflegeeinrichtungen und die des medizinischen Personals in den Krankenhäusern weiter. „Unsere Aufgabe ist im Moment, den Impfstoff, den wir haben, so gut wie möglich zu denen zu bekommen, die ihn am nötigsten brauchen.“

21.03 Uhr: Neue Corona-Regeln – das musst du jetzt unbedingt beachten

Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben die neuen Corona-Regeln beschlossen. Sobald der Hamburger Senat diese abgesegnet hat, gilt es deswegen bis mindestens zum 31. Januar zu beachten:

  • Treffen sind nur noch von einem Haushalt mit einer weiteren Person erlaubt. Die bislang geltenden Ausnahmen für Kinder im Alter bis zu 14 Jahren gibt es nicht mehr. Das heißt etwa, dass sich zwei Paare nicht mehr zum Essen verabreden können und zwei Kinder nicht ein weiteres Kind zuhause besuchen dürfen
  • Sollte die Hansestadt einen Inzidenzwert von 200 aufweisen, darf sich nur noch im Umkreis von 15 Kilometern um Hamburg bewegt werden (aktuell liegt der Wert laut Stadt bei 138,4, laut Robert-Koch-Institut, dessen Wert rechtlich verbindlich ist, bei 101,9)
  • Die Präsenzpflicht an Schulen bleibt bis zum 31. Januar ausgesetzt. Eltern können ihre Kinder aber weiterhin zur Schule schicken

„Es gibt keine Grundlage für Lockerungen. Im Gegenteil, wir müssen einige zusätzliche Maßnahmen ergreifen“, sagte Peter Tschentscher am Dienstag. Vereinbarte Bewegungseinschränkungen für Corona-Hotspots müssten in Hamburg vermieden werden.

Er hoffe, dass die 200er-Inzidenz nicht erreicht werde, betonte der Bürgermeister. Was ein solcher Wert für dich an deinem Wohnort bedeuten würde, kannst du >>> hier nachlesen.

„Wir müssen jetzt ganz besonders vorsichtig sein“, sagte Tschentscher, verwies aber auch darauf, dass die Zahlen nach den Feiertagen noch nicht wirklich aussagekräftig seien.

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15.41 Uhr: Präsenz in den Schulen höher als erwartet

Trotz coronabedingter Aufhebung der Präsenzpflicht ist in Hamburg zu Schulbeginn am Dienstag jedes fünfte Schulkind zur Grundschule gegangen.

„Aktuell nehmen 19,98 Prozent der Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht in Grundschulen, 6,43 Prozent in Stadtteilschulen, 14,37 Prozent in Sonderschulen und 3,02 Prozent in Gymnasien teil“, sagte Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde, der Deutschen Presse-Agentur. „Das sind erwartungsgemäß etwas höhere Anmeldezahlen als während der letzten Tage vor den Weihnachtsferien.“ Einen ähnlichen Effekt habe es auch im ersten Lockdown gegeben.

Auch die Hamburger Kitas waren zum Start ins neue Jahr vergleichsweise gut besucht. Wie Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) sagte, wird derzeit rund ein Drittel der Kinder dort betreut. In den Tagen vor Weihnachten seien es dagegen nur 20 Prozent gewesen.

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Für die Schulen war die ursprünglich bis zum 10. Januar beschlossene Aufhebung der Anwesenheitspflicht bereits um eine Woche verlängert worden. Zudem schloss der Senat nicht aus, dass es auch in den letzten beiden Januarwochen keinen regulären Präsenzunterricht geben wird. .

12.30 Uhr: Fast 700 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist binnen 24 Stunden um 697 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag mit (Stand: 11.50 Uhr). Es ist der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie in der Hansestadt. Am Montag waren nur 132 Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen nahm den Angaben zufolge im Vergleich zum Montag von 126,1 auf 138,4 zu. Vor einer Woche hatte dieser sogenannte Inzidenzwert bei 139,0 gelegen.

Die Gesamtzahl der Corona-Toten gab das Robert Koch-Instituts (RKI) am Dienstag mit 671 an, zehn mehr als am Sonntag. Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 38.580 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden am Montag nach Angaben der Gesundheitsbehörde 607 Corona-Patienten behandelt, das sind 38 mehr als am Sonntag. Auf Intensivstationen lagen 117 Corona-Patienten, einer mehr als am Sonntag.

7.40 Uhr: Impfzentrum geht in den Betrieb

Mit der Impfung von Beschäftigten der ambulanten Pflegedienste nimmt das Impfzentrum in den Hamburger Messehallen heute den Betrieb auf. Zunächst sollen rund 500 Termine pro Tag vergeben werden.

Nach den Mitarbeitern der ambulanten Pflegedienste sollen dort ab Mitte des Monats auch Hamburgerinnen und Hamburger im Alter von über 80 Jahren Schutzimpfungen erhalten. Das Impfzentrum ist modular aufgebaut und ermöglicht bei Volllast bis zu 7000 Schutzimpfungen pro Tag.

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Etwa 3000 Dosen würden in dieser Woche zudem an die Krankenhäuser zur Impfung des Personals geliefert, sagte ein Behördensprecher. Trotzdem beleibt die Lage weiter angespannt.

In einer Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten wird Bürgermeister Peter Tschentscher heute über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie beraten.

Alle Zeichen deuten darauf hin, dass der Lockdown verlängert wird – auch der Hamburger Senat spricht sich dafür aus. Für eine Lockerung sei man einfach noch zu weit von einer 50er Inzidenz entfernt, hieß es im Rathaus.