Hamburg: Corona-Zahlen zu Silvester wieder deutlich über 500 – dennoch sinkt die Inzidenz

Die Corona-Zahlen in Hamburg steigen auch zu Silvester wieder deutlich an (Symbolbild).
Die Corona-Zahlen in Hamburg steigen auch zu Silvester wieder deutlich an (Symbolbild).
Foto: imago images/Andre Lenthe

Der harte Corona-Lockdown in Hamburg wird noch mindestens bis zum 10. Januar andauern, vielleicht aber auch deutlich länger.

Alle aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen rund um das Coronavirus in Hamburg erfährst du hier in unserem Blog.

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News-Ticker: Corona in Hamburg aktuell

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Donnerstag, 31. Dezember

13.19 Uhr: 568 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Donnerstag um 568 gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde mit. Am Donnerstag vergangener Woche waren 16 neue Fälle mehr gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle bislang gab das RKI mit 632 an. Damit stieg sie seit Mittwoch um 18.

Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100 000 Einwohner – liegt den Angaben zufolge nunmehr bei 133,3. Am Donnerstag vor einer Woche hatte dieser Inzidenzwert noch bei 179,6 gelegen.

Insgesamt haben sich den Behördenangaben zufolge seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 36.989 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 26.700 als genesen.

In den Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Mittwoch 561 Corona-Patienten behandelt und damit 17 mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen lagen 113 Corona-Patienten – fünf mehr als am Dienstag.

Mittwoch, 30. Dezember

9.56 Uhr: Kritik von der CDU an Ties Rabe

Schulsenator Ties Rabe (SPD) predigte es in den letzten Monaten immer wieder: die Schulen seien sichere Orte und keine Treiber der Pandemie (MOIN.DE berichtete). Eine Studie, die kürzlich publik wurde, brachte allerdings einen anderen Verdacht zutage.

Denn eine Untersuchung des Heinrich-Pette-Instituts und des UKE an einer Schule in Hamburg hatte ergeben, dass dort eine infizierte Person zum Superspreader wurde und fast 40 andere infizierte. Und das wohl größtenteils nicht auf dem Weg vor oder nach der Schule, wo oft größere Gruppen unterwegs sind, sondern sogar innerhalb dieser.

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Aus der Opposition muss der Schulsenator sich nun dementsprechend Kritik anhören. „Schulen seien sichere Orte – diese Behauptung von Schulsenator Rabe hat sich mittlerweile in Luft aufgelöst", meint CDU-Politiker Dennis Thering.

Die Hamburger Christdemokraten kündigten am Mittwoch an, eine Sondersitzung des Schulausschusses zu beantragen. „Senator Rabe muss jetzt umgehend aufklären, seit wann er die Ergebnisse der Untersuchung kennt und warum er diese Ergebnisse gegenüber der Öffentlichkeit und der Bürgerschaft zurückgehalten hat“, erklärte Thering. Ähnliches hatten zuvor bereits die Linken verlangt und eine Kleine Anfrage an den Senat gestellt.

Unterdessen wurden die Schulferien kürzlich bis mindestens zum 17. Januar verlängert. Eltern können in Hamburg aber ihre Kinder zur Schule schicken, wenn sie zu Hause keine Betreuungsmöglichkeit haben.

Dienstag, 29. Dezember

17.15 Uhr: Schüler haben länger Ferien

Die meisten Hamburger Schüler bleiben nach den Weihnachtsferien länger zu Hause. Die Anwesenheitspflicht in den Hamburger Schulen wird wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 17. Januar aufgehoben. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Damit gelte weiterhin ein eingeschränkter Schulbetrieb. Bisher galt die Regel bis zum 10. Januar.

Darüber hinaus geht der Senat davon aus, dass auch in den letzten beiden Januarwochen kein regulärer Präsenzunterricht in allen Klassenstufen stattfinden kann. Die endgültige Entscheidung darüber werde der Senat nach Abstimmung mit den anderen Bundesländern sowie unter Berücksichtigung der Infektionslage im Januar treffen.

13.15 Uhr: Vorerst noch keine Terminvergabe für Corona-Schutzimpfung

Anders als im Nachbarland Schleswig-Holstein können Hamburgs Bürger noch keine Termine für eine Corona-Schutzimpfung vereinbaren. Derzeit würden nur Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen geimpft, teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag mit. Danach folgten weitere Einrichtungen, Tätigkeitsbereiche und Berufsgruppen. Eigene Terminvereinbarungen seien deshalb noch nicht möglich.

12.30 Uhr: Zahlen steigen wieder deutlich

Nach den moderaten Zahlen der vergangenen Tage ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Hamburg am Dienstag sprunghaft um 462 gestiegen. Am Montag waren noch 153 Neuinfektionen gemeldet worden. Wegen der Weihnachtsfeiertage wurden offenbar weniger Fälle gemeldet, als es tatsächlich gab.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen sank nach Angaben der Gesundheitsbehörde im Vergleich zum Vortag von 145,3 auf 139,0. Die Zahl der Toten in der Corona-Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg um 9 auf 598.

Montag, 28. Dezember

12.50 Uhr: Deutlich weniger Neuinfektionen – auch Inzidenzwert sinkt

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Montag um 153 gestiegen. Das sind 68 Neuinfektionen weniger als am Vortag und 148 weniger als am Montag vor einer Woche.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen sank nach Angaben der Gesundheitsbehörde im Vergleich zum Vortag von 153,1 auf 145,3. Vor einer Woche hatte dieser sogenannte Inzidenzwert bei 158,8 gelegen.

11.18 Uhr: Fluggäste aus England nicht mit Corona-Mutation infiziert

Laut der Hamburger Gesundheitsbehörde haben die aus England eingereisten Fluggäste nicht die neue Corona-Mutation mitgebracht. Sieben Fluggäste waren am 20. Dezember in der Hansestadt gelandet und danach positiv getestet worden.

Die neue Corona-Variante steht im Verdacht besonders ansteckend zu sein.

10.05 Uhr: Impfungen in Pflegeheimen werden fortgesetzt

Nach dem gelungenen Start gestern setzen die Impfteams ihre Arbeit in den Hamburger Pflegeheimen wie geplant fort. Heute sollen weitere etwa 500 Bewohner und Mitarbeiter des Hospitals zum Heiligen Geist im Stadtteil Poppenbüttel mit der ersten Impfung gegen das Coronavirus versorgt werden.

Zudem werden Pflegende und Mitarbeiter in einer Einrichtung in Barmbek geimpft, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte. Die 84-jährige Bewohnerin Karin Sievers bekam am Sonntag die erste Impfdosis in der Hansestadt.

Sonntag, 27. Dezember

11.17 Uhr: Erste Pflegeheim-Bewohner bekommen Impfung

Die ersten Menschen in Hamburg sind am Sonntag gegen das Coronavirus geimpft worden. Im Hospital zum Heiligen Geist in Hamburg-Poppenbüttel bekam dabei die 84-jährige Bewohnerin Karin Sievers die erste Impfdosis.

Insgesamt sollten am Sonntag rund 500 Menschen – sowohl Pflegeheimbewohner als auch Mitarbeiter – jeweils eine Spritze gegen das Virus verabreicht bekommen.

9.22 Uhr: Corona-Schutzimpfungen in Hamburg starten

Am heutigen Sonntag beginnen mit der Verabreichung der ersten Impfdosen an die Bewohnerinnen und Bewohner und an die Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen in Hamburg die Impfungen. Die ersten rund 9.750 Impfdosen sind am Samstag in der Hansestadt angekommen. Am Montag sollte eine weitere Tranche mit 4.875 Einheiten folgen.

Bürgermeister Peter Tschentscher und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (beide SPD) wollen um 11 Uhr die Impfungen im Hospital zum Heiligen Geist in Hamburg-Poppenbüttel begleiten. Dort wird ein mobiles Impf-Team drei Tage lang in der Einrichtung tätig sein.

Die Impfungen werden in der ersten Phase, in der durch das Virus besonders gefährdete Menschen Schutz erhalten sollen. Anfang des Jahres soll auch das Impfzentrum in den Messehallen schrittweise seine Arbeit aufnehmen. Ein erster Testlauf unter Realbedingungen ist dort am Dienstag geplant. Unter Volllast sollen in dem modular aufgebauten Impfzentrum bis zu 7000 Menschen pro Tag geimpft werden können.

Bürgermeister Tschentscher sieht in den Impfungen den Wendepunkt im Kampf gegen Corona. „Damit ist es realistisch, dass wir uns endgültig vor dem Coronavirus schützen und die Pandemie überwinden können“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Samstag, 26. Dezember

13.40 Uhr: Impfstoff erreicht Hamburg

Wie ein Sprecher des Lagedienstes der Hamburger Polizei bestätigt, seien die ersten Dosen Corona-Impfstoff am Samstag in der Hansestadt angekommen. Sie werden nun an einem geheimen Ort gelagert.

Am Sonntag sollen dann die ersten Impfungen starten. Nach Angaben des Senats werden mobile Teams als erstes die Bewohner und das Personal der Pflegeeinrichtung „Hospital zum Heiligen Geist“ in Poppenbüttel impfen.

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Nach Planungsunterlagen von Biontech, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, sollte Hamburg in einer ersten Tranche 9.750 Impfdosen erhalten. Am Montag sollte eine weitere Tranche mit 4.875 Einheiten folgen.

Bis Ende des Jahres soll die Hansestadt über rund 29.500 Impfdosen verfügen. Danach werden laut Plan wöchentlich 14.625 Einheiten geliefert. Die Gesundheitsbehörde rechnet allein für die vorrangige Impfung der Bewohner und des Personals der Pflegeeinrichtungen mit einem Bedarf von rund 30.000 Anwendungen.

9.28 Uhr: Corona in der Harburger Erstaufnahme für Geflüchtete

Nach ersten Erkenntnissen sind in der Zentralen Erstaufnahme für Geflüchtete in Harburg 48 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Am Nachmittag des ersten Weihnachtstages begann die Feuerwehr, Familien und Kranke zu isolieren. Sie sind im Pendelverkehr zum Quarantänestandort „Neuer Höltigbaum“ im Stadtteil Rahlstedt gebracht worden.

Dort sollen sie in Familien aufgeteilt isoliert werden. 14 Kontaktpersonen sind zusätzlich unter Quarantäne gestellt worden.

Freitag, 25. Dezember

12.11 Uhr: Vermutlich mehr Tiere ausgesetzt wegen Corona

Ob Geckos, Eichhörnchen, Fische, Katzen, Ponys, Schildkröten, Eulen oder Hunde – das Hamburger Tierheim hat in diesem Jahr rund 10.000 neue Tiere aufgenommen. Das sind rund 300 mehr als im Vorjahr, wie Tierheimsprecher Sven Fraaß sagte.

Dabei habe vor allem die ohnehin hohe Zahl der aufgenommenen Wildtiere noch weiter zugenommen. 6.080 wilde Tiere wie Füchse, Krähen, Eulen, Igel, Schwäne und Steinmarder wurden 2020 in Deutschlands zweitgrößtes Tierheim gebracht. Das waren 522 mehr als 2019.

„Das ist einerseits darauf zurückzuführen, dass auch durch die Lockdowns und die damit verbundene Ruhe vor allem im Frühjahr mehr Wildtiere die Stadt eroberten – und dann auch teilweise verunglücken.“

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Dass sich mehr Menschen aufgrund von Corona in diesem Jahr ein Haustier angeschafft haben, davon zeugten die verstärkten Aussetzungen. So waren in diesem Jahr 1.530 mutmaßlich ausgesetzte Fundtiere nicht wieder abgeholt worden. Im Jahr zuvor waren es gut 270 weniger.

„Da liegt die Vermutung schon nahe, dass es Tiere sind, die aus Corona-Langeweile und -Einsamkeit übers Internet gekauft – und dann ausgesetzt wurden, weil die Zeit plötzlich fehlte oder die Arbeit doch zu viel wurde, die Anschaffung also nicht durchdacht war“, so Fraaß.

Donnerstag, 24. Dezember

15.15 Uhr: Tschentscher sieht durch Impfbeginn Wendepunkt erreicht

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hofft auf eine schnelle Durchimpfung der Bevölkerung in der Corona-Pandemie. Mit den am Sonntag auch in Hamburg beginnenden Corona-Schutzimpfungen sei ein Wendepunkt erreicht, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Wie lange es dauere, bis es eine ausreichende Impfquote gebe, hänge auch davon ab, ob weitere Impfstoffe zugelassen würden, die einfacher in Lagerung und Handhabung seien. „Dann kann es deutlich schneller gehen mit dem Erreichen der nötigen Quote.“

Das Biontech/Pfizer-Vakzin muss bei minus 70 Grad Celsius gelagert werden, was die Handhabung erschwert.

Bis Ende des Jahres sollen nach Unternehmensangaben in drei Tranchen insgesamt 29.500 Impfdosen nach Hamburg geliefert werden. „Wir stellen sicher, dass der Impfstoff, den wir erhalten, auch unmittelbar eingesetzt wird, um die Menschen vor Corona zu schützen“, sagte der Bürgermeister.

12.21 Uhr: Inzidenzwert steigt weiter

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist an Heiligabend um 584 gestiegen. Das sind 22 Neuinfektionen mehr als am Vortag und 99 mehr als am Donnerstag vor einer Woche.

Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörde im Vergleich zum Vortag von 174,3 auf 179,6. Vor einer Woche hatte dieser sogenannte Inzidenzwert bei 150,8 gelegen. Die Zahl der Toten in der Corona-Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg um zehn auf 571 - 71 mehr als vor einer Woche.

9.20 Uhr: SO feiern die Kirchen heute und SO kannst du dabei sein

Überfüllte Kirchen wird es diese Weihnachten im Norden nicht geben, obwohl sie oft „ausgebucht“ sind. Die Corona-Pandemie zwingt zur Vorsicht: Reservierungen, Mindestabstand, Hygienekonzepte, Besucherbeschränkungen.

In den Hamburger Michel dürfen statt 2000 nur 200 Menschen pro Gottesdienst, in den katholischen Mariendom in Hamburg nur maximal etwa 90 statt 500. Gesungen werden darf drinnen nicht, bestenfalls draußen.

Mund und Nase müssen während des gesamten Gottesdienstes bedeckt sein, auch im Freien. „Manchen Menschen, vor allem Älteren, macht das zu schaffen“, sagt Alexander Röder, Hauptpastor von St. Michaelis in Hamburg. Aber trotz allem: „Weihnachten findet statt“, betont der Sprecher der Nordkirche, Michael Birgden.

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Neben Präsenz-Gottesdiensten gehören seit langem Fernsehübertragungen dazu. Das NDR Fernsehen überträgt Heiligabend (14.30 Uhr) einen Gottesdienst aus Hamburg-Lohbrügge. Das „Hamburger Abendblatt“ streamt live um 16.30 Uhr die Christvesper aus dem Hamburger Michel mit Hauptpastor Röder.

Am Hamburger Michel ist die Christmette um 23.00 Uhr auf dem Kirchplatz draußen mit Bischöfin Kerstin Fehrs ein Höhepunkt. Dort darf unter Masken mitgesungen werden, und es gibt einen Posaunenchor, wie Röder erzählt.

Mittwoch, 23. Dezember

20.30 Uhr: Peter Tschentscher an Weihnachten fast allein zu Hause

Für mitreißende Reden war Peter Tschentscher noch nie bekannt. So fällt auch seine Weihnachts-Ansprache eher nüchtern aus. Was aber auch kein Wunder ist, steht sie doch im Zeichen von Corona.

„Ich bin sicher, unsere Stadt wird nach Corona wieder so aussehen, wie wir sie kennen: lebendig, wirtschaftlich stark, eine vielfältige Kulturlandschaft, Clubs, Restaurants, jeden Tag Veranstaltungen mit vielen persönlichen und interessanten Begegnungen“, sagte der Bürgermeister.

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Allerdings machte er keine Hoffnungen darauf, dass man bald wieder zur Normalität zurückkehren könne. „Bis es soweit ist, dass alle eine Impfung erhalten und wir die Pandemie damit endgültig überwinden können, wird es noch eine Weile dauern.“

Er bittet die Bürger weiterhin, sich an die Regeln zu halten und die Kontakte zu reduzieren. Auch an Weihnachten, wo Peter Tschentscher anscheinend mit gutem Beispiel vorangehen will: „Meine Frau und ich werden zum ersten Mal seit vielen Jahren die Weihnachtstage zu Hause verbringen – ohne Besuch, aber in der frohen, festlichen Stimmung, die mit der christlichen Weihnachtsbotschaft verbunden ist.“

Theoretisch wäre es dem Bürgermeister und seiner Frau nach den geltenden Regeln erlaubt, auch noch vier weitere Personen aus der Familie zu empfangen.

16.08 Uhr: Impfung in Hamburg startet am Sonntag

Die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus in Hamburg rücken in greifbare Nähe. Nach Planungen des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer soll die Hansestadt am Samstag erste Impfdosen erhalten. Am Sonntag sollen dann die Impfungen beginnen.

Nach Angaben des Senats vom Mittwoch werden mobile Teams als erstes die Bewohner und das Personal der Pflegeeinrichtung Hospital zum Heiligen Geist impfen. Zum Auftakt haben sich dort am Vormittag Bürgermeister Peter Tschentscher und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (beide SPD) angekündigt.

In seiner Weihnachtsansprache appellierte Tschentscher, über die Festtage Kontakte möglichst zu vermeiden. Am Mittwoch war die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen um 562 gestiegen.

Nach Planungsunterlagen von Biontech erhält Hamburg in einer ersten Tranche 9.750 Impfdosen. Am Montag folge dann eine weitere Tranche mit 4.875 Einheiten. Bis Ende des Jahres soll Hamburg über rund 29.500 Impfdosen verfügen. Danach werden laut Plan wöchentlich 14.625 Einheiten geliefert.

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Die Gesundheitsbehörde rechnet allein für die vorrangige Impfung der Bewohner und des Personals der Pflegeeinrichtungen mit einem Bedarf von rund 30.000 Anwendungen. Die konkreten Planungen von Biontech bestätigte sie zunächst nicht.

12 Uhr: Neue Infizierten-Zahlen da

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stagniert in Hamburg einen Tag vor Heiligabend auf dem höchsten Niveau seit Beginn der Corona-Pandemie.

Es gab 562 Neuinfektionen. Da am letzten Mittwoch ähnlich viele Fälle gemeldet wurden, bleibt der Inzidenzwert der Infektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner annähernd gleich bei 174,3 (Vortag 174,7).

524 Menschen in Hamburg werden stationär in Krankenhäusern behandelt, 100 davon auf Intensivstationen.