Hamburg: Der Anblick dieses Mannes auf der Straße ist schwer zu ertragen – Anwohner sind verzweifelt

Viele Anwohner in Hamburg-St. Georg würden dem Mann gerne helfen.
Viele Anwohner in Hamburg-St. Georg würden dem Mann gerne helfen.
Foto: imago images / Fotoarena

Bei offenbar jedem Wetter liegt ein offensichtlich obdachloser Mann in Hamburg an einer Straße auf einem großen Stück Pappkarton. Den Anwohnern an der Langen Reihe in St. Georg ist er durch seine Dauerpräsenz bestens bekannt. Sein Anblick macht einfach nur traurig und ist herzzerreißend.

„Ich empfinde es als unhaltbar, dass dieser Mann bei jedem Wetter auf dem Gehweg liegt und scheinbar darauf wartet, zu sterben“, schreibt ein Mann auf Facebook und sucht Hilfe. Er habe den Fall bereits der Sozialbehörde in Hamburg gemeldet. Dort habe man gesagt, dass der Wohnungslose bekannt sei und sehr häufig von Sozialarbeitern angesprochen werde. Dabei werde ihm Unterstützung angeboten.

Hamburg: Tragische Bilder von der Straße

Das Tragische laut des Verfassers des Beitrags: Er scheint diese Hilfe zu verweigern.

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„Was kann man mit ihm machen? Beim letzten Regen habe ich morgens um 9 Uhr dieses Bild gemacht, bei strömendem Regen liegt er da unter Kartons und einem Schirm“, fragt der Mann.

Hamburg: Viele haben Hilfe angeboten

Unter dem Beitrag melden sich viele Menschen zu Wort, die auch schon versucht haben wollen, dem Obdachlosen zu helfen.

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„Ich erinnere mich daran, dass wir (das Team vom Kältebus) ihn auch schon mehrfach in der Nacht angesprochen haben. Er hat jede Hilfe verweigert“, schreibt ein Mann. „Wir bringen ihm ab und zu Kaffee, Tee und ein Brötchen, mehr will er nicht annehmen“, erzählt ein anderer.

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Eine Frau vom Verein „Zwischenstopp Straße Obdachlosenhilfe Hamburg e.V.“ schreibt, dass der hilfsbedürftige Mann jeden Mittwoch zu ihr komme und sich Essen hole.

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Sie bedauert, dass Obdachlose – wie zu Zeiten des Lockdowns – nicht mehr in Hotels untergebracht werden können. Denn viele würden nicht gerne in die Obdachlosen-Unterkünfte gehen.

Hamburg: Mann starb ganz in der Nähe

Ein paar Menschen unter dem Beitrag fordern, den Mann in Ruhe zu lassen, da er nun mal keine Hilfe annehmen wolle. Doch damit kann sich der Verfasser des Beitrags überhaupt nicht zufriedengeben: „Joa so könnte man es sehen, wenn man die Augen zu macht!“.

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Er verweist auch auf den Tod des Obdachlosen Frank, der in diesem Monat in St. Georg starb. Der Fall wird mittlerweile von der Staatsanwaltschaft geprüft, weil Rettungskräfte und Polizei ihm möglicherweise hätten helfen müssen, ihn jedoch nicht als Notfall einschätzten, wie „Hinz & Kunzt“ berichtet.

Hamburg: Feste Unterkunft als Hoffnung

Immer wieder wird vom Beitrags-Verfasser und auch anderen Menschen das Hotel-Programm positiv erwähnt, das während des Corona-Lockdowns vielen Obdachlosen einen Neustart ermöglicht hat, da sie Ruhe, Schutz und Sicherheit in ihrer Unterkunft hatten.

Tobias ist einer davon, hier kannst du seine Geschichte lesen. Er hat MOIN.DE auch erzählt, wie er über die Hamburger denkt – vor allem ein Erlebnis wird er nie vergessen können >> (rg)