Hamburg: Dieses Wahrzeichen war mal das höchste Gebäude der Welt – heute kennt man es aus einem anderen Grund

Zahlreiche Kirchturmspitzen ragen in den Himmel über Hamburg.
Zahlreiche Kirchturmspitzen ragen in den Himmel über Hamburg.
Foto: imago images / Westend61

Kaum zu glauben: Hamburg hatte einmal das höchste Gebäude der Welt! 147 Meter hoch ist das Wahrzeichen der Hansestadt.

Mittlerweile ist das Gebäude in Hamburg längst überholt worden. Mit stattlichen 828 Metern führt der Burj Khalifa in Dubai die Rangliste an.

Hamburg: Der Kölner Dom war Vorbild

147 Meter: So hoch ist der Kirchturm von St. Nikolai. Als er 1874 fertiggestellt wurde, war Hamburg die Stadt mit dem höchsten Gebäude der Welt.

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„Die Kirche hatte nicht nur mit ihren imposanten Ausmaßen die Silhouette der Stadt verwandelt, sondern auch durch ihre verschwenderische Pracht, die nicht zufällig an den Kölner Dom erinnerte“, schreibt Jan Bürger in seinem gerade erschienenen Buch „Zwischen Himmel und Elbe. Eine Hamburger Kulturgeschichte“.

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„Denn genau diesen Dom hatte man im Sinn, als der Engländer George Gilbert Scott mit der Errichtung der Kathedrale beauftragt wurde“, so Bürger weiter. Mit der Aussicht auf ein hanseatisches Gegenstück zum Kölner Dom ließen sich Massen mobilisieren. Und das sei auch nötig gewesen. Ein Großteil der Baukosten sollte durch Spendengelder eingetrieben werden.

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Es dauerte nicht lange, da lief dem höchsten Kirchturm ein anderer den Rang ab.

Hamburg wurde abgelöst von einer französischen Stadt

Die Kathedrale von Rouen mit ihrem 151,5 Meter hohen Turm wurde 1877 fertiggestellt. Doch auch Rouen blieb nicht lange Spitzenreiter. Die Kirchtürme schossen in Europa in die Höhe zu dieser Zeit.

1880 wurden die beiden Türme des Kölner Doms fertiggestellt, beide je 157 Meter hoch. Das Vorbild für St. Nikolai hatte die Hamburger Kirche damit überholt.

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Hamburg: Nur der Turm blieb stehen

Heute führt ein gläserner Panoramalift auf den höchsten Kirchturm Hamburgs, hinauf zu einer Aussichtsplattform. Von der ehemaligen Kirche sind nur noch Ruinen übrig. Sie wurde während der Luftangriffe auf Hamburg 1943 zerstört.

Englische Bomber hatten den Turm aufgrund seiner Größe als Orientierungsmarke während der „Operation Gomorrha“ benutzt. Nur der Turm blieb stehen.

Heute ist die ehemalige Hauptkirche als Mahnmal St. Nikolai bekannt. Es wird von einer privaten Bürgerinitiative getragen und finanziert sich aus Eintrittsgeldern, Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

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In der Ruine erinnert ein Museum an Ursachen und Folgen des Luftkriegs in Europa. Der Förderkreis Mahnmal St. Nikolai stellt auf seiner Internetseite dazu die Fragen: „Was bedeutet Krieg damals wie heute für die Bevölkerung? Wie gehen wir mit der Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkrieges um?“

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Hamburg: Sendemasten, Kamine und Funktürme

Bis heute ist der Kirchturm der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai mit seinen 147 Metern das höchste Gebäude Hamburgs. Gebäude, so die Definition, dienen dem Aufenthalt von Menschen oder Tieren. In der Rangliste der Bauwerke steht der Kirchturm allerdings nur an 13. Stelle. Sendemasten, Kamine und Funktürme besetzen die Plätze vor ihm. Platz 1: Der UKW-Sendemast in Billwerder mit 304 Metern.

Da sind diese drei Wahrzeichen der Stadt zwar deutlich kleiner, aber auch deutlich schöner: Der Michel mit 132 Metern, das Rathaus mit 112 Metern und die Elbphilharmonie mit 110 Metern.