Hamburg: Warnung vor dieser Demonstration – „Gemeinsame Sache mit Islamisten"

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor anstehenden Demo in Hamburg
Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor anstehenden Demo in Hamburg
Foto: imago images/Horst Galuschka

In Hamburg soll es, trotz gegebener strengerer Abstandsregelungen, am Sonntagnachmittag zu einer Demonstration kommen.

Die Demo soll sich durch Hamburg von St. Georg aus zum Rathausmarkt ziehen. Experten haben jedoch bedenken.

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Hamburg: Hintergrund der Demonstration

Die geplante Protestaktion ist gegen den französischen Präsidenten, Emmanuel Macron, gerichtet. Dieser hat nach Ermordung des Lehrers, Samuel Paty,klargestellt, dass laut der französischen Verfassung auch Karikaturen mit religionskritischem Inhalt von der Meinungsfreiheit gedeckt seien.

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Samuel Paty war ein großer Unterstützer der Meinungsfreiheit. In seinem Unterricht, zeigte er beispielsweise Karikaturen des Propheten Mohammed, um seine Schüler zum Nachdenken anzuregen. Mitte Oktober wurde dieser dann von einem Islamisten brutal mit einem Messer enthauptet.

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Auf der Trauerfeier positionierte sich der französische Präsident ganz klar: „Frankreich wird nicht auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen“.

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Die von dem Al-Azhari-Institut geplanten Aktionen und die anstehende Demo, unter dem Motto „Wir sind gegen Diskriminierung und für Respekt unseres Propheten Mohammed“, soll nach eigener Darstellung des Instituts eigentlich das Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen fördern.

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Islamisches Institut ruft in Hamburg zur Demonstration auf

In dem Aufruf auf Facebook positioniert sich das Institut gegen „Islamophobie, Rassismus, Diskriminierung und Beleidigung“.

In einem bei Youtube Video sagte Institutsleiter Mahmoud A., dass es niemandem erlaubt sei, etwas gegen den Propheten zu tun oder Karikaturen von ihm zu verbreiten, „egal wer er ist, auch wenn er der Präsident von Frankreich ist“.

Der Verfassungsschutz hingegen bezeichnet das Institut als „islamistisch“ und beobachtet dies.

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Grund hierfür sei die „Fehlvermittlung eines islamischen Verständnisses", welches mit den Grundzügen der Demokratie nicht vereinbar sei. Muslime müssten beispielswiese nach den Lehren des Instituts in erster Linie der Scharia folgen – das Grundgesetz sei nachrangig.

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„Wer an dieser Demonstration teilnimmt, macht mit Islamisten gemeinsame Sache“, warnt der Sprecher des Landesamtes, Marco Haase. (pag/dpa)