Hamburg: Frau will in der Türkei Urlaub machen – und landet im Gefängnis

Eine Maschine von Turkish Airlines landet am Flughafen Hamburg
Eine Maschine von Turkish Airlines landet am Flughafen Hamburg
Foto: imago images

Am 3. Januar reiste Isyan Konak aus Hamburg gemeinsam mit ihrer Mutter in die Türkei. Dort wollten die beiden ihren Urlaub verbringen.

Doch bei ihrer Ankunft am Sabiha Gökçen Flughafen in Istanbul wurde die 25-jährige Krankenpflegerin aus Hamburg festgenommen. Das geht aus Beiträgen hervor, die aktuell in den Sozialen Medien geteilt werden.

Hamburg: Isyan Konak soll „Terrorpropaganda“ geteilt haben

Auch Cansu Özdemir, Politikerin der Linke-Fraktion in Hamburg, hat das Posting aufgegriffen. Als erstes hatte das türkische Internetportal „Arti Gercek“ über den Vorfall berichtet.

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Isyan Konak wird laut des Berichts vorgeworfen, sie habe aufgrund eines Postings auf der Plattform Facebook „Terrorpropaganda in sozialen Netzwerken“ geteilt. Ihre Familie stammt aus Dersim.

Frau aus Hamburg wird wieder freigelassen

Nur einen Tag später wurde sie laut „Rote Hilfe e.V.“ bei einem Gerichtstermin wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Daten und Fakten zum Hamburg Flughafen:

  • Der Flughafen Hamburg ist der älteste und fünftgrößte Flughafen Deutschlands (Eröffnung: 1911)
  • Der Flughafen Hamburg liegt im Stadtteil Fuhlsbüttel, mit einem kleinen Teil auf Norderstedter Gebiet
  • Der Flughafen Hamburg hat eine Fläche von 570 Hektar (zwei Terminals), 32 Hektar nimmt dabei das Haupt-Vorfeld ein
  • Insgesamt können am Flughafen Hamburg gleichzeitig 53 Flugzeuge abgefertigt werden
  • Rund 17,31 Millionen Passagiere nutzen den Hamburger Flughafen 2019 für ihre Reise
  • Am 10. November 2016 erhielt der Flughafen Hamburg den Namenszusatz „Hamburg Airport Helmut Schmidt“

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„Direkt zu Beginn des neuen Jahres zeigt das AKP/MHP-Regime, dass es auch weiterhin die Meinungsfreiheit mit Füßen treten will. Wir freuen uns, dass Isyan Konak nach einem Tag wieder freigelassen wurde“, sagt Anja Sommerfeld, Mitglied im Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.

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„Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass rund 60 Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft wegen ähnlicher angeblicher ‚Vergehen‘ in der Türkei inhaftiert sind, viele andere befinden sich im Hausarrest und dürfen das Land nicht verlassen.

Wir sind solidarisch mit dem Betroffenen und fordern ihre unverzügliche Freilassung sowie die Möglichkeit zur ungehinderten Rückkehr in die BRD.“ (mk)