Jan Fedder: „Großstadtrevier“-Kollege packt über Dreh mit ihm aus – DIESE Szenen hat er noch immer im Kopf

Jan Fedder (l.) und Till Demtrøder (r.) standen 20 Jahre lang zusammen für das „Großstadtrevier“ vor der Kamera.
Jan Fedder (l.) und Till Demtrøder (r.) standen 20 Jahre lang zusammen für das „Großstadtrevier“ vor der Kamera.
Foto: imago images / imagebroker/strussfoto

Fast ein Jahr ist vergangen, seitdem „Großstadtrevier“-Legende Jan Fedder in seiner Wohnung in Hamburg gestorben ist.

Die Nachricht von seinem Tod erschütterte ganz Hamburg. Für Till Demtrøder, der 20 Jahre lang zusammen mit Jan Fedder für die Polizeiserie vor der Kamera stand, ist damit „auch ein Stück meiner eigenen Geschichte gestorben“.

Kollege von Jan Fedder denkt an Dreh zurück

Demtrøder spielte den Zivilfahnder Henning Schulz. Bereits 2010 stieg er aus der Serie aus. Er denkt aber gerne an die Zeiten zurück. „Es gab so viele Momente, für die ich meine Zeit im ,Großstadtrevier’ immer noch sehr liebe“, sagt er MOIN.DE.

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Zu diesem Momentan zählen auch viele Szenen mit Jan Fedder. Bereits an seinem ersten Drehtag hatte Demtrøder die passende Vorahnung: „Oh, das wird lustig!“

Er sollte Recht behalten. „Besonders die Schlusszenen im Revier haben uns sehr gequält, da diese oftmals sehr platt waren und alle irgendwie noch einen harmonischen Satz absondern mussten für das Happy End“, erinnert der Schauspieler sich.

Lustige Dreharbeiten mit Jan Fedder in Hamburg

Regelmäßig verwandelten Jan Fedder und Kollege Peter Heinrich Brix solche Kleinigkeiten in so lustige Witze, „dass wir uns meistens ausschütten mussten vor Lachen“ – mit dem gesamten Team.

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Die Sprüche konnten auch mal unter die Gürtellinie gehen. „Die versauten Witze gehörten einfach mit dazu“, erzählt Demtrøder. „Für die Stimmung am Set war es immer gut“, fügt er hinzu.

Dass er der „Anker des Großstadtreviers“ war, sei Jan Fedder stets bewusst gewesen. So hat er sich die ein oder andere Freiheit genommen.

Hamburg: Jan Fedder hat sich „für andere stark gemacht“

Demtrøder erinnert sich an Tage, an denen der Produktionsfahrer vergeblich versuchte, Fedder aus dem Bett zu klingeln, wenn dieser nach einer langen Nacht erst im Morgengrauen Zuhause gelandet war.

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Das ist Jan Fedder:

  • Jan Fedder ist am 14. Januar geboren.
  • Er wuchs in St. Pauli auf. Seine Eltern betrieben das Lokal „Zur Überseebrücke“, das direkt im Hamburger Hafen lag.
  • Schon mit 13 Jahren stand Jan Fedder zum ersten Mal vor der Kamera.
  • Immer wieder hat Jan Fedder norddeutsche Charaktere verkörpert. Berühmtheit erlangte er durch die Rolle des Revierleiters Dirk Matthies im „Großstadtrevier“. Fast 30 Jahre lange war er Teil der Serie.
  • Im Jahr 2000 heiratete er seine Frau Marion.
  • Neben seiner Wohnung in Hamburg, die er bis zuletzt als „Junggesellenbude“ bezeichnete, besaß der Schauspieler auch ein Anwesen in Ecklak in Schleswig-Holstein.
  • 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms festgestellt. Am 30. Dezember 2019 verlor er den Kampf gegen den Krebs und starb in seiner Wohnung in Hamburg.

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„Jan hat sich aber auch stets für andere stark gemacht und hat die nicht vergessen, die ihm vor seinem Ruhm schon zur Seite standen“, erzählt sein ehemaliger Kollege.

Jan Fedder und Till Demtrøder machten das Nachtleben in Hamburg unsicher

Eine von vielen Eigenschaften, die er an Jan Fedder geschätzt hat.

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Auch im Privaten haben die Kollegen einst viel Zeit miteinander verbracht. Beide teilten die Liebe zu Oldtimern. Sie besuchten Auktionen oder besichtigten gemeinsam Autos.

„So haben wir viele schräge Sachen erlebt und es gab viel zu fachsimpeln“, erinnert sich Demtrøder. Auch gemeinsam machten die Schauspieler gerne mal das Hamburger Nachtleben unsicher.

Hamburg: Skurrile Marotten von Jan Fedder

„Jan war immer schon sehr detailverliebt und hing an seinen alten Sachen“, berichtet der Schauspieler. Daher rührt wohl auch eine seiner größten Marotten: Seine Sammelleidenschaft für skurrile Dinge.

„Nicht ohne Grund brauchte er seine große Scheune auf dem Land“, verrät sein ehemaliger Kollege. Nachdem Till Demtrøder die Serie verlassen hatte, brach der Kontakt zu Jan Fedder weitgehend ab.

Jan Fedder meidet Öffentlichkeit in Hamburg

Da der Schauspieler damals schon gesundheitlich angeschlagen war, zeigte er sich kaum noch in der Öffentlichkeit und lehnte Einladungen zu gemeinsamen Events meist ab.

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„Ich hätte Jan – und auch den Zuschauern gern noch gute Jahre mit vielen schönen Rollen und Freude am Leben gewünscht“, sagt Demtrøder zu MOIN.DE.

Sowohl für seine Fans als auch seine ehemaligen Kollegen war die „Großstadtrevier“-Legende „ein Ausnahmetalent, ein echter Typ eben.“ Und genau das hat ihn zum Volksschauspieler gemacht.

Hamburg: Jan Fedder immer ein „Sohn des Kiezes“

„Die Leute lieben dich für das, was du verkörperst, ihnen vorlebst, meistens in Verbindung mit der richtigen Portion Lokalkolorit“, so der 53-Jährige.

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Das sei auch bei Jan Fedder nicht anders gewesen. Er sei immer „ein Sohn des Hamburger Kiezes geblieben“, was sich bei den Dreharbeiten auf St. Pauli deutlich bemerkbar machte.

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Jan Fedder kannte jeden in Hamburg-St. Pauli

„Er kannte jeden und hatte Respekt“, berichtet Till Demtrøder.

Das wiederum sei von Vorteil für die gesamte Produktion gewesen. „Ohne gute Beziehungen ist es nicht immer lustig auf dem Kiez zu drehen“, betont sein ehemaliger Kollege.

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In der Polizeiserie hat Jan Fedder eine große Lücke hinterlassen. Als Volksschauspieler bleibt er aber gewissermaßen unsterblich. „Das ist die höchste Auszeichnung, die man sich als Schauspieler verdienen kann“, so Demtrøder.