Hamburg: Riesen-Ärger bei Hagenbeck! Mitarbeiter sprechen von „Klima der Angst“

Im Tierpark Hagenbeck in Hamburg sind die Mitarbeiter mächtig sauer (Symbolbild).
Im Tierpark Hagenbeck in Hamburg sind die Mitarbeiter mächtig sauer (Symbolbild).
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Als wäre die Corona-Pandemie mit ihren Schließungen und Lockdowns nicht schon schlimm genug, gibt es jetzt noch mehr Ärger für den Tierpark Hagenbeck in Hamburg.

Denn wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, soll dort der Haussegen zwischen Mitarbeiterschaft und dem Hagenbeck-Geschäftsführer Dirk Albrecht mächtig schief hängen. Beschäftigte des Tierparks in Hamburg sprechen von Kündigungen, Einschüchterungen und einem „Klima der Angst“.

Hamburg: Menschenunwürdiger Umgang?

Laut des Berichts soll die zuständige Gewerkschaft der Tierpark-Mitarbeiter einen Brandbrief an die Gesellschafter Claus Hagenbeck und dessen angeheirateten Neffen Joachim Weinlig-Hagenbeck geschickt haben.

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Darin heißt es laut „Hamburger Abendblatt“, dass „menschenunwürdig" mit den Mitarbeitern durch Geschäftsführer Albrecht umgegangen werde. Man wolle sogar die Politik einschalten.

Hintergrund: Die Gewerkschaft wollte mit Albrecht über die Kurzarbeitsregelung für einen Teil der Mitarbeiterschaft verhandeln. Laut deren Darstellung soll sich dieser aber jeder Mitbestimmung verweigert haben.

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Daten und Fakten zu Hagenbeck:

  • Insgesamt mehr als 1.850 Tiere leben in den Gehegen und der Parkanlage im Tierpark Hagenbeck
  • Im Tropen-Aquarium leben auf 8.000 Quadratmetern mehr als 14.300 weitere Tiere
  • 29 bedrohte und seltene Tierarten leben im Tierpark Hagenbeck
  • Hagenbeck ist der einzige in Familienhand befindliche Tierpark Deutschlands
  • 41.000 Euro Gesamtkosten müssen pro Tag gedeckt werden

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Hamburg: Neun Mitarbeiter gekündigt

Mitarbeitervertreter bestanden jedoch auf die Mitwirkung der Gewerkschaft. Daraufhin soll es zum Eklat gekommen sein und Albrecht neun Beschäftigte gekündigt haben, die danach „völlig aufgelöst“ gewesen sein sollen.

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Laut „Hamburger Abendblatt“ wirft die Gewerkschaft dem Geschäftsführer vor, eine Zustimmung zur Kurzarbeit ohne die gesetzlich gesicherte Mitbestimmung der Belegschaft zu erpressen.

Wie es dann anschließend weiter zwischen beiden Seiten eskalierte und warum sogar die Polizei in den Tierpark gerufen wurde, kannst du >>> hier beim Abendblatt nachlesen. (rg)