Hamburg: Traurige Nachricht aus dem Tierpark Hagenbeck – „Sie wird immer in Erinnerung bleiben“

Im Tierpark Hagenbeck sorgt ein tierischer Todesfall für Trauer (Symbolbild).
Im Tierpark Hagenbeck sorgt ein tierischer Todesfall für Trauer (Symbolbild).
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Große Trauer im Tierpark Hagenbeck in Hamburg!

In den Sozialen Medien gab der Tierpark aus Hamburg kürzlich bekannt, dass Walrossdame Raisa am 19. Februar 2021 überraschend an Herzversagen gestorben sei.

Hamburg: Traurige Nachricht aus Hagenbeck

Im Juli 2015 kam Raisa im Austausch mit Hagenbecks Walrossmädchen Olivia aus Harderwijk nach Hamburg. „Sie war ein sehr liebes und lernfreudiges Tier“, erzählt Tierpfleger Dave Nelde.

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Sie habe sich mit seinen Artgenossen der Hagenbeck-Gruppe bestens verstanden. Für den jüngsten Nachwuchs Fiete habe das 939 Kilogramm schwere Weibchen eine Art Tantenrolle übernommen.

„Raisa war das am besten ausgebildete Walross unserer Gruppe“, erklärt Nelde und fügt hinzu: „Sie beherrschte die meisten Kommandos und hatte viel Spaß bei unserem Training. Unsere Enrichment-Bemühungen, wie Eisbomben im Sommer, Spielbälle oder anderes Spielzeug ließ sie dagegen eher links liegen.“

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Daten und Fakten zu Hagenbeck:

  • Insgesamt mehr als 1.850 Tiere leben in den Gehegen und der Parkanlage im Tierpark Hagenbeck
  • Im Tropen-Aquarium leben auf 8.000 Quadratmetern mehr als 14.300 weitere Tiere
  • 29 bedrohte und seltene Tierarten leben im Tierpark Hagenbeck
  • Hagenbeck ist der einzige in Familienhand befindliche Tierpark Deutschlands
  • 41.000 Euro Gesamtkosten müssen pro Tag gedeckt werden

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Hamburg: Abschied fällt Pflegern schwer

Besonders den Pflegern fällt der Abschied von Raisa schwer, die durch das regelmäßige Training mit den Walrossen eine innige Beziehung entwickelten.

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Der Hagenbecker Tierpark züchtet seit mehr als sechs Jahren Walrosse. Seitdem kamen bereits drei Jungtiere in Hamburg zur Welt, darunter der ein Jahr alte Fiete.

Hamburg: „Sie wird immer in Erinnerung bleiben“

Auch die Hagenbeck-Besucher trauern über den Tod von Raisa. „Es tut mir leid für euch. Mein Beileid. Es ist immer sehr schwer, wenn Tiere sterben, um die man sich gekümmert hat. Ich wünsche euch viel Kraft, dass ihr darüber weg kommt. Denkt an die schönen Zeiten mit ihr. Sie wird immer in Erinnerung bleiben“, schreibt eine Frau bei Facebook unter dem Beitrag.

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Eine andere Besucherin kommentiert: „Das tut mir Leid für die Pfleger Dirk und Dave, die uns die Raisa so nahe gebracht haben. Raisa hatte sich so gut im Zoo eingelebt.“

Durch den Verlust von Raisa schwimmen damit nun noch sechs Walrösser durch die Becken – darunter zwei Damen aus Spanien, die derzeit auf Liebesurlaub in Hamburg sind. (oa)