Hamburg: IS-Witwe macht absurde Aussage vor Gericht – „Ich hab doch gar nichts getan“

Hamburg: Ein Foto der Angeklagten beim Prozessbeginn.
Hamburg: Ein Foto der Angeklagten beim Prozessbeginn.
Foto: Daniel Reinhardt/dpa Pool/dpa

Hamburg. Am Montag ist in Hamburg der Prozess gegen Omaima A. weitergegangen. Die 35-Jährige war 2015 als IS-Terroristin nach Syrien gegangen und wurde bekannt als Ehefrau des deutschen Islamisten Denis Cuspert, alias Rapper „Deso Dogg“.

Vor Gericht zeichnete die IS-Anhängerin jetzt ein völlig gegensätzliches Bild von ihrer Beziehung zum Islamismus und machte eine absurde Aussage.

Hamburg: „Mein Leben beginnt ganz neu“

„Ich will nicht als IS-Terroristin behandelt werden, ich habe gar nichts getan“, zitierte der Anwalt von Omaima A. seine Mandantin. Er pochte darauf, dass die 35-Jährige dem IS und dem strengen Islam längst abgeschworen habe und ein neues Leben beginnen wollte.

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Er las mehrere WhatsApp-Nachrichten vor, die sie Freunden geschickt haben soll. Darin standen etwa Aussagen wie: „Jetzt bin ich wieder in der Gesellschaft“ und „Mein Leben beginnt ganz neu“.

Sie habe zudem ihr Kopftuch abgenommen, in der Öffentlichkeit geraucht und anderen einen Abschiedskuss gegeben – alles Dinge, die im Islam verboten seien.

Das sind die Vorwürfe gegen Omaima

Omaima A. wird die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Sie war mit drei kleinen Kindern ihrem Mann nach Syrien gefolgt und soll sich dort dem Islamischen Staat angeschlossen haben.

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Nach dem Tod ihres ersten Mannes im Frühjahr 2015 habe sie dann dort dessen Freund Denis Cuspert geheiratet, der 2018 ebenfalls in Syrien starb.

Frau aus Hamburg hielt Jesidin als Sklavin

Sie wird zusätzlich des Menschenhandels und eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit beschuldigt, weil sie eine 13-jährige Jesidin zeitweise als Sklavin in ihrem Haushalt gehalten haben soll.

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Nach ihrer Rückkehr aus dem IS-Gebiet im August 2016 lebte die Angeklagte in Hamburg, kleidete sich westlich und ging einem Beruf nach. Erst nach Recherchen einer arabischen Journalistin wurde sie im September 2019 festgenommen. (wt)