Hamburg: Neue Maskenpflicht gilt seit Freitag – Stadt hat jetzt diesen Plan

In Hamburg gilt seit kurzem eine neue Masken-Regel. Für manche ist das finanziell nicht einfach. Nun gibt es Hilfe.
In Hamburg gilt seit kurzem eine neue Masken-Regel. Für manche ist das finanziell nicht einfach. Nun gibt es Hilfe.
Foto: imago images / Hanno Bode

Hamburg unterstützt die Ärmsten. Seit Freitag, den 22. Januar, gilt in der Stadt eine Pflicht zum Tragen von medizinischen oder FFP2-Masken in Bus und Bahn und auch beim Einkaufen.

Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hatte am Montag bereits angekündigt, dass Leistungsempfänger ab 18 Jahren in Hamburg für die Monate Februar und März einen Zuschuss von jeweils zehn Euro erhalten.

Hamburg: Niemand bleibt auf der Strecke

Ihr Parteikollege, Bürgerschaftsmitglied Simon Kuchinke, sagt zu MOIN.DE: „In Hamburg bleibt niemand auf der Strecke, wenn es darum geht, sich und andere zu schützen. Wir sind eine solidarische Stadtgesellschaft, das zeigt sich auch in dieser Krise. Dabei sind wir wieder einmal weiter als der Bund und andere Länder.“

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Die Stadt kostet der Zuschuss etwa zwei Millionen Euro pro Monat. Als Bedürftig gelten erwachsene Leistungsberechtigte nach dem Sozialgesetzbuch (2. und 12.) und Asylbewerberleistungsgesetz.

OP-Masken sind meist schon für etwa zehn bis 50 Cent pro Stück zu haben, günstige FFP2-Masken kosten oft etwa einen Euro. Allerdings müssen beide regelmäßig gewechselt oder desinfiziert werden. Mehr dazu >>> hier.

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Das ist eine FFP2-Maske:

  • FFP2-Masken sind partikelfiltrierende Halbmasken
  • Ursprünglich wurden sie im Handwerk eingesetzt
  • FFP steht für Filtering Face Piece
  • Sie werden in die Kategorien 1 bis 3 eingeteilt
  • FFP2-Masken filtern demnach mindestens 94 Prozent der Partikel, FFP3-Masken mindestens 99 Prozent

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Hamburg: Zuschuss auch für Wohngeld-Empfänger?

Auf Antrag der Regierungsfraktionen SPD und Grüne wird auch geprüft, ob Empfängern von Wohngeld ein Zuschuss gezahlt werden kann.

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Die Linke fordert schon seit Längerem einen Corona-Zuschuss für Bedürftige. Allerdings geht es dabei um einen pauschalen Krisen-Zuschlag von 100 Euro für Bezieher von Hartz IV und Grundsicherung.

Sie und auch Geringverdienende seien besonders von der Pandemie belastet, sagte die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Stephanie Rose. „Es kann doch nicht sein, dass diejenigen, die eh nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen, allein gelassen werden und all die Mehrkosten, sei es für Masken oder Lernmittel, aus dem Regelbedarf stemmen müssen.“

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Hamburg: Obdachlose wieder in die Hotels?

In ungewohnter Eintracht haben zudem Oppositionsvertreter der Linken, CDU und FDP eine Einzelunterbringung von Obdachlosen in Hotels während der Corona-Pandemie gefordert.

Vertreter von SPD und Grünen verwiesen hingegen auf einen Ausbau des Winternotprogramms, das nun in drei Unterkünften neben 1400 Übernachtungsplätzen auch ein umfangreiches Beratungsangebot biete, mit dem Menschen aus der Obdachlosigkeit geholfen werden könne.

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„Wir müssen dieses Winternotprogramm nutzen, damit es danach nicht wieder auf die Straße geht“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Den Vorwurf, vor der Not der Obdachlosen die Augen zu verschließen, wies sie empört zurück.

Beim ersten Lockdown im Frühjahr konnten Obdachlose in Hotels unterkommen. Was das bei ihnen auslöste, kannst du >>> hier nachlesen. (rg/pag mit dpa)