Hamburg: Menschen hören Sirenen nicht – was war da los?

Nicht überall in Hamburg waren am Donnerstagmorgen Sirenen zu hören.
Nicht überall in Hamburg waren am Donnerstagmorgen Sirenen zu hören.
Foto: imago images / Jürgen Ritter, imago images / localpic (Montage MOIN.DE)

In Hamburg haben am Donnerstag um 11 Uhr die Sirenen geheult. Du hast nichts gehört?

Dann heißt das nicht automatisch, dass du schlecht hörst. Denn in einigen Gegenden von Hamburg gab es gar keinen Sirenenalarm.

Hamburg: Nichts zu hören in Stellingen

Eine Frau aus Stellingen schreibt auf Facebook zum Beispiel: „Habe extra für meine Katzen im Schlafzimmer die Türen aufgemacht, weil sie sich gerne darin verkriechen. Was soll ich sagen: Nichts. Hat es überhaupt funktioniert?“

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Auch beim Hauptbahnhof sei nichts zu hören gewesen, schreibt eine andere Frau. In Eimsbüttel hätten die Kinder in der Kita mehr Lärm gemacht als die Sirene, meint eine Frau. Auch die Warn-App scheint bei einigen Hamburgern nicht funktioniert zu haben.

Probleme auch mit der App in Hamburg und bundesweit

Denn so hätte es um 10.45 Uhr am Donnerstag losgehen sollen: mit einer Information der Behörde für Inneres und Sport an alle Nutzer der Warn-Apps Nina, Katwarn und Biwapp. Auch die an das Modulare Warnsystem Mowas angeschlossenen lokalen Rundfunksender verbreiteten die Meldung über ihre Sender.

Um 11 Uhr erfolgte dann der bundesweite Alarm. In Hamburg wurden zeitgleich die 131 Sturmflutsirenen durch die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg ausgelöst. Die Hintergründe zum bundesweiten Warntag, inbesondere auch in der Hansestadt, kannst du >>> hier nachlesen.

War in Hamburg etwas schief gelaufen?

Wenn nun aber manche gar nichts gehört haben, war dann in Hamburg etwas schief gelaufen?

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Die „Hamburger Morgenpost“ zitiert dazu einen Sprecher der Innenbehörde: „Nur in Elbnähe schrillen Sirenen, weil dort Überflutungsgefahr besteht. Die wurden auch von der Feuerwehr ausgelöst.“ Am Johanniswall, dem Standort der Innenbehörde, hätte man diese auch gehört.

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Auch bei den Warn-Apps gab es Verwirrungen und Verzögerungen – nicht nur in Hamburg. Warum das so war, kannst du >>> hier nachlesen. (kbm)