Hamburg: Polizei nimmt mutmaßlichen Drogendealer fest, aber den Anwohnern passt das gar nicht

Mehrere Polizeiwagen stehen vor dem Einsatzort in der Hamburger Hafenstraße.
Mehrere Polizeiwagen stehen vor dem Einsatzort in der Hamburger Hafenstraße.
Foto: JOTO

Hamburg. Auf einem Hinterhof in der Nähe der Hafenstraße in Hamburg hat die Polizei einen mutmaßlichen Drogendealer festgenommen. Doch der Einsatz rief mehrere Anwohner eines angrenzenden Wohnhauses auf den Plan, die die Aktion wütend kommentierten.

Am Mittwochabend hatten Polizisten der „Task Force“ zur Bekämpfung von Drogenkriminalität zwei Männer bei einem offenkundigen Deal beobachtet. Ein 43-jähriger Gambier hatte zuvor ein Päckchen an einen 35-jährigen Panamaer verkauft, teilte die Polizei Hamburg am Donnerstag mit.

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Die Beamten stellten daraufhin das Tütchen sicher, in dem sich Marihuana befand. Der 35-Jährige blieb wegen fehlender Haftgründe auf freiem Fuß. Den mutmaßlichen Dealer nahmen die Polizisten vorläufig fest.

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Bei ihm wurde ein geringer Geldbetrag sichergestellt. Nach Überprüfung der Personalien wurde der 43-Jährige wieder entlassen.

Ein eingesetzter Drogenspürhund konnte auf dem Hinterhof weitere Betäubungsmittel entdecken. Neben 300 Ecstasy-Tabletten beschlagnahmten die Polizisten 105 Beutel Marihuana, sechs Kokainkügelchen und drei abgepackte Portionen Amphetamin. Von zehn weiteren Menschen, die sich auf dem Hof aufhielten, stellten die Polizisten die Personalien fest.

Hamburg: Anwohner beschweren sich über Polizeieinsatz

Bei einigen Anwohnern stieß der Polizeieinsatz auf verbale Gegenwehr. Wie ein Reporter vor Ort berichtet, beschwerten sich mehrere Bewohner eines anliegenden Hauses über die Maßnahmen und warfen den Beamten rassistische Kontrollen vor.

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