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Hamburg: Hunderte blieben vor dem Rathaus stehen, weil ER plötzlich auftauchte

Hamburg, meine Perle

Warum die Stadt so einzigartig ist

Wer am Mittwochnachmittag (7. September) am Rathaus in Hamburg vorbeigelaufen ist, hat sicherlich die Menschenmassen dort bemerkt.

Hunderte versammelten sich über Stunden vor dem Rathaus in Hamburg und hatten ein gemeinsames Ziel: Udo treffen!

Hamburg: Alle wollen nur DAS

Journalisten, Fotografen, Fans und Fußgänger stürmten alle in einer Richtung: zu Udo Lindenberg. Der Panikrocker hat am Mittwoch Hamburgs höchste Auszeichnung, die Ehrenbürgerwürde, erhalten.

+++ Udo Lindenberg erlebt unangenehmen Moment bei seiner Auszeichnung – „Buuuh“ +++

Ehe die Hamburgische Bürgerschaft über den Antrag des Senats abstimmte, hatten im Parlament Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen das Wort.

Die Zustimmung des Parlaments beim letzten Tagesordnungspunkt des Sitzungstages galt natürlich als sicher. Im Anschluss gab’s dann einen Festakt im Großen Festsaal.

Die Menschen vor dem Rathaus wollten ein Foto mit dem berühmten Panikrocker. „Udo nach links“ und „Bitte nach rechts“ baten ihn die Menschenmassen. Udo Lindenberg posierte stolz vor den Kameras und hielt souverän seine Zigarre in der Hand.

Sylt
Der Panikrocker Udo Lindenberg vor dem Rathaus in Hamburg. Foto: Maen Gesmati

Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

Hamburg: Deswegen wird Lindenberg ausgezeichnet

Lindenberg (76), gebürtiger Westfale, der seit Ende der 1960er Jahre in Hamburg lebt, reiht sich als Ehrenbürger ein.

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Neben Politikern wie Altkanzler Helmut Schmidt (1918-2015) und Schriftstellern wie Siegfried Lenz (1926-2014) gehören der kürzlich gestorbene Fußballer Uwe Seeler, Hamburgs Ballettintendant John Neumeier, Kinderbuchautorin Kirsten Boie und Unternehmer Michael Otto zu den Hamburger Ehrenbürgern.

Tschentscher hatte Lindenberg bereits anlässlich dessen 75. Geburtstags im Mai 2021 als Ehrenbürger vorgeschlagen. Wegen der langanhaltenden Corona-Beschränkungen kann die Auszeichnung aber erst jetzt übergeben werden.


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Seine Biografie und sein Werk sind eng mit Hamburg und Norddeutschland verbunden. „Mit markanter Sprache und zeitbezogenen Texten hat Udo Lindenberg der deutschsprachigen Rockmusik zum Durchbruch verholfen und sie über Jahrzehnte erfolgreich gemacht“, hatte der Senat im vergangenen Jahr mitgeteilt.

Sein Bemühen um die innerdeutsche Verständigung gehöre zur Geschichte der Wiedervereinigung. (dpa)