Hamburg: Rentner fahren reihenweise ihre Autos in Schaufenster – jetzt gibt es eine drastische Maßnahme

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Unfällen in der Waitzstraße in Hamburg.
Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Unfällen in der Waitzstraße in Hamburg.
Foto: imago images/Blaulicht News

In der Waitzstraße in Hamburg knallen seit Jahren immer wieder Rentner mit ihren Autos über den Bürgersteig in die Schaufenster. Bei diesen Unfällen kommen die Autofahrer nicht in der Parklücke zum Halten, überfahren stattdessen den Gehweg und donnern mit ihren Fahrzeugen gegen die Gebäude.

Damit solche Unfälle in Zukunft nicht mehr passieren, hat das Bezirksamt Altona in Hamburg drastische Maßnahmen an der Waitzstraße unternommen, um dort die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

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Hamburg: Zu viele Unfälle in der Waitzstraße – das soll sich ändern

„Da ist er, der Schaufenster-Schutz“, schreibt der Twitter-Account des Bezirksamts Altona. Auf dem Bild ist die Amtsleiterin Stefanie von Berg neben einem Bagger und einem Vollstahlpoller zu sehen.

Von diesen großen Pfosten werden in den kommenden Wochen bis zu 60 in der Straße installiert. Sie sollen künftig die sogenannten Schaufensterunfälle verhindern, die sich in der Vergangenheit zu oft in der Straße ereigneten – MOIN.DE berichtete.

„Das Bezirksamt Altona setzt mit dem Einbau der Poller einen Beschluss der Bezirksversammlung um. Der Beschluss zielt einerseits darauf ab eine möglichst große Verkehrssicherheit zu gewährleisten und andererseits den dringend formulierten Wunsch der Einzelhändler nach möglichst zahlreichen Parkplätzen zu erfüllen“, sagt Stefanie von Berg.

Hamburg: Bezirksamtleiterin mit Appell

Die Poller werden nun vor den Schrägparkständen eingesetzt. Längsparkstände wurden bisher seitens der Straßenverkehrsbehörde und des Bezirksamts nicht als Unfallschwerpunkt identifiziert.

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Damit die Parkstände direkt nach dem Einsetzen wieder freigegeben werden können, werden die neuen Poller mit bereits ausgehärtetem Betonfundament geleifert. Die Gesamtmaßnahme umfasst Kosten in Höhe von rund 150.000 Euro und wird voraussichtlich bis zum 18. November abgeschlossen sein, damit das Weihnachtsgeschäft nicht zu sehr beeinflusst wird.

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Auf Twitter richtet die Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg zudem einen eindeutigen Appell aus: „So! Geschafft! Rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft, so wie besprochen. Ich verbinde das dennoch mit einem Appell: Überprüfen Sie Ihre eigene Fahrtüchtigkeit wie auch die Ihrer Mitmenschen! Denn wer in der Waitzes Gas und Bremse verwechselt, tut es woanders auch“. (oa)