Hamburg: Schon wieder Ärger in Hagenbecks Tierpark! Zoobesucher sind stinksauer

Der Hamburger Zoo Hagenbeck bleibt vorerst geschlossen
Der Hamburger Zoo Hagenbeck bleibt vorerst geschlossen
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Die negativen Nachrichten rund um den Tierpark Hagenbeck in Hamburg reißen nicht ab.

Erst vor wenigen Tagen hatten sich Mitarbeiter der Tierparks verärgert zu Wort gemeldet. Zwischen ihnen und der neuen Geschäftsführung sind die Fronten seit Monaten verhärtet (MOIN.DE berichtete). Die Regelung über Kurzzeitarbeit und Küdnigungen sorgten für Frust. Nun gibt es erneut Ärger in Hamburgs größtem Zoo.

Hamburg: Tierpark Hagenbeck will Jahreskarten nicht verlängern

Der Grund hierfür: Weil der Tierpark bereits seit Wochen geschlossen ist, können viele Besucher ihre Jahreskarten nicht nutzen. Der Zugang zu Hagenbeck ist derzeit nicht möglich.

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Daten und Fakten zu Hagenbeck:

  • Insgesamt mehr als 1.850 Tiere leben in den Gehegen und der Parkanlage im Tierpark Hagenbeck
  • Im Tropen-Aquarium leben auf 8.000 Quadratmetern mehr als 14.300 weitere Tiere
  • 29 bedrohte und seltene Tierarten leben im Tierpark Hagenbeck
  • Hagenbeck ist der einzige in Familienhand befindliche Tierpark Deutschlands
  • 41.000 Euro Gesamtkosten müssen pro Tag gedeckt werden

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Ein Mann hatte ein solches Abo seiner Mutter geschenkt, wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet. Diese konnte allerdings nur zweimal den Tierpark besuchen, bevor dieser seine Türen schließen musste.

Nun forderte der betroffene Kunde eine Verlängerung der Jahreskarte für den entsprechenenden Zeitraum der Schließung. „Wir haben angefragt, ob eine Verlängerung der Jahreskarte um den Zeitraum der Schließung möglich wäre“, sagte der Mann gegenüber der „Morgenpost“.

Hagenbeck: „Können es uns nicht leisten“

Doch der Tierpark verweigerte dies und erklärte sich so: „Die Corona-Krise stellt auch den Tierpark Hagenbeck vor enorme Herausforderungen. Zusätzlich zu den Verlusten durch die Tierpark-Schließung in Millionenhöhe kann es sich unser gemeinnütziges Unternehmen nicht leisten, auch noch auf Anteile von Einnahmen durch den Jahreskartenverkauf zu verzichten.“ Die Einnahmen würden dringend für den Erhalt und die Pflege des Tierparks und des Tropen-Aquariums benötigt, hieß es weiter.

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Auch in den AGBs verweist der Zoo darauf, dass eine Erstattung oder eine Rückgabe bei kurzfristigen Änderungen der Öffnungszeiten und vorübergehenden Schließungen aus wichtigem Grund ausgeschlossen sei.

Bei Jahreskarten-Besitzern sorgt das dennoch für Ärger: „Nach der Aussage könnte der Tierpark auch das ganze Jahr geschlossen sein. Das würde dann wohl kaum dem Gegenwert der Jahreskarte entsprechen.“ (mik)