Hamburg: Wilde Sex-Treffen im Stadtpark, Anwohner sind entsetzt! „Total ekelig“

Bea Swietczak
Die krassesten Hamburger Kriminalfälle

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„Was da am helligten Tag passiert, ist unerträglich“, „Es ist total ekelig, und das in der Nähe einer Kita“ und „Wann wird endlich etwas dagegen unternommen?“ Das bekommt man zu hören, wenn man sich mit Anwohnern unterhält. Es geht um den Schwulentreff im Stadtpark in Hamburg. In den Gebüschen rund um die Gastronomie „Trinkhalle“ an der Ecke Südring/Otto-Wels-Straße treffen sich Männer, um miteinander schnellen Sex zu haben.


Inzwischen hat sich das Gebiet bis auf die andere Straßenseite bis hin zum „Landhaus Walter“ ausgebreitet. Zu jeder Tageszeit, ob Sommer oder Winter. Die Behörden in Hamburg unterbinden das Treiben nicht. „Wir haben schon mehrmals mit Polizisten darüber gesprochen“, sagt Anne Meier, die die „Trinkhalle“ seit acht Jahren betreibt. „Aber geändert hat sich nichts. Es kann doch nicht sein, dass sich diese Szene hier einfach so ausleben kann.“

Hamburg: Schockierende Beobachtungen im Stadtpark

„Ich wohne ums Eck und gehe täglich mehrmals mit meinem Hund im Stadtpark Gassi“, erzählt Susanne H. (48). Ihren vollständigen Namen möchte sie nicht öffentlich nennen. „Denn ich bin von einigen dieser Männer bedroht worden, weil ich etwas gesagt habe“, resümiert die Anwohnerin weiter. „Einige sehe ich seit Jahren, aber es kommen immer neue Gesichter hinzu. Dieser Treff ist schon seit Jahren bekannt. Man(n) geht einfach hin und irgendeiner ist da, um die Bedürfnisse zu befriedigen. Als im Frühjahr die Blätter noch nicht sprießten, habe ich sogar eine Gruppe von vier Männern beim gemeinsamen Onanieren beobachtet.“

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Und es geht noch schamloser. „Neulich war eine große Familienfeier in der Trinkhalle“, erzählt Susanne H.. „Es waren kleine Kinder dabei. Selbst vor ihnen verschwanden die Männer in den Gebüschen. Einige der Kids spielten darin Verstecken. Da liegen benutzte Kondome, Taschentücher und manchmal sogar Spritzen herum. Ich habe die Eltern darauf aufmerksam gemacht. Sie waren völlig entsetzt.“

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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MOIN.DE verschaffte sich an mehreren Tagen zu verschiedenen Zeiten selbst einen Eindruck vor Ort. Es war immer das gleiche: Einzelne Männer schlichen die Gehwege entlang und verschwanden plötzlich in den Gebüschen. Dort blieben sie für kurze Zeit, verrichteten ihr „Geschäft“ und kamen wieder heraus. Wie selbstverständlich, obwohl sie dabei gesehen wurden.

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Ein älterer Mann war sogar mit seinem Rollstuhl entlang der Trampelpfade unterwegs. In den Gebüschen herrschte reger Verkehr. In einem Zeitfenster von 30 Minuten waren zum Beispiel an einem sonnigen Sonntagnachmittag 12 verschiedene Männer immer wieder in den Hecken zugange. Es ging rein raus, rein raus.

Auch online macht das Geschehen in Hamburg die Runde

Auch in einschlägigen Online-Portalen wird sich über den schwulen Verkehr im Stadtpark ausgetauscht. „Geile Typen vor Ort“, schreibt einer. „Je wärmer, desto mehr los. Einer hat sich hingekniet und um ihn herum standen geile Typen.“ Ein anderer schreibt: „Ich war diese Woche dreimal dort. Der beste Treff in Hamburg.“ Oder: „Sobald das Wetter besser wird, steigt die Cruising-Saison. Ich habe schon viele Stuten im Gebüsch vollgepumpt, nur die Radler mit ihrem Licht sind nervig.“

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Einer fragt: „Ist da auch was für Latex-Typen dabei?“ Und: „Leben lassen ist hier das Motto. Im Stadtpark gibt’s viele Bugchaser (kondomloser Sex mit HIV-positiven Männern, d. Red.), die in keinen Club gelassen werden. Die müssen ja irgendwo Dampf ablassen.“ Oder noch schlimmer: „Als passionierter Barebacker kam ich voll auf meine Kosten. Als ich nach Hause kam, meinte meine Frau nur, ich sähe so glücklich und entspannt aus.“ Barebacker nennen sich HIV-positive Männer, die bewusst ohne Kondome Sex haben, ein besonderer Kick.

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Das Bezirksamt in Hamburg bleibt bislang still

„Die Situation spitzt sich zu“, sagt Maxim Loboda, Vorsitzender der Jungen Union Hamburg-Eimsbüttel. „Was im Stadtpark passiert, hat sich inzwischen in andere Bezirke ausgeweitet. Vermehrt finden Sex- und Drogentreffs in Parks statt. Polizei und Ordnungsämter müssen ihre Präsenz deutlich verstärken und Verstöße endlich sanktionieren.“



MOIN.DE fragte beim zuständigen Bezirksamt Hamburg-Nord nach. Doch eine Antwort blieb trotz Nachfragens aus. Der zuständigen Wache 33 ist das Problem bekannt: „Es gab mehrfach Polizeieinsätze“, teilt die Polizei Hamburg mit. „Strafanzeigen wurden in jüngerer Vergangenheit nicht erstattet.“

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In diesem Monat wollen sich Betroffene zum Krisengespräch treffen.