Hamburg: Dieser Brief der Bundesregierung machte TV-Arzt Johannes Wimmer wütend – jetzt äußert sich Jens Spahn

Gesundheitsminister Jens Spahn (r.) hat sich an TV-Arzt Johannes Wimmer (l.) aus Hamburg gewandt.
Gesundheitsminister Jens Spahn (r.) hat sich an TV-Arzt Johannes Wimmer (l.) aus Hamburg gewandt.
Foto: picture alliance/dpa/ Jens Kalaene, IMAGO / photothek (Montage MOIN.DE)

Dieser Brief der Bundesregierung hatte den TV-Arzt Johannes Wimmer aus Hamburg „fassungslos“ gemacht. Es war ein offizielles Schreiben, adressiert an seine verstorbene Tochter Maximilia. Im November war das kleine Mädchen mit nur neun Monaten an den Folgen eines Hirntumors verstorben (>> hier mehr dazu).

Das schwere Schicksal der Familie hatte Menschen in Hamburg und darüber hinaus bewegt. Nach dem Tod seiner Tochter hatte sich Johannes Wimmer erst einmal zurückgezogen. Ende Januar meldete er sich via „Bild“-Zeitung zurück – nachdem seine Frau und er ein Schreiben der Regierung erhalten hatten, das ihnen einen „Stich ins Herz“ versetzt hatte.

Hamburg: „Das löst bei mir viele schlechte Gefühle aus“

Dessen Inhalt: Aufgrund ihrer Behinderung wäre Maximilia berechtigt, sich sechs FFP2-Schutzmasken in der Apotheke abzuholen. In einem „Bild“-Live-Gespräch brachte Johannes Wimmer nochmals einen Ärger zum Ausdruck.

Wenn ein solcher Brief mit den Worten „Bleiben Sie gesund, Ihre Bundesregierung“ unterschrieben ist, sei das handwerklich einfach schlecht. „Das löst bei mir viele schlechte Gefühle aus, das löst auch Wut aus“, so der Arzt aus Hamburg.

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Er habe hunderte Zuschriften bekommen, in denen Leute genau das Gleiche sagen. Jetzt hat sich Jens Spahn dazu geäußert.

Der Gesundheitsminister sagte an Wimmer gewandt: „Zuerst einmal kann ich nur Entschuldigung sagen.“ Er könne nur ansatzweise ermessen, wie viel Schmerz das auslöse.

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Das ist Jens Spahn:

  • wurde am 16. Mai 1980 in Ahaus in NRW geboren
  • ist seit 2002 als CDUler Mitglied im deutschen Bundestag
  • ist seit März 2018 Gesundheitsminister im Kabinett Merkel
  • seit 2021 ist der stellvertretender Parteivorsitzender der CDU
  • er ist seit 2017 mit dem Journalist Daniel Funke verheiratet

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Hamburg: „Jedes Mal tut das weh“

Als sein Schwiegervater gestorben sei, habe es auch viel zu lange noch Briefe von Institutionen gegeben, die nicht gewusst hätten, dass er verstorben sei, so Spahn. „Jedes Mal tut das weh, und in so einer Situation wie bei Herrn Wimmer tut es natürlich ganz besonders weh, wo auch alles noch so frisch und präsent ist.“

Als Erklärung für die Briefe, die die Regierung an verstorbene Personen adressiert hat, sagte Spahn: „Es ist so, dass es einen Stichtag gibt, den wir nehmen mussten.“ Die Krankenkassen hätten den Datensatz dieses Tages im Auftrag der Regierung genommen, um 34 Millionen Menschen in Deutschland anzuschreiben.“

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Wenn es zwischen dem Stichtag und dem Versand der Briefe zu einem Todesfall komme, werde der Brief trotzdem versandt. (kbm)