Hamburg: Viel Wirbel um dieses Klohäuschen – „Kein schöner Anblick“

Dieses Klohäuschen hat in Hamburg für Aufsehen gesorgt.
Dieses Klohäuschen hat in Hamburg für Aufsehen gesorgt.
Foto: Georg Wendt/dpa

Hamburg. Ein kleines, unscheinbares, mit Graffiti besprühtes Klohäuschen hat für Aufruhr in Hamburg gesorgt.

Es steht auf dem Gelände des Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Dieser steht wiederum unter Denkmalschutz, das ehemalige Toilettenhäuschen damit also auch. Oder doch nicht?

Hamburg: Toilettenhäuschen schon lange stillgelegt

Wie der Senat am Montag mitteilt, befinde sich das Häuschen zwar innerhalb des Gartendenkmals Ohlsdorfer Friedhof, der Denkmalschutz gelte für das Toilettenhäuschen allerdings nicht.

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Seit Ende der 90er Jahre schon ist das Toilettenhäuschen still gelegt. Die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom wurden vor langer Zeit gekappt.

Klohäuschen in Hamburg darf stehen bleiben

Wegen der langen Ruhezeit kamen bereits Gerüchte auf, dass das Klohäuschen abgerissen werden sollte, da es den Blick am Bramfelder See verschandele. Auch laut Friedhofssprecher sei das Gebäude „kein schöner Anblick“.

„Aus Sicht des Denkmalschutzamtes steht einem Abriss nichts im Wege", teilte ein Behördensprecher am Montag mit. Geplant ist ein Abriss jedoch nicht. „Das Gebäude weist aktuell keinen Sanierungsbedarf auf und befindet sich in einem verkehrssicheren Zustand“, heißt es vom Senat.

Verzwickte Lage in Hamburg

Dass das Toilettenhäuschen schon so lange still steht und bisher keinen Pächter gefunden hat, liegt vor allem an seiner Lage.

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Das ehemalige Klo gehört dem städtischen Unternehmen Hamburger Friedhöfe, befindet sich aber ganz am Rande des berühmten Parkfriedhofs und genau auf der Grenze zwischen den Bezirken Wandsbek und Nord.

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Würde ein Pächter das Gebäude gastronomisch nutzen wollen, müsste er sich die Genehmigung, Tische rauszustellen, im Bezirksamt Wandsbek holen, den Einbau einer neuen Toilette aber beim Bezirksamt Nord beantragen.

Hamburg: Kein Pächter in Sicht

Auf einen möglichen Interessenten muss das Klohäuschen aller Wahrscheinlichkeit nach noch länger warten. „Der Standort ist gut, aber nicht so gut, dass er risikolos betrieben werden könnte“, erklärte der Friedhofsprecher.

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Die verzwickte Situation könnte dem Ex-Klo eine längere Ruhezeit bescheren als die auf dem Friedhof üblichen 25 Jahre. (dpa/lh)