Hamburg: WG feiert Corona-Party, Frau reagiert mit ironischem Brief und wird dafür gefeiert: „Will dich in meiner Nachbarschaft“

Die feiernden Jugendlichen sorgen für Ärger (Symbolbild).
Die feiernden Jugendlichen sorgen für Ärger (Symbolbild).
Foto: imago/photothek & Screenshot Facebook

Hamburg. Viele Menschen in Hamburg finden sich gerade in einem Zwiespalt wieder. Sie halten sich an die Regeln, nehmen sich zurück, verzichten auf vieles. Weil sie weder sich noch andere in Gefahr bringen wollen.

Und dann gibt es auch Menschen in Hamburg, denen der eigene Spaß wichtiger ist als das Wohl der Allgemeinheit. Wie geht man damit um? Wenn Freunde oder Verwandte auf illegale Partys gehen oder sich mit Dutzenden Freunden zuhause treffen?

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Hamburg: Wie auf leichtsinnige Regelbrecher reagieren?

Eine Frau aus Hamburg hat nun eine ziemlich perfekte Methode gefunden, ein Statement zu setzen. Sie verpasste den Corona-Sündern einen deutlichen Warnschuss und sorgte so hoffentlich dafür, dass diese sich in Zukunft besser benehmen.

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Das gelang ihr mit einem Brief, den sie im Treppenhaus ihres Wohnhauses anbrachte. Und der hatte es in sich. Er war nicht nur wirklich witzig geschrieben, sondern auch unmissverständlich!

Hamburg: Witziger Brief mit klarer Botschaft

„Liebe Mitbewohner, liebe Feierbiester, ein besonders herzlicher Gruß an die WG im zweiten Stockwerk rechts“, beginnt sie. „Ich weiß, ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem ich mit einem Samstagabend im Reinen bin, wenn ich mit einem Glas Rotwein auf dem Sofa sitze. Und seid euch gewiss, ich habe Verständnis für eure Situation! Sieben Monate feierfrei sind in eurer Lebensphase wirklich scheiße.“

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Doch bei allem Verständnis hat sie eine klare Botschaft: Erlaubt gewesen seien in Hamburg am 31. Oktober „höchstens 10 Personen aus zwei Haushalten in einer Wohnung, ab null Uhr Zimmerlautstärke und illegale Substanzen sind übrigens auch weiterhin verboten.“

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Das reale Geschehen am selben Abend in ihrem Haus sei aber ein anderes gewesen... „Drei Parties und eine Zweigstelle auf der Verkehrsinsel, auf der sieben Druffies in Stadionlautstärke die schönsten Szenen der vergangenen sechs ,Fusions' nachraven, und eine (fast schon liebgewonnene) Graswolke im Hausflur. Am Morgen bin ich dann noch in eine nachlässig beseitigte Blutlache getreten.“

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Hamburg: Wilde Party trotz Corona

In Nicht-Corona-Zeiten hätte man da wohl mit den Achseln gezuckt und etwas von „Klingt nach einer guten Party...“ gemurmelt. Aber jetzt? Die Frau verdeutlicht in ihrem Brief: „Meine Kinder haben seit sieben Monaten ihren Opa nicht mehr gesehen, dürfen keine Kindergeburtstage feiern, nicht zum Sport und sich nur zu zweit treffen. Immerhin gehen sie aktuell in ihre Bildungseinrichtungen. Mit Maske. Acht Schulstunden. Anyone?“

Hier dürfte jedem Partybiest klar werden: Das ist nicht fair. Wenn kleine Kinder sich zusammenreißen können – müssen – dann sollten auch Studenten dazu in der Lage sein.

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Hamburg: Diese Ansage ist unmissverständlich

Die Frau beendet ihren Brief mit den Worten: „Die von euch beweinte Veranstaltungsbranche bleibt auch am Arsch, wenn wir nicht unseren zusammenkneifen. Oder noch einfacher:

  • Arsch zusammekneifen + Zeit = Fun
  • Arsch nicht zusammenkneifen + Zeit = kein Fun
  • Feiern trotz Lockdown + ich = Polizei

Ich zähl auf uns.“

Noch so eine wilde Party werden sich die jungen WG-Bewohner vermutlich gut überlegen.

Hamburg: Reaktionen auf Brief sind eindeutig

Die Frau teilte den Brief später auf Facebook und bekam jede Menge begeisterter Kommentare. „Volle Zustimmung“, „Das ist sau geil“, „Danke für das Grinsen, das du mir gerade geschenkt hast“, schreiben ihr die Menschen. Oder: „Spätestens jetzt will ich dich in meiner Nachbarschaft!“