HVV hat diese schlechten Nachrichten – und es scheint nicht besser zu werden

Kündigswelle im HVV.
Kündigswelle im HVV.
Foto: imago images/Hanno Bode

Das öffentliche Verkehrssystem in Hamburg ist mit Bus, U-Bahn und S-Bahn neben der Deutschen Bahn und dem HVV eigentlich solide ausgestattet.

Trotzdem verzichten in letzter Zeit immer mehr Menschen in Hamburg auf die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel des HVV.

HVV: Pandemie schadet den Verkehrsbund

Neben der Gastronomie, Kultur und der Fitnessbranche sind auch Anbieter öffentlichen Transports die großen Verlierer der Pandemie.

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Allein im Zeitraum März bis August dieses Jahres flatterten 76.780 Kündigungen von Zeitkarten-Abos in der HVV-Zentrale ein. Das wurde der Landeszeitung in Lüneburg von HVV-Sprecher Rainer Vohl bestätigt.

Das hierbei ein gewisser Corona-Einfluss besteht, ist natürlich klar. Im Vorjahreszeitraum soll die Zahl der Kündigungen noch mit rund 21.000 niedriger gewesen sein.

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Daten und Fakten zum HVV:

  • wurde am 29. November 1965 gegründet
  • umfasst das Hamburger Stadtgebiet und umliegende Gebiete in Schleswig-Holstein und Niedersachsen
  • Zum Angebot des HVV zählen auch vier U-Bahn-Linien (betrieben von der Hamburger Hochbahn AG) und sechs S-Bahn-Linien (betrieben von der S-Bahn Hamburg GmbH)
  • ist mit rund 4.500 Fahrzeugen im Einsatz
  • befördert laut eigenen Angaben rund 2,6 Millionen Fahrgäste am Tag
  • Es gibt 10.184 Haltestellen im Verbundgebiet
  • 763 Linien werden betrieben

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Welle der Kündigungen beim HVV soll anhalten

Gerade durch den erneuten Lockdown und die Möglichkeit des Homeoffices werden sich wohl auch in Zukunft viele weitere Pendler überlegen, ob sich das Abo noch lohnt.

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Vohl legte den potentiellen Abo-Abspringern bei Aufstellung einer Rechnung aber auch die Vorteile des HVV-Abos ans Herz: Kostenlose Mitnahme von einer Person und bis zu drei Kindern am Wochenende und die Möglichkeit des bezuschussten „Profitickets“.

Außerdem müsse man genau rechnen, ob sich die Alternative „Auto“ durch die schwankenden Benzinpreise und die Abnutzungkosten wirklich lohne.

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HVV bleibt stur

Trotz bisherige negativer Entwicklung der Abo-Zahlen und ziemlich düsterer Prognose für die kommenden Monate will der Verkehrsbund aber trotzdem eine Preiserhöhung durchführen.

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Ab Januar 2021 sollen die durchschnittlichen Preise um 1,4 Prozent ansteigen. Diese Preiserhöhung stelle laut Vohl aber lediglich einen Inflationsausgleich dar: „Die tatsächlichen Kostensteigerungen des Verkehrsunternehmen im HVV liegen deutlich höher“, sagte er der Landeszeitung.

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Vohl weiter: „Die Fahrgäste werden nur zu einem kleinen Teil an der Kostenentwicklung beteiligt, der Rest wird aus zusätzlichen Steuermitteln bestritten.“

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Unterm Strich gilt also Folgendes: Auch eine Preissenkung würde für zusätzliche Kosten sorgen und zwar bei den Steuerzahlern. (pag)