HVV: Der nächste Streik! Darauf musst du jetzt auf jeden Fall achten ++ Hochbahn ist sauer

Ein Zug der Hochbahn im HVV fährt am Hafen in Hamburg entlang.
Ein Zug der Hochbahn im HVV fährt am Hafen in Hamburg entlang.
Foto: imago images/Jürgen Ritter

Hamburg. Viel Vorbereitungszeit lassen die Gewerkschaften den HVV-Kunden dieses Mal nicht: Ein neuer, ganztägiger Streik steht an. Und das noch diese Woche.

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im HVV dazu aufgerufen, für 24 Stunden die Arbeit niederzulegen. Beim letzten Mal Ende September war der Streik kürzer ausgefallen.

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HVV: Neuer Streik in dieser Woche

Geplant ist der nächste Streik am Donnerstag, den 15. Oktober. Ab Betriebsbeginn streiken die Mitarbeiter voraussichtlich für 24 Stunden.

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Daten und Fakten zum HVV:

  • wurde am 29. November 1965 gegründet
  • umfasst das Hamburger Stadtgebiet und umliegende Gebiete in Schleswig-Holstein und Niedersachsen
  • Zum Angebot des HVV zählen auch vier U-Bahn-Linien (betrieben von der Hamburger Hochbahn AG) und sechs S-Bahn-Linien (betrieben von der S-Bahn Hamburg GmbH)
  • ist mit rund 4.500 Fahrzeugen im Einsatz
  • befördert laut eigenen Angaben rund 2,6 Millionen Fahrgäste am Tag
  • Es gibt 10.184 Haltestellen im Verbundgebiet
  • 763 Linien werden betrieben

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Es geht dabei vor allem um Busse und U-Bahnen, die nicht fahren werden. Die S-Bahnen gehören zur Deutschen Bahn, die nicht vom Streik betroffen ist, und dürften deshalb normal fahren. Das gleiche gilt für Regionalbahnen.

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Grund für den Streik ist, dass die Arbeitgeber noch immer kein akzeptables Angebot vorgelegt hätten, obwohl dafür seit dem 29. September Zeit war. Es geht um mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen für rund 7.000 Menschen in und um Hamburg.

„Nach einem ersten Warnstreik am 29. September 2020 hatte verdi auf zeitnahe Verhandlungstermine gesetzt. Diesem Ansinnen ist die Arbeitgeberseite nicht gefolgt und verschleppt damit unnötig den Tarifkonflikt auf Kosten der Fahrgäste“, heißt es von der Gewerkschaft.

HVV: Hochbahn hat wenig Verständnis

Bei der Hochbahn hat man wenig Verständnis für den Streik. Claudia Güsken vom Vorstand sagte: „Bei allem Respekt vor dem Grundrecht auf Streik fehlt uns hier das Verständnis. Für die Beschäftigten der Hochbahn laufen parallel zur bundesweiten verdi-Kampagne die Verhandlungen zum Haustarifvertrag. Der nächste Gesprächstermin ist vereinbart und findet am 29. Oktober statt.“

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In den frühen Morgenstunden werde die Hochbahn entscheiden, ob ein Notbetrieb eingerichtet werden kann. „Momentan müssen wir aber davon ausgehen, dass wir kein oder nur ein sehr rudimentäres Angebot bereitstellen können.“ (wt/rg)