Jan Fedder hatte einen speziellen Wunsch für sein Grab – er konnte ihm nicht erfüllt werden

Jan Fedder bleib ein ganz spezieller Wunsch verwehrt.
Jan Fedder bleib ein ganz spezieller Wunsch verwehrt.
Foto: picture-alliance/ dpa

Mehr als ein Jahr ist bereits vergangen, seitdem „Großstadtrevier“-Legende Jan Fedder in seiner Wohnung in Hamburg verstorben ist. Für sein Grab hatte er einen besonderen Wunsch.

Als Fan von skurrilen und morbiden Dingen, die Jan Fedder mit Leidenschaft sammelte, war er fasziniert von dem verfallenen Mausoleum „Riedmann“, das auf dem Ohlsdorfer Friedhof steht. Darin wäre er gerne beigesetzt worden – doch es kam etwas dazwischen..

Jan Fedder hatte skurrile Leidenschaft

„Nicht ohne Grund brauchte er seine große Scheune auf dem Land“ , sagt seine ehemaliger Schauspiel-Kollege Till Demtrøder im Gespräch mit MOIN.DE über Jan Fedders ungewöhnliches Hobby.

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Auf seinem großen Anwesen in Ecklak (Schleswig-Holstein) soll er neben in Alkohol konservierten Reptilien und aufgespießten Käfern auch das Skelett des kleinsten Menschen der Welt gelagert haben. Bei einer Auktion in Bad Oldesloe ersteigerte er außerdem die XXXL-Unterhose des ugandischen Diktators Idi Amin.

Als die „Hamburger Morgenpost“ (Mopo) in einem Artikel „die Geheimnisse des Mega-Friedhofs“ das Mausoleum vorstellte und darauf hinwies, dass ein Pate für das Bauwerk gesucht wird, war der Schauspieler sofort Feuer und Flamme.

Der Pate hätte sich um die Ruhestätte kümmern sollen und hätte diese im Gegenzug für Beisetzungen nutzen können. Doch die Friedhofsverwaltung musste Jan Fedder damals eine Absage erteilen.

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Das ist Jan Fedder:

  • Jan Fedder ist am 14. Januar geboren.
  • Er wuchs in St. Pauli auf. Seine Eltern betrieben das Lokal „Zur Überseebrücke“, das direkt im Hamburger Hafen lag.
  • Schon mit 13 Jahren stand Jan Fedder zum ersten Mal vor der Kamera.
  • Immer wieder hat Jan Fedder norddeutsche Charaktere verkörpert. Berühmtheit erlangte er durch die Rolle des Revierleiters Dirk Matthies im „Großstadtrevier“. Fast 30 Jahre lange war er Teil der Serie.
  • Im Jahr 2000 heiratete er seine Frau Marion.
  • Neben seiner Wohnung in Hamburg, die er bis zuletzt als „Junggesellenbude“ bezeichnete, besaß der Schauspieler auch ein Anwesen in Ecklak in Schleswig-Holstein.
  • 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms festgestellt. Den Krebs hat er besiegt, gestorben ist er laut Marion Fedder „am plötzlichen Herztod“ in seiner Wohnung in Hamburg.

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Es liefen bereits Gespräche mit einer Familie, die stark an der Übernahme des Mausoleums interessiert war. Auch einen Austausch mit dem Denkmalschutz hätte es bereits gegeben.

Trotzdem ist die „Großstadrevier“-Legende auf dem Ohlsdorfer Friedhof begraben worden. Sein Grab zieht seit rund einem Jahr zahlreiche Fans an, die Blumen und Briefe für ihr Idol.

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Das verfallene Mausoleum wurde von Wilhelm Anton Riedemann, auch bekannt als „Tankerkönig“ erbaut. Der Spediteur spezialisierte sich auf den Brennstoff Petroleum. Im Jahr 1920 noch das am meisten verwendete Beleuchtungsmittel in Europa.

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Dieses musste damals in Fässern aus den USA nach Deutschland geschifft werden, wobei es zu erheblichen Transportverlusten kam. 1880 pumpte Riedmann deswegen Öl in die Wassertanks seiner Segelschiffe.

Damit gilt er als Erfinder der Tankschiffe. Bald verfügte der Kaufmann über eine ganze Tankerflotte und pachtete den Hamburger Petroleumhafen.

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Riedemann gründete die „Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft“ – den Vorläufer der „Esso“. Das Mausoleum ließ der Unternehmer für seine Tochter erbauen, die im Alter von 16 Jahren verstarb.

Riedmann selbst allerdings ist in der Schweiz gestorben und dort mit den Gebeinen seiner Tochter beigesetzt worden. (lh)