Judith Rakers interviewt gerade Hendrik Streeck, da meldet sich plötzlich Dunja Hayali zu Wort

Dunja Hayali (l.) war in der aktuellen Ausgabe von „3nach9“ mit Judith Rakers (r.) zu Gast.
Dunja Hayali (l.) war in der aktuellen Ausgabe von „3nach9“ mit Judith Rakers (r.) zu Gast.
Foto: IMAGO / Stefan Schmidbauer & IMAGO / Martin Hoffmann

Die aktuelle Sendung von „3nach9“ hatte wieder spannende und hochkarätige Gäste. Unter anderem begrüßten Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo den Virologen Hendrik Streeck und die Journalistin Dunja Hayali (MOIN.DE berichtete).

Dunja Hayali kennt man aus dem „ZDF Morgenmagazin“. Darin informiert sie ein breites Publikum über das Tagesgeschehen. Doch auch als Gast bei „3nach9“ konnte sie es nicht lassen, sich in ein Gespräch einzuschalten, als Judith Rakers gerade Hendrik Streeck interviewte.

Judith Rakers möchte eine Schulnote hören

Das große Thema des Abends war Corona. „Welche Schulnote würden Sie der Impfquote in Deutschland geben?“, will Judith Rakers von Hendrik Streeck wissen. Die Spanne sollte dabei von eins für sehr gut bis sechs für ungenügend reichen.

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Am Freitag, 19. Februar, dem Tag der „3nach9“-Ausstrahlung, hatten 3,71 Prozent der Bevölkerung in Deutschland die erste Impfung und 1,97 Prozent die zweite erhalten.

Hendrik Streeck sagt, er möchte gerne in Form eines Harvard-Sandwiches antworten: Mit etwas Positivem beginnen und mit etwas Positivem aufhören, Kritik dazwischen packen.

Judith Rakers hakt nochmals nach

Als positiv bewertet er die Impfstoffentwicklung und betont, dass der Biontech-Impfstoff mit deutschen Steuergeldern gefördert und entwickelt worden sei. „Wir waren die Ersten, wo ein Impfstoff überhaupt möglich gemacht wurde.“

Dann die Kritik: Es gebe natürlich Probleme bei der Impfstoffbeschaffung „und es ruckelt bei der Verteilung“. Er möchte allerdings rückbesinnen auf den Sommer letzten Jahres. Da sei auch er skeptisch gewesen, ob die Impfstoffe wirklich wirken würden.

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Man müsse sich mal vorstellen, die hätten nicht gewirkt und wir hätten so viel gekauft, sagt Streeck. Dann würden jetzt alle sagen, wir haben Geld zum Fenster rausgeschmissen. „Aber das haben wir ja nicht. Wir haben jetzt drei Impfstoffe, die gut funktionieren. Und auch der Astrazeneca-Impfstoff ist ein fantastisch funktionierender Impfstoff.“

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Das ist Judith Rakers:

  • Judith Deborah Rakers wurde am 6. Januar 1976 in Paderborn geboren
  • Heute lebt Judith Rakers in Hamburg
  • Judith Rakers arbeitet als Journalistin, Fernsehmoderatorin und seit 2005 als Sprecherin der „Tagesschau“ in der ARD
  • Seit 2010 moderiert Judith Rakers neben Giovanni di Lorenzo die Talkshow „3nach9“
  • Judith Rakers ist passionierte Reiterin und hat zwei Pferde: Carlson und Sazou.
  • Im Oktober 2017 trennte sich Judith Rakers von ihrem langjährigen Ehemann Andreas Pfaff

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Da hakt Judith Rakers nochmals nach: „Welche Note geben Sie jetzt?“ Das könne man gar nicht machen, sagt Streeck. Für die unterschiedlichen Phasen könne man unterschiedliche Noten geben.

„Es ging darum, so ein Risiko einzugehen am Anfang und dann auch die Verantwortung für dieses Risiko zu tragen, so viele Impfstoffe zu kaufen. Ich weiß nicht, wie ich mich entschieden hätte als Bundesgesundheitsminister. Ob ich das Risiko eingegangen wäre, so viele Impfstoffe zu kaufen auf gut Glück.“

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Da gibt Judith Rakers Dunja Hayali das Wort.

Judith Rakers: Dunja Hayali hat eine Frage

Als die Kamera während Streecks Ausführungen einmal auf Dunja Hayali gerichtet wurde, konnte man bereits den Eindruck gewinnen, dass sie etwas loswerden oder nachhaken möchte.

„Bei dem Stichwort Risiko“, fängt sie an. Aktuell sei ja das, was den meisten, zumindest denen, die Kinder haben, auf der Seele brenne, Kita und Schule.

„Und da kriege ich Post von den einen, die sagen: ,Lasst die Schulen zu, ihr seid irre, ihr schickt unsere Kinder in den Tod!'“ Sie betont: „Ich übertreibe nicht, das schreiben manche.“

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Das ist „3nach9“:

  • „3nach9“ ist die älteste laufende bundesdeutsche Fernseh-Talkshow
  • Die Sendung wird im Auftrag von Radio Bremen produziert
  • Sie läuft alle vier Wochen freitags von 22.00 bis 0.00 Uhr bei Radio Bremen TV
  • Das NDR Fernsehen, der HR und der RBB übertragen die Sendung ebenfalls
  • „3nach9“ wird seit 1989 von Giovanni di Lorenzo moderiert, seit 3. September 2010 gemeinsam mit Judith Rakers

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Die anderen würden sagen: „Macht die Schulen auf, wir drehen zuhause durch, die Kinder fallen durchs soziale Raster, Gewalt, Ähnliches nimmt zu!“ Dunja Hayali fragt Streeck: „Wie ist da Ihre Einschätzung Stand jetzt?“

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Er denke, dass für solche Entscheidungen der virologische Anteil sehr gering sei. Da gehe es eher um Kinderpsychologen und Erziehungswissenschaftler, die ihre Expertise geben müssten.

Da wendet Hayali ein: „Aber Kinder können ja Treiber sein, das sagen diverse Studien.“

Judith Rakers: Alter der Kinder spielt eine Rolle

Hendrik Streeck verweist auf Studien, über 300 zu Kindern und Schulen gebe es mittlerweile. Bis zu einem gewissen Alter, bis zu zwölf Jahren, seien Kinder weniger infektiös.

Sie könnten das Virus weniger übertragen als die älteren Jahrgänge. Das müsse man differenziert sehen. Ältere Jahrgänge würden eher nicht Abstand halten, sie würden das Virus eher weitergeben können, während jüngere Kinder nicht häufige Träger von Infektionen seien.

Dunja Hayali hat ihre Zweifel, was das Verhalten der Kinder in Sachen Abstand angeht: „Sagen Sie das mal einem Erzieher oder einer Erzieherin“. Abstandhalten und Maskentragen funktioniere bei Drei-, Vier- oder Fünfjährigen eben nicht.

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„Es gibt eben nicht diese Schwarz-Weiß-Antwort“, lautet Streecks Antwort darauf. Kinder können sich genauso infizieren und können genauso das Virus an die Eltern weitegeben.

„Ich kann nicht sagen: ,Da ist keine Gefahr, da gibt's keine Übertragung.'“ Genauso könne man nicht sagen, das seien die Treiber der Pandemie. „Das sind Aussagen, die man virologisch oder epidemiologsich eigentlich gar nicht treffen kann.“ (kbm)

Wer die Ausstrahlung von „3nach9“ am 19. Februar verpasst hat, kann die Sendung >>> hier in der Mediathek anschauen.