Judith Rakers: Scharfe Kritik, weil sie diese zwei Wörter vor laufender Kamera ausspricht – „Sehr verletzend“

Das ist Judith Rakers

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In der „Tagesschau“-Aufzeichnung vom vergangenen Montag sollte Judith Rakers kurz vor Schluss nur noch die „Tagesthemen“ ankündigen. Was dann passierte, sorgt jetzt für Kritik.

Denn Judith Rakers verwendete zwei Wörter, die ihr zum Verhängnis wurden. Vielen Zuschauern geht die Aussage gegen den Strich.

Judith Rakers nutzt heiklen Begriff

Am Ende der „Tagesschau“ kündigte Judith Rakers einen Beitrag der „Tagesthemen“ an: „Armut in Corona-Zeiten. Sozial Schwache geraten unter Druck“. Ein wichtiges Thema, für das die „Tagesschau“-Sprecherin jedoch einen heiklen Ausdruck genutzt hat.

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Schon länger steht der Ausdruck „sozial schwach“ in der Kritik. Denn gemeint sind eigentlich Menschen, die wenig Geld haben oder in prekären Verhältnissen leben.

Doch der Begriff impliziert, dass es den Menschen an sozialer Kompetenz fehle, an den Fähigkeiten, sich in der Gemeinschaft zu integrieren.

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Auch in den „Tagesthemen“ soll es – wie von Judith Rakers angekündigt – um Menschen mit weniger Geld gehen. Ihre Ausdrucksweise ist schlicht nicht passend gewählt.

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Judith Rakers in der Kritik

Das ist auch den Zuschauern aufgefallen. „Judith Rakers kündigt in der ,Tagesschau’ an, dass es um ,sozial Schwache’ geht“, schreibt etwa ein Twitter-Nutzer. „Wer ist damit gemeint?“, will er wissen.

„Menschen in Armut sind sozial sogar oft stärker als Reiche“, stellt eine weitere Frau klar. Ein Mann bezeichnet den von der Moderatorin gewählten Begriff als „sehr, sehr verletzend“.

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Dem stimmt auch der NDR zu. Ein Sprecher den Senders teilte auf Anfrage von MOIN.DE mit, dass der Ausdruck „sozial schwach“ in der ARD seit Längerem eigentlich nicht mehr genutzt werde.

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„Damit werden Menschen fälschlicherweise als sozial schwach beschrieben. Gemeint sind hingegen Menschen, die beispielsweise sozial benachteiligt oder einkommensschwach sind“, betont er.

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Leider sei in der „Tagesschau“ am Montag der bis vor Kurzem gängige Begriff genutzt worden, doch die Redaktion sei daraufhin noch einmal sensibilisiert worden. (lh)