Linda Zervakis spricht mit Comedian Shahak Shapira – und der beschwert sich: „Man hört nie was Gutes!“

Nachrichtensprecherin Linda Zervakis.
Nachrichtensprecherin Linda Zervakis.
Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

„Tagesschau“-Sprecherin Linda Zervakis nimmt neben ihrer TV-Karriere auch fleißig Podcasts auf. Zuletzt war die Aktivistin Wana Limar zu Gast, die über ihre Flucht aus Afghanistan berichtete. >>> Hier geht es zur ganzen Geschichte.

In der neuesten Folge durften sich die Zuhörer und Fans von Linda Zervakis auf den Satiriker und Comedian Shahak Shapira freuen, der im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie aus Israel flüchtete.

Linda Zervakis: Ihr Interviewgast Shahak Shapira stört DAS

Und um seine Heimat ging es auch direkt zu Beginn der Episode. Israel kennen viele nämlich leider nur aus den Nachrichten – und das nicht immer mit einer positiven Berichterstattung.

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„Ich verbinde es immer nur mit Krieg und Zerstörung“, erklärte Linda Zervakis. Daraufhin unterbrach Shahak Shapira: „Man hört nie was Gutes! Die könnten doch auch mal was Nettes machen für uns alle“, schlägt der Comedian vor.

Die „Tagesschau“-Sprecherin erwidert: „Und deswegen bist du ja hier. Erzähl mir, mit welchen Augen du das Westjordanland gesehen, gelebt und gespürt hast.“

Linda Zervakis: „Oh wow, die haben ja keine Raketen hier“

Doch für Shapira ist das nicht so einfach. „Das klingt ja sehr esoterisch. Ich weiß nicht. Das ist schwer zu vergleichen, weil ich nicht weiß, wie andere das so sehen. Wenn du in ein Krieg reingeboren wirst, erscheint dir das alles so normal“, antwortet der 32-Jährige.

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Das ist Linda Zervakis:

  • Linda Zervakis wurde am 25. Juli 1975 in Hamburg geboren
  • Ihre Eltern kamen als griechische Gastarbeiter nach Hamburg-Harburg
  • Da ihr Vater früh verstarb, arbeitete Linda Zervakis noch bis zu ihrem 28. Lebensjahr im familieneigenen Kiosk mit
  • Im Jahr 2001 begann die Journalistin ihre Arbeit beim NDR
  • Seit Mai 2013 steht sie für die „Tagesschau“ vor der Kamera
  • Linda Zervakis ist verheiratet und hat zwei Kinder

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Erst als er nach Deutschland angekommen war, realisierte er alles: „Danach denkt man sich: Oh wow, die haben ja keine Raketen hier.“

Shapira kam 1988 auf die Welt und hat noch gute Erinnerungen an den zweiten Golfkrieg, der zwei Jahre später begann. „Das gehört zu den ersten Sachen, an die ich mich erinnere, als wir alle gemeinsam im Bombenkeller saßen. Wir hatten alle panische Angst, weil Saddam Hussein (der ehemalige irakische Präsident, anm. d. Redaktion) zu dem Zeitpunkt chemische Waffen hatte“, erinnert er sich zurück.

Linda Zervakis hat Shahak Shapira zu Gast

Zervakis fragt in dem Gespräch auch nach positiven und schönen Erinnerungen. „Egal, wo du in Israel bist, ist es gefährlich“, erklärt Shapira. Aber:

„Ich erinnere mich auch an ein Zusammenleben mit den Arabern, was in der ,Tagesschau' jetzt so nicht gezeigt wird, aber dennoch relevant ist und auch existiert.“

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Neben dem Zusammenleben vermisst Shapira auch das Essen aus seiner Heimat. Für Linda Zervakis hat er leckeren Hummus, eine orientalische Spezialität aus pürierten Kichererbsen oder Ackerbohnen, Labneh (saurer Käse) und Kubbeh (gefüllte Frikadellen) mitgebracht.

„Alles ist gut in Israel. Was Essen angeht, ist alles tiptop. Was ich am meisten an Israel vermisse, ist es das Essen – ohne Frage“, sagt der Satiriker. (oa)

Den ganzen Podcast kannst du >>> hier hören.