Angela Merkel zieht bei Impfstoff-Beschaffung Konsequenzen! Das hat Folgen für Jens Spahn

Kanzlerin Angela Merkel macht die Impf-Beschaffung jetzt zur Chefsache. (Archivbild)
Kanzlerin Angela Merkel macht die Impf-Beschaffung jetzt zur Chefsache. (Archivbild)
Foto: imago images / Future Image

Die nächste Posse im Streit um die Impf-Beschaffungen! Nachdem es in den vergangenen Tagen kräftig rumorte, zieht Kanzlerin Angela Merkel jetzt offenbar die Notbremse.

Nach dem langsamen Impfstart war die Kritik an der Impfstoff-Beschaffung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) immer lauter geworden. Vor allem aus Reihen der ebenfalls an der Regierung beteiligten SPD regte sich Protest. Nun nimmt Angela Merkel die Zügel offenbar selbst in die Hand.

Angela Merkel macht Impfstoff-Beschaffung zur Chefsache

Wie die „Bild“ berichtet, soll sich bei der Impfstoff-Beschaffung jetzt einiges ändern. Das hat auch Folgen für Gesundheitsminister Jens Spahn. Bislang war er nahezu in Eigenregie dafür zuständig, genügend Impfstoff zu beschaffen.

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Demnach soll ein Krisen-Gipfel bereits am Mittwoch nach Wegen suchen, die Impfstoff-Produktion zu beschleunigen. War Jens Spahn mit dieser Aufgabe bislang überfordert?

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So deutet es zumindest die „Bild“-Zeitung. Denn Spahn wird lediglich Teil der zuständigen Arbeitsgruppe sein. Sie besteht zudem aus Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Chef des Bundeskanzleramtes, Helge Braun (beide CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD).

Spahn „entmachtet“?

Die Idee einer Arbeitsgruppe stamme dabei aus dem Kanzleramt und sei nicht auf Bitten von Spahn selbst initiiert worden. Die „Bild“ spricht gar von einer „Entmachtung“ Spahns. Doch das Einberufen einer Arbeitsgruppe könnte für Merkel auch einen anderen strategischen Vorteil bieten.

Einer der schärfsten Kritiker der bisherigen Impfstoff-Beschaffung von Jens Spahn war Olaf Scholz, der dem Gesundheitsminister sogar einen Fragenkatalog vorgelegt hatte. Scholz nun selbst in die Beschaffung einzubinden könnte ihm und anderen Kritikern aus den Reihen der SPD vorerst den Wind aus den Segeln nehmen.

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Die größten Kritikpunkte an Spahns Impfstoff-Strategie waren bislang, dass Deutschland nicht parallel zur EU Impfstoffe zugekauft hat und die EU mit mehr finanziellen Mitteln und mutiger auf Angebote der Hersteller hätte zurückgreifen sollen. (dav)