Armin Laschet: Bitter! Kandidat um CDU-Vorsitz landet HIER ganz hinten

Eine Umfrage hat Armin Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz bitter abgewatscht. (Archivbild)
Eine Umfrage hat Armin Laschet im Kampf um den CDU-Vorsitz bitter abgewatscht. (Archivbild)
Foto: imago images / Revierfoto

Dieser Start ins Jahr 2021 ist für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ganz bitter.

Neben Norbert Röttgen und Friedrich Merz ist er der dritte Kandidat im Rennen um den CDU-Vorsitz. Klarheit in der Personalie gibt es Mitte Januar. Am 16. findet der Parteitag der Christdemokraten statt, erstmals auf digitalem Wege. Und die Vorzeichen für Armin Laschet könnten rund zwei Wochen vor der entscheidenden Wahl kaum schlechter sein.

Armin Laschet bitter abgewatscht

Das „Handelsblatt“ hat eine Umfrage in Auftrag gegeben und gefragt, von welchem Politiker die Deutschen im Jahr 2021 gern mehr hören möchten. Das Resultat ist für Laschet ganz bitter: Der CDU-Politiker aus Aachen (NRW) belegt mit gerade einmal 5,6 Prozent der Stimmen den letzten Platz.

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Seine Konkurrenten Friedrich Merz (22,9 Prozent) und Norbert Röttgen (20,7 Prozent) schneiden da schon deutlich besser ab. Sie landen auf den Plätzen zwei und vier. Zwischen beide schiebt sich mit 22,8 Prozent SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Doch eine Antwort sticht alle Politiker aktuell aus.

Und dieser Antwort merkt man die aktuelle Politikverdrossenheit nach dem anstrengenden Corona-Jahr merklich an. Fast 30 Prozent der Befragten gab an, sie wollten „von keinem“ der acht zur Auswahl stehenden Politiker in diesem Jahr mehr hören.

Entscheidung über CDU-Vorsitz am 16. Januar

Neben den CDU-Kandidaten und SPD-Politiker Scholz standen noch die Grünen-Spitze aus Robert Habeck und Annalena Baerbock, SPD-Politiker Saskia Esken und FDP-Vorsitzender Christian Lindner zur Auswahl. Während die beiden Grünen mit rund 19 Prozent gute Werte erhalten, finden sich Lindner (11,5 Prozent) und Esken (7,3 Prozent) im unteren Drittel der Tabelle.

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Ein Vorentscheid, wer am Ende den CDU-Vorsitz übernimmt, ist das natürlich noch nicht. Das entscheidet schließlich nicht die Bevölkerung, sondern die mehr als 1000 Delegierten auf dem CDU-Parteitag am 15. und 16. Januar. Das Prozedere: Nachdem sich die Kandidaten per Video-Schalte vorgestellt und den Fragen der CDU-Mitglieder gestellt haben, sollen Bundesvorstand samt neuem Vorsitzenden zunächst digital gewählt werden, im Anschluss per Briefwahl. Das Ergebnis der Briefwahl soll dann am 22. Januar verkündet werden.

Merz wohl mit den besten Chancen

Dennoch ist die Civey-Umfrage im Auftrag des „Handelsblatt“ natürlich ein Fingerzeig. Schließlich soll der neue Vorsitzende auch eine erfolgreiche Bundestagswahl im September gestalten und dafür bei möglichst vielen Wählern punkten.Zudem darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine mögliche Kanzlerkandidatur machen. Einziger Konkurrent wäre dabei wohl noch CSU-Politiker Markus Söder. Klarheit in dieser Personalie wird es aber ohnehin erst nach dem Parteitag geben.

Größte Hoffnungen dürfte sich aktuell Friedrich Merz machen. Er liegt in Umfragen unter CDU-Mitgliedern vorn, die sich von ihm eine Schärfung des wirtschaftlichen und konservativen Profils erhoffen.

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Doch Norbert Röttgen, dem lange Zeit nur Außenseiterchancen zugerechnet wurden, erstarkt auf den letzten Metern. Der als außenpolitisch erfahren geltende Politiker ist mit dem Programm angetreten, die CDU weiblicher, jünger und digitaler machen zu wollen. Welchen Weg die CDU am Ende einschlägt, wird sich am 15. und 16. Januar zeigen. (dav)