Baden-Württemberg: Paukenschlag! Kretschmann setzt sich durch – DIESE Koalition regiert bald im Ländle

Das ist Winfried Kretschmann

Das ist Winfried Kretschmann

Wir stellen den ersten grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann vor.

Beschreibung anzeigen

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg stand fest: Winfried Kretschmann bleibt auch die nächste Leigslaturperiode Ministerpräsident! Die Wahl im Ländle war der Auftakt ins Superwahljahr 2021!

Die große Fragen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg: Wird es eine Neuauflage von Grün-Schwarz geben? Oder stehen die Zeichen auf Ampel? Jetzt hat Winfried Kretschmann sich in dieser Frage offenbar durchgesetzt.

+++ News-Blog zur Landtagswahl in Baden-Württemberg: HIER klicken zum Aktualisieren +++

Samstag, 3. April

15.00 Uhr: Kretschmann setzt sich durch: DIESE Koalition regiert bald das Ländle

Grüne und CDU in Baden-Württemberg haben sich bei ihrem abschließenden Sondierungsgespräch darauf verständigt, bald in Koalitionsverhandlungen einzutreten. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag in Stuttgart aus Verhandlungskreisen erfuhr, haben sich beide Seiten auf ein gemeinsames Papier als Grundlage für die künftige Koalition geeinigt. Bei der Grünen-Basis hatte es vor kurzem noch starke Zweifel an einer Wiederauflage von Grün-Schwarz gegeben. Am frühen Nachmittag wollten der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann und CDU-Landeschef Thomas Strobl gemeinsam vor die Presse treten.

Donnerstag, 1. April

12.00 Uhr: Große Überraschung! Doch keine Ampel in BaWü? Kretschmann gerät mit Parteispitze aneinander

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann muss in seiner eigenen Partei um eine Neuauflage der Koalition mit der CDU kämpfen. Der Landesvorstand vertagte am Donnerstag nach fast dreistündiger Diskussion völlig überraschend eine Entscheidung über den Partner für Koalitionsverhandlungen.

Wie die dpa aus Parteikreisen in Stuttgart erfuhr, will Kretschmann unbedingt weiter mit der CDU regieren, im Vorstand gibt es aber Forderungen nach einem Ampelbündnis mit SPD und FDP. Schon am Mittwoch hatten sich die Spitzen-Grünen ein hartes Ringen um die Frage geliefert, wer der richtige Partner für die Koalitionsgespräche ist.

Wegen der Vertagung des Landesvorstands dürfte auch der Zeitplan für die anvisierte Vorstellung der designierten Koalitionspartner hinfällig sein. Ursprünglich wollte sich die Grünen-Spitze gegen 12.00 Uhr mit dem potenziellen Partner im Stuttgarter Haus der Architekten treffen. Dort wollte man gemeinsam ein Sondierungspapier erstellen, das die Grundlage für die Koalitionsgespräche sein soll. Gegen 15.00 Uhr wollten die designierten Partner nach Plänen der Grünen vor die Presse treten.

Dem Vernehmen war der 72-jährige Kretschmann engagiert für eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU eingetreten. Die Union hatte die Landtagswahl vor zweieinhalb Wochen klar gegen die Grünen verloren. Detzer und Hildenbrand hatten dem Vernehmen nach am Mittwoch argumentiert, mit der CDU sei kein Aufbruch möglich. Außerdem fehle nach den Auseinandersetzungen in den vergangenen fünf Jahren das Vertrauen. Hildenbrand hatte schon im Wahlkampf erklärt, die Union sei beim Klimaschutz ein „Klotz am Bein“ gewesen. Kretschmann verwies am Mittwoch darauf, dass die Union den Grünen hier nun stark entgegenkommen wolle.

0.50 Uhr: Ein Sitz fehlt Grün-Rot im vorläufigen amtlichen Endergebnis für eine eigene Mehrheit!

Das vorläufige amtliche Ergebnis ist da: Grüne 32,6%, CDU 24,1%, SPD: 11%, FDP 10,5%, AfD 9,7%, AfD 3,6%, Freie Wähler 3%.

Eine Mehrheit von 78 Sitze erreicht somit zum einen das bisherige grün-schwarze Bündnis mit 100 Sitzen, aber auch eine Ampel aus Grünen, FDP und SPD mit 95. Grün-Rot kommt nur auf 77 Sitze.

Großer Verlierer ist die AfD, die 5,4 Prozentpunkte einbüßt. Die Grünen legen nochmal zu (+2,3 Prozentpunkte), auch die FDP gewinnt (+2,2 Prozentpukte). SPD (-1,7 Prozentpunkte) und CDU (-2,9 Prozentpunkte) schließen schwach ab.

23.05 Uhr: Noch "völlig offen", ob es auch für Grün-Rot reicht

Laut ARD-Hochrechung haben Grüne und SPD zusammen 77 Sitze, einen zu wenig für die Mehrheit. Laut Jörg Schönenborn ist es derzeit "völlig offen", ob es am Ende reichen wird für das Zweierbündnis.

+++ Anne Will (ARD): Ist ER in den Laschet-Geheimplan eingeweiht? +++

21.55 Uhr: Stand jetzt reicht es für Grün-Rot laut ARD!

Laut der ARD-Hochrechnung reicht es in Baden-Württemberg für Grün-Rot! Aktuell erreichen die Grünen 55 Sitze im Landtag, die SPD kommt laut Infratest dimap auf 20. Das wären somit 75 der 148 Sitze – eine Mehrheit!

21.35 Uhr: Es bleibt spannend im Ländle – reicht es für Grün-Rot

Auch im ZDF wird es immer knapper. Laut der aktuellen Hochrechnung kommen Grüne und SPD auf 77 Sitze. Für eine absolute Mehrheit bräuchte Grün-Rot nach ZDF-Hochrechnung aber 78. Bei der ARD würde es dagegen weiter reichen für dieses Zweierbündnis.

20.30 Uhr: Spektakuläre Wende bei den Hochrechnungen in Baden-Württemberg

Viel wurde am Abend über eine mögliche Ampel-Koalition in Baden-Württemberg gesprochen. Plötzlich aber ist sogar Grün-Rot möglich! Das liegt daran, dass die SPD im Verlauf des Abends ihr Ergebnis stetig verbessern konnte. Lag sie anfangs hinter der FDP und der AfD erreicht sie nun 11,2 Prozent in der ZDF-Hochrechnung von 20.19 Uhr. Das wären für beide Parteien zusammen 75 Stimmen - 76 werden benötigt. Bei der ARD aber reicht es schon !

Dort geht man von einer etwas anderen Sitzverteilung im Parlament aus. Demnach hätten die Grünen 53 Sitze und die SPD 19 (hier liegt die SPD bei 11,6%), also 72. Infratest dimap geht für die ARD von derzeit 143 Sitzen im Landtag aus, die 72 würden also knapp reichen. Es wird also noch ein spannender Wahlabend!

19.25 Uhr: Neue Hochrechnungen von ARD und ZDF aus Baden-Württemberg

ARD: Grüne 32,3%, CDU 23,5%, SPD 11,1%, FDP 10,7%, AfD 10,5%, Linke 3,4%

ZDF: Grüne 31,4%, CDU 23,4%, AfD 11,9%, SPD 10,9%, FDP 11%, Linke 3,5%, Freie Wähler 3%

19.10 Uhr: FDP strebt Ampel in Baden-Württemberg an

Die Zeichen stehen auf Ampel in Baden-Württemverg. FDP-Spitzenkandidat begrüßte, dass Winfried Kretschmann mit den demokratischen Parteien sondieren wolle. Seine Partei strebe eine Regierungsbeteiligung an und kündigte für seine Partei an, dass sie "konstruktive Gespräche" führen wolle.

Bei den Wähler gibt es allerdings noch einige Skepsis, ob so ein Ampel-Bündnis erwünscht ist:

18.55 Uhr: Grüne sahnen bei älteren Wählern in Baden-Württemberg ab

Bei Wahlen holen die Grünen normalerweise Top-Werte bei jüngeren Wählern. So auch in Baden-Württemberg. Dort holten die Grünen laut ZDF 28% der Stimmen bei den unter 30-Jährigen. Doch noch besser schnitt die Kretschmann-Partei bei Älteren ab! Bei über 60-Jährigen schafften es die Grünen auf 35%.

18.39 Uhr: Neue Hochrechnungen für Baden-Württemberg von ARD und ZDF

ARD: Grüne 30,7%, CDU 23,3%, AfD: 11,8%, SPD: 11,7%, FDP: 11,3%, Linke: 3,4%

ZDF: Grüne 30,9%, CDU 23,1%, AfD 12,5%, FDP 11,4%, SPD 10,8%, Linke 3,4%

18.37 Uhr: Winfried Kretschmann meldet sich nach Wahlsieg zu Wort

Wahlsieger Winfried Kretschmann meldet sich mit einem Statement zu Wort. Er nehme den "Auftrag" der Wähler mit Dankbarkeit und Demut an.

18.35 Uhr: CDU-Landeschef Thomas Strobl sieht "keine Wechselstimmung"

Im ZDF-Interview erklärte Thomas Strobl, der Landeschef der CDU in Baden-Württemberg, dass es "keine Wechselstimmung" im Land gebe. Man habe mit den Grünen eine stabile und verlässliche Regierung geführt. Die Christdemokraten seien "immer breit, Verantwortung im Land zu tragen".

18.21 Uhr: FDP-Landeschef will "ergebnisoffene" Gespräche mit Kretschmann führen

FDP-Landeschef Michael Theurer will "ergebnisoffene" Gespräche mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann führen. Man wolle etwas bewegen in der Bildungspolitik, bei der Digitalisierung und für den Mittelstand.

18.18 Uhr: Grünen-Chef Habeck offen für Gespräche über Ampel-Koalition in Baden-Württemberg

Die Grünen können in Krisenzeiten gewinnen, betont Grünen-Chef Robert Habeck im ZDF-Interview. "Das ist ein starkes Mandat, Zukunft zu gestalten." Man werde in Baden-Württemberg mit den anderen Fraktionen sprechen, mit wem am meisten umsetzbar sei. Die FDP bremse allerdings in Baden-Württemberg noch mehr als im Bund.

18.12 Uhr: Kommt jetzt die Ampel-Koalition in Baden-Württemberg?

Im ZDF wirbt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil für Mehrheiten abseits der Union. Die CDU in Baden-Württemberg sei "lahm, inhaltsleer und ausgelaugt". Er wirbt somit für eine Ampel-Koalition im Ländle.

18.05 Uhr: Schwarz-grüne Koalition könnte fortgesetzt werden

Von der CDU gibt es Glückwünsche an den Grünen Ministerpräsident Kretschmann. Man stehe für Gespräche über eine Fortsetzung der bisherigen Koalition zur Verfügung.

Die bisherige Sitzverteilung nach Hochrechnung in der ARD:

Grüne: 51 Sitze, CDU: 37, AfD: 18; SPD: 19, FDP:18

Sowohl eine Koalition aus Grünen und CDU wäre damit denkbar, als auch eine Dreier-Koalition aus Grünen, SPD und FDP.

18.02 Uhr: Erste Hochrechnungen da! CDU böse abgewatscht

Die ersten Prognosen zur Landtagswahl Baden-Württember sind da!

ARD: Grüne (31 %), CDU (23 %), AfD (11,5 %), SPD (12 %), FDP (11,5 %), Die Linke (3,5 %)

ZDF: Grüne (31,5%), CDU (23%), AfD (12.5%), SPD (10,5%), FDP (11%), Die Linke (3,5 %)

Wahlbeteiligung 62,5 Prozent

Im Vergleich zur Landtagswahl 2016 würden die Grünen sich leicht verbessern, die CDU würde um rund vier Prozentpunkte abstürzen. Auch die AfD (vormals 15,1%) würde klar verlieren. Die FDP könnte um rund drei Prozentpunkte klettern.

17.30 Uhr: Ist die 18-Uhr-Prognose bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg heute ungenau?

Noch nie gab es so viele Briefwähler in Baden-Württemberg wie bei dieser Landtagswahl. Vor fünf Jahren stimmten rund 21 Prozent per Brief ab, durch die Corona-Pandemie könnten es diesmal rund die Hälfte der Wähler sein. Das ist ein Problem für die Wahlforscher.

Für die 18-Uhr-Prognose werden Wähler direkt nach dem Besuch im Wahllokal befragt. Sie geben dann ein zweites Mal geheim ihre Stimme ab. Durch diese Nachwahlbefragungen lässt sich relativ zuverlässig das endgültige Wahlergebnis vorhersagen. Doch bei dem hohen Anteil an Briefwählern kann es zu deutlicheren Verzerrungen kommen, etwa weil mehr ältere Wähler daheim geblieben sind, die im Durchschnitt mehr CDU wählen.

Daher könnte die 18-Uhr-Prognose in diesem Wahl eine geringere Aussagekraft haben. Spannend wird, was die Hochrechnungen im späteren Verlauf des Abends ergeben.

15.25 Uhr: Kretschmann erscheint mit seiner krebskranken Ehefrau in Wahllokal

Im Wahlkampf machte Winfried Kretschmann die Brustkrebs-Erkrankung seiner Ehefrau Gerlinde öffentlich. Die Nachricht über die First Lady schockte das Bundesland. Nun erschien das Ehepaar zusammen in einem Wahllokal in der Heimatstadt Sigmaringen, um zu wählen.

+++ Anne Will (ARD): Gästeliste lässt Gerüchtküche brodeln – „Er traut sich nicht!“ +++

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Hochrechnung, Ergebnis, Prognose und Wahlausgang

Winfried Kretschmann ist überaus beliebt im Ländle: Bei einer Direktwahl würde der Ministerpräsident laut einer Umfrage des ZDF-Politbarometers satte 70 Prozent holen und damit seine CDU-Herausforderin Susanne Eisenmann abhängen (13 Prozent). Auch das TV-Duell zwischen Kretschmann und Eisenmann änderte an der Ausgangslage nichts mehr.

Für die CDU könnte es ein überaus bitterer Wahlabend werden. Bis 2011 regierten die Christdemokraten das Bundesland als stärkste Kraft. Zuletzt war man immerhin noch Juniorpartner der Grünen, nun könnte es einen heftigen Absturz geben. In den Umfragen liegt die CDU zwischen 23-25 Prozent. Schon bei der Landtagswahl 2016 waren es nur noch 27 Prozent. Die Grünen können dagegen 32-34 Prozent erwarten.

+++ Wahl-O-Mat für Baden-Württemberg: Große Überraschung – DIESES Ergebnis kommt raus +++

Wird es trotzdem mit Grün-Schwarz weitergehen? Oder setzt Winfried Kretschmann auf eine Ampel-Koalition mit der SPD und der FDP, ähnlich wie in Rheinland-Pfalz?

+++ ARD, ZDF, SWR und Co.: Diese TV-Sender berichten live über die Landtagswahlen +++

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Hochrechnung, Prognose und Wahlergebnis

Die Sozialdemokraten können laut Umfragen mit 10-13 Prozent rechnen und etwa auf dem Niveau der vergangenen Wahl 2016 (12,7 Prozent) landen. Die FDP könnte dazugewinnen, laut Umfragen zwischen 10-11 Prozent (2016: 8,3 Prozent). Die Liberalen könnten somit sogar stärker werden als die SPD! Ebenso wie die AfD. Sie könnte mit 11-13 Prozent laut Umfragen wieder die drittstärkste Kraft werden, aber leicht verlieren im Vergleich zur Landtagswahl 2016 (15,1 Prozent). Die Linke kommt wohl mit rund vier Prozent nicht in den Landtag.

----------------

5 Fakten über Ministerpräsident Winfried Kretschmann:

  • Während seines Studiums engagierte er sich beim „Kommunistischen Bund Westdeutschland“. Später bezeichnete er das als „fundamentalen Irrtum“.
  • Er ist ein leidenschaftlicher Heimwerker.
  • Kretschmanns Vater starb 1969 bei einem Autounfall.
  • Vor seiner politischen Karriere war er Gymnasiallehrer für Biologie, Chemie und Ethik.
  • Er ist bekennender Katholik.

--------------

Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Danach werden erste Prognosen zum Wahlausgang erwartet. Beim Statistischen Landesamt findest Du hier die Ergebnisse as den Wahlkreisen in Baden-Württemberg.