Bundestagswahl: Umfrage-Tief erreicht? DAS lässt die Union hoffen

Kann sich die Union mit Blick auf die Bundestagswahl wieder etwas erholen?
Kann sich die Union mit Blick auf die Bundestagswahl wieder etwas erholen?
Foto: IMAGO / Christian Spicker

Hat die Talfahrt der Union ihr Ende erreicht? Wochenlang folgte bei Umfragen zur Bundestagswahl ein Tiefschlag den nächsten. Um mehr als zehn Prozentpunkte sackte die Union ab.

Die Wählerinnen und Wähler straften die Partei für das Corona-Chaos und die Maskenaffäre ab. Die Frage war eigentlich nur, wie tief die Union mit Blick auf die Bundestagswahl im September noch fallen würde. Ein aktuelles Stimmungsbild ist für die Parteianhänger dabei zumindest ein kleiner Lichtblick.

Bundestagswahl: Union im Tal der Tränen angekommen?

Anfang Februar war die Welt der Union noch in Ordnung. Mit 37 Prozent in Umfragen wähnte man sich unangefochten am Platz an der Sonne. Was dann folgte ist wohl ein selten dagewesener Absturz. Am 24. März landete die Union bei gerade einmal 26 Prozent und war auf dem Boden der Tatsachen angekommen.

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Eine Umfrage des Meinungsinstitutes „Forsa“ vom Mittwoch sorgt nun aber für Hoffnung im Lager der Christdemokraten. Die Lage scheint sich etwas zu stabilisieren, ein weiterer Absturz um einige Prozentpunkte in dieser Woche blieb ihnen erspart. Im Gegenteil: Im Vergleich zur Vorwoche ging es sogar einen Prozentpunkt nach oben. Das könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass die Menschen die Entschuldigung der Kanzlerin ernst- und angenommen haben.

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Die Bundestagswahl 2021:

  • findet am 26. September 2021 statt
  • Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten einen Wohnort in Deutschland haben
  • aktuell regiert eine Große Koalition aus SPD und CDU
  • schon jetzt steht fest: Erstmals seit 16 Jahren wird nicht Angela Merkel für die CDU als Kanzlerkandidatin in den Wahlkampf gehen

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Doch Ruhe dürfte auch in dieser Woche bei der Partei kaum einkehren. Es herrscht ein öffentlicher Machtkampf zwischen Markus Söder (CSU-Vorsitzender) und Armin Laschet (CDU-Vorsitzender). Die Kanzlerkandidaten-Frage für die Bundestagswahl ist weiter offen. Und auch die Kanzlerin scheint aktuell nicht das volle Vertrauen in den im Januar gewählten CDU-Vorsitzenden zu haben.

Grüne bleiben CDU/CSU auf den Versen

Dazu sitzen der Partei auch die Grünen im Nacken. Sie kommen in der „Forsa“-Umfrage auf 23 Prozent und sind unmittelbar in Schlagdistanz zur Union. Auf den weiteren Plätzen folgen die SPD (15 Prozent), AfD (11 Prozent), FDP (10 Prozent) und Linke (7 Prozent).

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Eine stabile Mehrheiten zu bilden, ist bei diesem Stimmungsbild gar nicht so einfach. Eine Koalition aus Union und Grünen käme auf stabile 50 Prozent, auch eine Ampel aus Grünen, SPD und FDP hätte mit 48 Prozent gute Erfolgschancen. Ein rot-rot-grünes Bündnis stünde mit 45 Prozent auf wackeligen Beinen. (dav)