Corona-Irrsinn! DAMIT verspielen die Politiker ihre Glaubwürdigkeit – ein Kommentar

Die Klärung des umstrittenen Themas Beherbergungsverbot wurde verschoben – auf die Zeit NACH den Herbstferien.
Die Klärung des umstrittenen Themas Beherbergungsverbot wurde verschoben – auf die Zeit NACH den Herbstferien.
Foto: imago images / Steinach
  • Ein Kommentar.

Au weia, DAS war ein Schuss vor den Bug!

Auch nach dem stundenlangen Gipfel zwischen der Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten bleiben einige Corona-Maßnahmen nach wie vor uneinheitlich geregelt. So gibt es noch immer keine bundesweit einheitliche Regelung beim höchst umstrittenen Beherbergungsverbot für innerdeutsche Reisende, die aus Corona-Hotspots kommen.

Jetzt will die Politik nach den Herbstferien einen neuen Versuch starten, das Beherbergungsverbot zu vereinheitlichen (oder möglicherweise zu kippen). Bis dahin darf jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kochen. In NRW so, in Bayern anders. Das kostet vielen Ministerpräsidenten die Glaubwürdigkeit.

Betroffenen kommt das wie ein schlechter Witz vor

Bis nach den Herbstferien also bleibt das Thema Beherbergungsverbot ein Flickenteppich. Den Betroffenen, etwa Hoteliers, muss diese Entscheidung wie ein schlechter Witz vorkommen. Denn für wen werden innerdeutsche Reisen NACH den Herbstferien überhaupt noch relevant sein, selbst wenn man dann das Verbot erweitern oder kippen sollte?

In Bayern gehen die Herbstferien übrigens bis zum 6. November – volle drei Wochen also noch, in denen Reisende im Unklaren darüber gelassen werden, wie sie wann wohin reisen dürfen, auch, wenn der Urlaubstrip oder der Familienausflug lange geplant waren. Und volle drei Wochen, in denen Hotels und Pensionen weiterhin Richtlinien ihres jeweiligen Bundeslandes einhalten müssen und Gäste, die aus Risikogebieten angereist sind, eventuell ablehnen – und die deshalb wohl erst gar nicht anreisen werden.

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Unsere Politiker verspielen (weiter) Glaubwürdigkeit

Das gilt wohl auch für die Touristen, die nicht aus Risikogebieten kommen. Man bleibt dann doch lieber zuhause, will sich das Theater beim Einchecken an der Rezeption nicht antun. Und das wiederum dürfte die ohnehin angespannte finanzielle Lage vieler Hotel-Betriebe noch weiter verschärfen. Ein Teufelskreis!

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Mit dieser Nicht-Entscheidung geben unsere politischen Entscheidungsträger ein absolut klägliches Bild ab – und haben ihre Glaubwürdigkeit (weiter) verspielt.