Corona: Giffey appelliert: „Kann nicht sein, dass Hunde früher in die Schule gehen als Kinder“

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Corona hat Deutschland nun bereits seit mehr als einem Jahr im Griff. Der Lockdown geht noch bis mindestens zum 7. März. Am Mittwoch wird neu verhandelt.

Wird dann der Lockdown verlängert oder können sich die Menschen in Deutschland auf einige wenige Lockerungen freuen? Erste Details sickern vor der Verhandlung nun schon durch.

Corona: Verlängerung des Lockdowns oder kommen Lockerungen am Mittwoch?

In unserem News-Blog halten wir dich über alle Entwicklungen zum Thema Corona auf dem Laufenden.

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Corona-Zahlen in Deutschland am Dienstag:

  • Corona-Neuinfektionen: 3.943 (insgesamt 2.451.011)
  • Todesfälle: 358 (insgesamt (70.463)
  • Bundesweiter Inzidenzwert: 65,4

Dienstag, 2. März

09.34 Uhr: Giffey appelliert: „Kann nicht sein, dass Hunde früher in die Schule gehen als Kinder“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plädiert im Rahmen weiterer Öffnungen für mehr Perspektiven von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise. „Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche jetzt ganz vorne in der Debatte um weitere Öffnungsschritte stehen müssen“, sagte Giffey am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Wenn man über Baumärkte, Flugschulen und Hundeschulen spreche, sollte man auch die Perspektive von Kindern in den Blick nehmen. „Es kann nicht sein, dass Hunde früher in die Schule gehen als Kinder und Jugendliche.“

Kinder und Jugendliche dürften nicht allein als Schüler, sondern müssten in ihrer ganzen Persönlichkeit betrachtet werden, sagte Giffey. Auch die Freizeit und das außerschulische Lernen sollten eine wichtige Rolle spielen, für Kinder- und Jugendeinrichtungen müsse es Öffnungsperspektiven geben. Schnell- und Selbsttests bieten nach Ansicht der Ministerin dabei eine große Chance. Neben Grundschullehrern und Erziehern in der Kita sollten auch die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe besser geschützt und so schnell wie möglich geimpft werden.

Montag, 1. März

18.47 Uhr: Jens Spahn warnt vor schnellen Lockerungen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor raschen Lockerungen der Corona-Regeln gewarnt. „Wir würden es uns allen nicht verzeihen, aber Sie auch Ihrer Regierung nicht, wenn wir jetzt zu schnell lockerten und auf einmal in vier oder sechs Wochen wieder vor ganz anderen Fragen stünden“, sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung des Mittelstandsverbands BVMW. Auch er habe das Bedürfnis, einen Plan für Schritte zu mehr Normalität zu haben. „Aber wir schaffen grad halt nur eine schwierige Balance“, räumte Spahn ein. Lockerungen könnten nur Schritt für Schritt passieren, allein die Öffnung von Schulen und Kitas führe zu Millionen Bewegungen jeden Tag.

Zugleich zeigte sich der Minister optimistisch. „Wir haben den Weg raus aus der Pandemie begonnen“, sagte er. Dies könne das letzte Frühjahr in der Corona-Pandemie sein, möglicherweise habe man im April das Schlimmste hinter sich. Gerade beim Testen gebe es mit Schnell- und Selbsttests große Fortschritte, die auch konkrete Situationen im Alltag absichern könnten - Gastronomie- und Kinobesuche genauso wie Familientreffen. Auch das Impfen machen einen Unterschied, so gehe die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Über-80-Jährigen deutlich zurück.

18.30 Uhr: Nach sechs aussichtsreichen Wochen steigen die Corona-Zahlen weltweit wieder

Die weltweit gemeldeten Corona-Infektionszahlen steigen wieder. Nach sechs Wochen mit sinkender Tendenz gebe es nun wieder einen Zuwachs, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. „Das ist enttäuschend, aber nicht überraschend.“ Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein - „und dass die Menschen weniger vorsichtig werden“, sagte Tedros.

Der WHO-Chef ermahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen. Grundsätzliche Hygieneregeln seien weiterhin Fundament der Pandemie-Bekämpfung. Erfreulich sei, dass endlich die Impfung von medizinischem Personal in den ärmeren Ländern begonnen habe, zum Beispiel in Ghana und der Elfenbeinküste. Bis Ende Mai erwarte die WHO, dass 237 Millionen Dosen Impfstoff zur Verteilung in 142 ärmeren Ländern bereitstünden. Tedros fügte hinzu: „Es ist bedauerlich, dass dies beinahe drei Monate nach dem Impfstart in manch besonders reichen Ländern passiert.“

15.48 Uhr: Erste Details vor Bund-Länder-Gipfel durchgesickert - kommen jetzt Lockerungen?

Vor dem Corona-Gipfel am Mittwoch kamen nun erste Details ans Licht: Wie der Business Insider schreibt, solle der Lockdown bis Ende März verlängert werden. Nichtsdestotrotz sollen Lockerungen her, weil es aussichtslos erscheint auf eine Inzidenz unter 35 zu warten, wie es im letzten Gespräch vereinbart wurde. Einzelne Bundesländer preschten alleine vor und öffneten Zoos und Gartenbaumärkte.

Jetzt im Gespräch: Gastronomien sollen wohl im Außenbereich öffnen dürfen. Darauf hoffen viele besonders im beginnenden Frühling. Auch könnten Kunden wieder in Läden einkaufen gehen, wenn sie bei sogenannten „Click & Meets“ einen Termin im Geschäft vorab vereinbarten.

Diskutiert werden soll auch, ab welcher Inzidenzzahl man von weiteren Lockerungen sprechen kann. Hier im Fokus: Schnell- und Selbsttests.

11.13 Uhr: Söder fordert AstraZeneca für alle

Außerdem erklärte Söder im Bezug auf die Impfstoffvergabe in Deutschland: „Wir müssen jetzt mehr Tempo machen.“ So sollte AstraZeneca für alle zur Verfügung gestellt werden.

10.31 Uhr: Markus Söder warnt vor „Blindflug in die dritte Welle“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zur Coronakrise vor einem „Blindflug in die dritte Welle“ hinein gewarnt. Es dürfe in der Runde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch „kein Öffnungsrausch“ entstehen, sondern es müsse „ein kluges und ausbalanciertes Öffnen“ geben, sagte Söder am Montag in München. „Wir müssen die richtige Balance finden zwischen Vorsicht und Öffnen.“

Der bayerische Ministerpräsident befürwortete eine regionale Differenzierung bei den weiteren Corona-Maßnahmen. Allerdings dürfe daraus „kein reiner Wildwuchs“ werden. Große Hoffnungen lege er auf die Corona-Schnelltests, die eine echte Hoffnungschance seien. Allerdings seien die Schnelltests keine „Schnellwaffe“, sie lägen nicht sofort in ausreichender Zahl vor.

Söder äußerte sich bei der Vorstellung einer Allianz mit dem Bundesland Sachsen und dessen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sowie mit Thüringen. Die drei Bundesländer sind in Landkreisen im Grenzbereich zu Tschechien besonders stark von Corona-Neuinfektionen betroffen.

06.26 Uhr: Lockdown-Verlängerung? Mehrheit der Deutschen spricht sich DAFÜR aus

Trotz Anzeichen für eine nahende dritte Welle der Corona-Pandemie werden Lockdown-Maßnahmen in Deutschland am Montag leicht gelockert. Nach zweieinhalb Monaten dürfen bundesweit die Friseure wieder öffnen. Sie mussten seit dem 16. Dezember geschlossen bleiben, damals begann der harte Lockdown. In einigen Bundesländern öffnen jetzt auch andere Einrichtungen, darunter sind etwa Gartenmärkte, Blumenläden, Fußpflegesalons oder Fahrschulen.

Am Mittwoch kommen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut zusammen - auch um über eine weitere Öffnungsperspektive im Lockdown zu sprechen. Der Druck vor den Beratungen ist groß, da auf der einen Seite der Wunsch nach mehr Freiheiten wächst, Experten aber zugleich den Beginn einer dritten Pandemie-Welle sehen. Zentrale Corona-Kennzahlen steigen wieder an, Grund dürfte die Ausbreitung ansteckenderer Virusvariationen sein.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (9 Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent meinen dagegen, der Lockdown sollte weiter gelockert werden. 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität. 5 Prozent machten keine Angaben. Zum ersten Mal seit Beginn des harten Lockdowns Mitte Dezember gibt es damit in den alle zwei bis vier Wochen durchgeführten YouGov-Umfragen eine Mehrheit für Lockerungen.

00.01 Uhr: Endlich! Friseure öffnen wieder

Als erster Kundin des Friseurladens Magali Coiffeur in Berlin werden Arielle Rippegather nach der Wiedereröffnung die Haare geschnitten und gefärbt. Nach wochenlanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie sind bereits in der Nacht die ersten Friseure wieder ihrer Arbeit nachgegangen.

Sonntag, 28. Februar

16.34 Uhr: Astrazeneca-Hammer: Ändern diese Daten jetzt alles?

Großbritannien liefert neue Daten zum Astrazeneca-Impfstoff. Und die könnten dafür sorgen, dass das Corona-Vakzin demnächst auch für ältere Menschen in Deutschland freigegeben werden könnte. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf das britische Gesundheitsministerium. Demnach sei das Astrazeneca-Präparat gerade bei älteren Personen noch wirksamer als der Impfstoff von Biontech. Er reduziere das Risiko eines schweren Covid-Verlaufs um 90 Prozent. Und das schon nach der ersten Dosis.

In Deutschland ist der Impfstoff bisher nur für unter-65-Jährige zugelassen, weil die Datenlage für ältere Menschen bislang zu dünn war. Die Ständige Impfkommission (Stiko) könnte nun nach Angaben der „Bild“ ihre Empfehlung zeitnah ändern, bestätigte Thomas Mertens. „Wir haben nie den Impfstoff kritisiert. Wir haben nur kritisiert, dass die Datenlage für die Altersgruppe über 65 nicht gut oder nicht ausreichend war“, so der Stiko-Chef. An sich sei der Impfstoff „sehr gut.“ Das Vakzin werde „jetzt durch hinzukommende neue Daten noch besser in der Einschätzung“.

10.11 Uhr: Neue Corona-Zahlen vom RKI

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7890 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervor. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.17 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7676 Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle verzeichnet.

Samstag, 27. Februar

18.19 Uhr: Lauterbach warnt vor großer Corona-Gefahr

Karl Lauterbach gilt als DIE mahnende Stimme der Pandemie. Jetzt hat der SPD-Politiker erneut eindringlich vor der dritten Welle gewarnt. Dabei zog der Epidemiologe einen Vergleich, den auch jeder Laie versteht. Mehr dazu liest du hier >>>

8.40 Uhr: Corona-Experte rechnet mit starkem Anstieg

Die dritte Welle der Corona-Pandemie wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr ähnlich stark ausfallen wie die zweite. „Ich gehe schon davon aus, dass wir wieder so Zustände wie vor Weihnachten bekommen werden“, sagte der Experte für Corona-Prognosen der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er rechnete damit, dass in der erste Aprilhälfte wieder Sieben-Tage-Inzidenzen um 200 erreicht werden könnten.

Zwei Entwicklungen seien für den erneuten Anstieg der Corona-Zahlen verantwortlich. Zum einen sei die britische Mutante, die wohl um die 35 Prozent ansteckender sei, in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. „Sie wird auch hier die Oberhand gewinnen und weiter ansteigen bis in den 90-plus-Bereich“, sagte Lehr nach Analyse der jüngsten Zahlen des „Covid-Simulators“ an der Universität des Saarlandes.

Zum anderen sehe er seit Mitte Februar wieder mehr Kontakte, die zu höheren Zahlen geführt hätten. „Ich befürchte, das hat ein bisschen was mit einer Lockdown-Müdigkeit zu tun. Und auch vielleicht mit einem Wiederanlaufen des normalen Lebens in gewissen Bereichen.“

Den Anstieg der Zahlen ausbremsen könnte man möglicherweise über mehr Tests. „Über gezielte Schnelltests, die großflächig eingesetzt werden, um infektiöse Mitbürger aus dem Verkehr zu ziehen“, sagte Lehr.

Freitag, 26. Februar

19.50: Intensivmediziner fordern Lockdown bis April – sonst bis zu 25.000 Patienten?

Professor Gernot Marx, der Präsident der deutschen Intensivmediziner, warnt vor einer dritten Welle. Er fordert im Namen der Intensivmediziner, dass der Lockdown mindestens bis zum 1. April verlängert werden soll. Aktuell gelten die Corona-Beschränkungen bis zum 7. März.

Marx fürchtet die möglichen Konsequenzen von Lockerungen ab Anfang März: „Sonst wird die dritte Welle nur schwer oder überhaupt nicht beherrschbar sein.“

Laut dem Mediziner könnte die Zahl der Intensivpatienten im schlimmsten Fall bis Mitte Mai deutschlandweit auf mehr als 25.000 ansteigen. Würde bei gleichbleibendem Impftempo wie derzeit aber erst ab April wieder geöffnet, würde die Maximalbelegung auf den Intensivstationen nur bei etwa 6.000 liegen.

Marx stützt sich dabei auf ein Rechenmodell des Biomediziners und Mathematikers Andreas Schuppert. Dieser hatte in seine Prognose auch die ansteckenderen Mutationen einberechnet.

13.45 Uhr: Zehntausende Verstöße gegen Corona-Maskenpflicht bei der Bahn

Gegen die Maskenpflicht in Zügen und auf Bahnhöfen gab es im vergangenen Jahr Zehntausende Verstöße. Von Mitte September bis zum Jahresende registrierte die Bundespolizei gut 236.000 Fälle, wie eine Anfrage der FDP im Bundestag ergab.

10.26 Uhr: Jens Spahn stellt Impfplan vor

Gesundheitsminister Jens Spahn hat in einer Pressekonferenz am Freitagmorgen seinen Impfplan vorgestellt. Bislang gehe die Impfstrategie zwei Monate nach dem Start auf, die meisten Altenheimbewohner seien hierzulande bereits geimpft.

Jetzt seien die Arztpraxen dran. Diese sollen zeitnah mit Impfstoff beliefert und auch vergütet werden. Wie Spahn erklärt, sollen Personen mit Vorerkrankungen zunächst bei ausgewählten Ärzten schon Impfungen bekommen. „Der nächste Schritt ist, Arztpraxen für alle mit einzubeziehen“, so der Gesundheitsminister. „Wir sind konzeptionell dazu schon im Gespräch mit den Ländern, Ärzten, Apotheken.“ Aber er betont auch: „Impfen ebnet den Weg, es wird aber kein Spaziergang. Die Mutation macht den Weg schwerer.“

06.51 Uhr: Fast 10.000 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt weiter

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen 9997 Neuinfektionen mit Corona. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter leicht und liegt nun bei 52,6