Hart aber fair (ARD): Berühmter Sport-Reporter regt sich tierisch auf, als er SIE reden hört – „Unsäglich“

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

Beschreibung anzeigen

Der Corona-Talk bei "Hart aber fair" bringt manchen Zuschauer zur Weißglut. Auslöser für die Empörung im Netz sind die provokativen Statements einer Journalistin.

Frank Plasberg diskutiert mit seinen Gästen bei "Hart aber fair" über den ewigen Corona-Lockdown.

„Hart aber fair“ (ARD): Ein Talkgast erzürnt die TV-Zuschauer

"Länger, härter, einfallsloser: Wie sinnvoll ist der Dauer-Lockdown?", will Frank Plasberg von seinen Gästen am Montagabend wissen.

-----------------

Die Gäste bei „Hart aber fair“ am 11. Januar 2021:

  • Malu Dreyer: Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz (SPD)
  • Professor Alexander Kekulé: Virologe, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Susanne Gaschke: Journalistin bei "Welt" und "Welt am Sonntag"
  • Dr. Cihan Çelik: Funktionsoberarzt Pneumologie auf der Corona-Isolierstation im Klinikum Darmstadt
  • Professor Michael Hüther: Wirtschaftswissenschaftler, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

-----------------

Ihr selbst und ihrem Bekanntenkreis falle der Lockdown und die Isolation sehr schwer, räumt „Welt“-Journalistin Susanne Gaschke zu Beginn der Talksendung ein. „Diese Gesellschaft hat ja sehr solidarisch sein wollen, was ja von der Regierung auch in einer fast pädagogisierenden Weise eingefordert wurde“, setzt sie zur Kritik an der Corona-Politik an.

Doch das Ergebnis sei ein anderes, nämlich dass es viele Tote bei den Bewohnern der Alten- und Pflegeheime gebe. „Dann wird es natürlich irgendwo fragwürdig, wenn ich mit großer moralischer Geste Solidarität einfordere, aber ich schaffe es als Bundesregierung gar nicht, die Heime zu sichern.“

SPD-Ministerpräsident Malu Dreyer hält dagegen: „Es ist schlimm, dass wir in den Altenheimen nach wie vor so eine hohe Inzidenz haben“, gesteht sie. Doch die Politik habe reagiert. Beim ersten Lockdown habe man die Bewohner über viele Wochen völlig isoliert „und wir haben gesagt, DAS machen wir auf gar keinen Fall mehr.“

Deswegen habe man neue Regelungen gesucht, um sie zu schützen, aber auch nicht in der Isolation allein zu lassen. Besucher, Mitarbeiter und Bewohner werden getestet und nun auch geimpft.

-----------------

Weitere Politik-Nachrichten:

-----------------

Gaschke legt nach: „Ich bin inzwischen einfach nicht mehr sicher, ob die hohe Zahl der Inzidenzen der richtige Feind ist.“ Der Feind seien Infektionen in Altenheimen. In einer freien, offenen und komplexen Gesellschaft könne man das Virus „nicht auf Dauer auf 0 stellen". Die Politik müsse sich von der Illusion verabschieden, mit „dem ganz großen Hammer“, also einem Shutdown, das Problem aus der Welt zu schaffen.

„Hart aber fair“ (ARD): Oberarzt versucht seiner Sitznachbarin die Lage klar zu machen

Oberarzt Dr. Cihan Çelik, der mit 34 Jahren selbst schwer an Corona erkrankte und auf der Intensivstation um sein Leben kämpfte, ergreift nun das Wort. „Die Alten- und Pflegeheime lassen sich natürlich am besten schützen, wenn die Gesamtinzidenz niedrig ist. Das ist klar. Gerade die Mitarbeiter in den Alten- und Pflegeheimen, wie auch in den Krankenhäusern, die haben ein Privatleben.“ Man habe auch bei ihm im Krankenhaus erlebt, dass Mitarbeiter auf Nicht-Covid-Stationen, auf denen niedrigere Sicherheitsstandards gelten, über einige Tage unbemerkt infiziert waren und das Virus weitertragen.

Çelik verweist auf Inzidenz-Modellrechnungen, in denen besonders die Altersgruppen über 60 in den Fokus rücken und nicht die Gesamtinzidenz. Die Dynamik der Ansteckungsrate bei den Senioren sei nun erstmals gestoppt worden. „Darüber sind wir sehr froh. Das merken wir nun auch langsam erstmals im Krankenhaus, dass sich die Situation etwas stabilisiert bei den ganz schweren Fällen.“

Dann setzt der ruhig argumentierende Arzt zur Attacke gegen seine Sitznachbarin Gaschke an: „Sie nennen es zwar Illusion, dass wir die Gesamtinzidenz drücken, aber das ist das Einzige, was uns als Perspektive in den Krankenhäusern bleibt, dass wir zu einem Regulärbetrieb irgendwann 2021 zurückkehren können.“ Die Journalistin kann hier nur den Kopf schütteln.

Ein bekannter ehemaliger TV-Mann schaut sich derweil daheim die „Hart aber fair“-Sendung an und ärger sich so sehr, dass er darüber twittert. Rolf Fuhrmann (71) war Spielfeldrand-Reporter und Moderator bei Premiere und Sky. Vor dem heimischen Fernseher regt er sich über die Aussagen von Susanne Gaschke tierisch auf. „Unsäglich“ sei das, was sie sagt.

Auch andere TV-Zuschauer reagieren mit Entsetzen und wütenden Kommentaren auf den Auftritt der „Welt“-Journalistin. Einige empörte Twitter-Reaktionen im Netz:

  • „Was bei #hartaberfair gerade läuft, kommt schon fast einer Sabotage des 'Lockdowns' und vernünftiger Wissenschaft gleich. Wie bringe ich die Bevölkerung gegen die Maßnahmen auf? Exakt so.“
  • „Ich bin einiges gewohnt und ertrage geduldig die absurdesten Äußerungen der Impfgegner, Covidioten und Querdenker, aber was Susanne Gaschke da bei #hartaberfair erzählt, ihre Mimik, was sie da ausstrahlt - es treibt einem zur Weißglut. Eine Inzidenz von 200 ist indiskutabel.“
  • „Und auch nach 10 Monaten ist es einer Welt-Journalistin leider nicht zu peinlich, öffentlich zu behaupten man könne 'die Risikogruppe' durch Isolation schützen. Ich sehe da ein grauhaariges, bockiges kleines Mädchen sitzen.“
  • „Frau Gaschke singt schon wieder das widerliche, asoziale und sachlich falsche Lied von den Risikogruppen, für die ein ganzes Land Opfer bringen muss und sagt zwischen den Zeilen, dass die Geduld der Gesunden mit den Kranken jetzt mal am Ende sei.“

Auch am Montag war das Coronavirus Thema bei einer ARD-Talkshow. Bei „Anne Will“ warnte Virologin Melanie Brinkmann eindringlich vor den Gefahren der neuen Corona-Mutation aus Großbritannien.