Markus Söder: Diese fünf privaten Fakten werden dich überraschen

CSU-Chef Markus Söder macht sich Hoffnungen auf das Kanzleramt. Hier sind fünf Fakten über den Ministerpräsidenten, die dich überraschen werden.
CSU-Chef Markus Söder macht sich Hoffnungen auf das Kanzleramt. Hier sind fünf Fakten über den Ministerpräsidenten, die dich überraschen werden.
Foto: IMAGO / Sven Simon

Markus Söder (CSU) macht sich berechtigte Hoffnungen die Union als Kanzlerkandidat im kommenden Bundestagswahlkampf anzuführen.

Die wichtigsten Eckpfeiler seines Lebens sind schnell erzählt: Markus Söder wurde am 5. Januar 1967 in Nürnberg geboren, gehört seit 1994 zum Bayerischen Landtag und ist seit März 2018 Ministerpräsident des Bundeslandes. Wir haben fünf Fakten über Markus Söder aufgelistet, die du sicher noch nicht über ihn gewusst hast.

Markus Söder: Fünf Fakten über den CSU-Chef, die du sicher noch nicht wusstest

Wer sich mehr mit Markus Söder beschäftigt stellt fest, dass es in den inzwischen mehr als 25 Jahren auf dem politischen Parkett durchaus einige kuriose Fakten und Kontroversen rund um den CSU-Politiker gibt. Wir haben fünf Stück für dich aufgelistet.

1. Im Sonnenstudio startete er ein Verhältnis – und hatte mit der Frau später ein uneheliches Kind

Über das Privatleben des Machtmenschen Söder ist relativ wenig bekannt. Mitte der 2000er-Jahre gab es allerdings einen großen Knall: Damals wurde bekannt, dass Söder bereits seit 1998 Vater eines unehelichen Kindes war. Damals hatte die „Bunte“ mit der Mutter des Mädchens gesprochen.

1991 hatte Markus Söder in einem Sonnenstudio in Nürnberg Ulrike B. kennengelernt, die damals dort gearbeitet hatte. Sie tauschten demnach Telefonnummern aus, trafen sich immer wieder. Ein Paar seien beide jedoch nie gewesen. Im Dezember 1998 kam dann Tochter Gloria zur Welt. Söder sei nicht im Krankenhaus erschienen, habe beide erst rund zwei Wochen nach der Geburt aufgesucht.

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„Markus hat das Kind nicht gewollt. Als ich ihm von der Schwangerschaft erzählt hatte, hat er mir gesagt, dass er mich auf keinen Fall heiraten werde. Ich glaube, ich war ihm wohl zu arm. Außerdem sei er gerade dabei, eine neue, feste Beziehung aufzubauen“, hatte Ulrike B. damals der „Bunten“ erzählt. Seit 1999 ist Söder mit Karin Baumüller-Söder verheiratet, sie haben drei Kinder.

2. Überraschend umweltfreundlich: Verbrenner-Aus eigentlich schon für 2020 gefordert

Wer an die CSU denkt, dem kommt vielleicht nicht als erstes der Umweltschutz in den Sinn. Umso überraschender ist eine Forderung von Markus Söder aus dem Jahr 2007. Damals hatte Söder in seiner Position als CSU-Generalsekretär gefordert: „Ab dem Jahr 2020 dürfen nur noch Autos zugelassen werden, die über einen umweltfreundlichen Antrieb verfügen.“

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Verbrenner sollten zu diesem Zeitpunkt durch Wasserstoff- und Hybridtechnik abgelöst sein. Damals kritisierte Söder, die deutschen Autobauer würden beim Umweltschutz nicht genügend Erfindergeist an den Tag legen. Söder sprach sogar von einem „Ultimatum“ – dem Jahr 2020 – welches bei der Autoindustrie für einen entsprechenden „Innovationsdruck“ auslösen sollte. Schon damals warnte Söder: Die Grünen könnten zur Konkurrenz für die CSU werden. Auch wenn seine Forderung nach dem Verbrenner-Aus im Sand verlief: Zumindest mit seiner Prognose zu den Grünen sollte er recht behalten.

Ein weiterer Auto-Fakt über den CSU-Chef: Obwohl Markus Söder mit 1,94 Metern nicht gerade klein ist, fährt er privat einen Smart. „Und ja: Ich passe gut rein“, schrieb er 2015 auf seiner Facebook-Seite über den kleinen Flitzer.

3. Alkohol? Nein, danke

Völlig überfüllte Zelte, Schunkelmusik, Trachten – und natürlich ein kühles Bier. Die klassischen Oktoberfest-Bilder sind schnell gezeichnet. Ein waschechter Bayer der kommt ohne seine Maß nicht aus – oder doch?

Markus Söder hat sich in einem Interview mit der „Bild“ im Jahr 2017 als regelrechter Anti-Alkoholiker geoutet. Gegenüber der Zeitung sagte er auf die Frage, ob er Alkohol aus dem Weg gehe: „Ja. Er schmeckt mir einfach nicht und außerdem gehe ich sehr spät ins Bett und stehe relativ früh auf. Mit Alkohol geht das einfach nicht. An manchen Leuten sieht man zudem: Über die Jahre macht Alkohol nicht schöner!“ Auch wenn Söder beim Oktoberfest traditionell als Ministerpräsident die erste Maß bekommt – viele weitere werden an diesem Tag wohl für den Bayern nicht folgen.

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4. Lehrer äußert sich wenig schmeichelhaft über seinen Einser-Schüler

Dass Markus Söder ein cleverer Kerl war, bewies er schon zu Schulzeiten. Ab 1977 besuchte er das Nürnberger Dürer-Gymnasium – und war dort einer der Klassenbesten. Sein Abitur legte er 1986 mit einem beeindruckenden Durchschnitt von 1,3 ab. Allerdings ist nicht alles rosig gewesen in der Schulzeit von Markus Söder.

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Ein ehemaliger Klassenlehrer erinnert sich in der „Zeit“ an seinen Top-Schüler. Er habe nie geschwänzt, habe hervorragende Leistungen gebracht. Er sei ein „exzellenter Schüler“ gewesen, habe „hohes intellektuelles Potenzial“. Der besagte Lehrer gibt jedoch auch zu Protokoll: Söder habe seine guten Noten dann am meisten genossen, wenn die anderen nur Dreien gehabt hätten. Söder sei durch „Mangel an Empathie“ aufgefallen, habe sich „immer in Konkurrenz zur Gruppe“ gesehen.

5. Diese Aussage entpuppte sich als schallende Ohrfeige und führte zu einem Kurswechsel

Es war das Jahr 2018 und die CSU versuchte mit einem scharfen Asyl-Kurs nach Stimmen am rechten Rand zu fischen. Es folgten gleich mehrere Verbale Entgleisungen, welche die Hilflosigkeit der CSU im Umgang mit der erstarkenden AfD zeigten. Auch Markus Söder beteiligte sich dabei tatkräftig.

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Auf Twitter schrieb er im Juni, „der Asyltourismus muss beendet werden“ und sorgte damit für heftige Kritik. Schließlich gilt das Wort „Asyltourismus“ seit den 1990er-Jahren als ein Begriff in der rechten Szene. Wahltaktisch brachte ihn das Manöver jedoch nicht weiter: Bei der Landtagswahl 2018 verlor die CSU satte zehn Prozent im Vergleich zur Wahl im Jahr 2013.

„Asyltourismus“ war anschließend zum „Unwort des Jahres 2018“ nominiert. Den Titel erhielt dann aber die „Anti-Abschiebe-Industrie“ von CSU-Kollege Alexander Dobrindt. Noch einmal Glück für Söder: In einem möglichen Kanzler-Wahlkampf wäre das sonst sicher ein gefundenes Fressen für seine Herausforderer gewesen.

Markus Söder hat aus dem Jahr 2018 seine Lektion in jedem Fall gelernt. Es kam zu einem sinneswandel. Im Anschluss an die massiven Verluste bei der Landtagswahl änderte er seine Tonart deutlich und setzt seitdem verstärkt auf konservative Inhalte. (dav, mit dpa-Material)