Aldi: „Unnötiges Gendern“ – Kundin beim Kauf dieses Produkts enttäuscht

Die Farbauswahl eines Aldi-Produktes verärgerte eine Kundin so sehr, dass sie das Unternehmen auf Facebook kritisierte.
Die Farbauswahl eines Aldi-Produktes verärgerte eine Kundin so sehr, dass sie das Unternehmen auf Facebook kritisierte.
Foto: imago

Aufregung um ein Aldi-Produkt! Eine Kundin ist mit der angebotenen Farbauswahl eines der Produkte mal so gar nicht zufrieden – und äußert das in einem Facebook-Post.

Neben Lebensmittel und Drogerieartikel bietet Aldi seinen Kunden auch zahlreiche weitere Produkte. Die Auswahl reicht von Klamotten bis hin zu Haushaltsgegenständen oder Gartenutensilien.

Aldi: Kritik an Farbauswahl

Eine Kundin wollte von dieser Auswahl jetzt Gebrauch machen und sich ein neues Paar Sport-Schuhe gönnen – doch die Farbauswahl der Tretter löst bei ihr Unmut aus.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht-Discount: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Und ihren Ärger tat sich dann auch mal gleich auf der Facebook-Seite von Aldi kund: „Liebes Aldi-Team, könnt Ihr Euren Designern bitte mal sagen, dass auch Frauen gerne blau mögen? Oder grün? Oder einfach auch mal die dunkleren, unempfindlicheren Farben?“, lässt die Kundin ihren Frust freien Lauf.

Aldi: „Kein Schnäppchen für mich“

„Was lässt Euch glauben, dass Frauen und andere weiblich gelesene Personen, oder einfach nur Menschen mit kleinen Füßen, automatisch damit einverstanden sind, dass ihnen immer nur die Wahl zwischen pink- und apricotfarbenem zugestanden wird? Und was hindert Euch eigentlich daran, die großen Größen in pink und apricot zu produzieren?“, richtet sie sich fragend an den Discounter-Riesen.

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„Eure aktuellen Angebotslaufschuhe hätten in einem dezenten Grün richtig schick aussehen können. Und das ganz ohne unnötiges Gendern. Schade, wie so oft wieder mal kein Schnäppchen für mich.“

Aldi reagiert auf die Kritik

Ihren Frust-Post versieht die Kundin dann noch mit einem Foto der angebotenen Schuhe – links in einer Apricot-Farbe und rechts in einem Grün-Ton. Eine andere Facebook-Userin stichelt: „Aldi ist kein Schuhgeschäft, das ist dir bekannt?"

Und auch Aldi selbst hat prompt auf die scharfe Kritik reagiert und unter dem Bild geantwortet: „Als Discounter können wir bei unseren Aktionsangeboten nur eine begrenzte Auswahl an Farben und Größen anbieten. Dabei orientieren wir uns auch an den Empfehlungen unserer Lieferanten, was die Kombination von Farben und Größen angeht, um den Abverkauf zu gewährleisten“, begründet das Unternehmen die begrenzte Farbauswahl.

Aldi: Kundin wünscht sich mehr Varianz

So ganz zufrieden gibt sich die Kundin mit der Antwort des Discounters aber nicht: „Niemand verlangt, dass ein Lebensmitteldiscounter eine umfangreiche Farbauswahl, wie ein richtiges Schuhgeschäft anbieten muss. Es wäre nur im 21. Jahrhundert mal angemessen, die kleineren Größen, die überwiegend an Frauen vermarktet werden, nicht immer mit denselben feminin interpretierten Farben zu bedienen, während bei den ‚Herrengrößen‘ von Angebot zu Angebot sehr viel mehr Varianz zu beobachten ist.“

Ob die Frau ihren Traumschuh an anderer Stelle gefunden hat, ist nicht bekannt…