Annalena Baerbock: Wahlkampfspot macht viele sprachlos – „Dann lieber lachend in die Naturkatastrophe“

Annalena Baerbock: Das ist die erste grüne Kanzlerkandidatin

Annalena Baerbock: Das ist die erste grüne Kanzlerkandidatin

Sie kann als erstes Mitglied der Grünen Bundeskanzlerin werden: Annalena Baerbock. Wir stellen die Politikerin vor.

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Die Bundestagswahl 2021 rückt näher, der Wahlkampf nimmt an Fahrt auf. Die Parteien bespielen fleißig auch die sozialen Medien mit ihren Themen. So auch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) mit einem neuen Wahlwerbespot.

Doch ein neuer Clip um Annalena Baerbock und die Grüne macht jetzt viele Menschen in Deutschland sprachlos – darunter auch viele Prominente.

Annalena Baerbock: Wahlwerbespot macht viele sprachlos

In dem etwa einminütigen Clip mit dem Titel „Ein schöner Land“ beschwören die Grünen bei Twitter gemeinsame Werte und einen Aufbruch. Menschen jeglichen Alters, Hautfarbe und Geschlecht setzen sich dort gemeinsam für die Umwelt ein: Gemüseanbau, Müll-Sammel-Aktionen, Blumengießen.

Dazu singen sie außerdem Seite an Seite ein Lied. Es ist eine umgedichtete Version von „Kein schöner Land“, ein Volkslied aus dem Jahr 1840. Auf romantisch-kitschige Weise beschreibt das alte Lied ein Treffen unter Freunden in der Natur an einem lauen Sommerabend.

Die Grünen haben es umgedichtet und in die heutige Zeit geholt. Aus der Abendstimmung wird ein neuer Morgen, im übertragenen Sinne ein neuer Anfang. Oder wie es im umgedichteten Text heißt: „Es regt sich Aufbruch weit und breit.“ Und: „Jetzt alles geben, den Aufbruch leben.“

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Mehr über Annalena Baerbock:

  • Annalena Baerbock wurde am 15. Dezember 1980 in Hannover geboren
  • Die 40-jährige ist die erste Kanzlerkandidatin der Grünen.
  • Baerbock ist seit 2018 mit Robert Habeck Co-Vorsitzende der Partei.
  • Während ihrer Jugend betrieb sie Trampolinturnen als Leistungssport.

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Anstelle professioneller Künstler haben die Grünen Unterstützer angeheuert, die in ihrem privaten Umfeld den umgedichteten Liedtext trällern. Mal mehr, mal weniger schief. Im Internet sorgt das Video jetzt für reichlich Spott.

Eine Frau kommentiert den teilweise gewöhnungsbedürftigen Gesang der Darsteller: „Ich vermute mal, hier hat man extra schlechte Sänger ausgewählt, um die Herzen der potenziellen Wähler vor Rührung zerfließen zu lassen: 'Oh, der singt genauso schlecht wie ich! Das ist ja ein ECHTER Mensch!'“

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Annalena Baerbock: So reagiert das Internet auf den Wahlwerbespot

Auch bei einigen Prominenten kommen bei dem Anblick des Clips eher gemischte Gefühle auf. „Dann doch lieber lachend in der Naturkatastrophe stehen“, kommentiert Satiriker Jan Böhmermann den Spot. Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) witzelt: „Dachte für einen kurzen Augenblick, das sei ernst gemeint...“ Die Autorin Sophie Passmann fragt: „Ist der Song schon auf Spotify?“

Andere Nutzer loben hingegen das ungewöhnliche Konzept. Eine Frau schreibt: „Gerade Account reaktiviert. Nur um zu schreiben, wie toll ich den finde.“ Ein anderer Nutzer kommentiert: „Schöner Spot. Echte Menschen. Hat man sonst vor künstlicher Perfektheit selten.“

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Annalena Baerbock: So erklären die Grünen den Clip

Doch was will die Partei mit dem Clip bewirken? „Wir wollen einen Aufbruch für dieses Land und wir wollen aus den ausgetretenen Pfaden der politischen Kommunikation austreten, das zeigt auch unser Clip. Wir wollen Dinge anders machen“, kommentiert der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner. Man wolle sich an die breite Gesellschaft richten. (vh)