Corona: 43 Griechenland-Touristen infiziert ++ Keine neuen Maßnahmen im Kreis Gütersloh ++

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten

Weil in einigen Bundesländern die Zahl der Corona-Infektionen sinkt, wird vielerorts eine Aufhebung der Maskenpflicht diskutiert, so zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Eine Lockerung könnte bereits nach den Sommerferien in Kraft treten. Eine Umfrage in Berlin.

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Die Corona-Pandemie ist auch ein halbes Jahr nach ihrem Ausbruch nicht vorbei. Noch immer konnte kein Impfstoff entwickelt werden.

Über 11,3 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, mehr als 530.000 sind gestorben. Allein in Deutschland haben sich über 195.000 infiziert, mehr als 9.000 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Vor allem das Bundesland NRW muss einen harten Rückschlag hinnehmen. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies gibt es nun einen erneuten Lockdown.

Doch das Coronavirus greift auch in anderen Bundesländern um sich.

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Montag, 6 Juli:

21.13 Uhr: Griechenland-Touristen positiv auf Coronavirus getestet

Zum ersten Mal seit Wochen sind in Griechenland wieder mehrere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt wurden 43 Fälle registriert. Davon waren nach Angaben der zuständigen Gesundheitsbehörde 36 Touristen.

Die meisten davon (20) waren nach Informationen des griechischen Staatsrundfunks (ERT) Urlauber aus Serbien. Weitere 16 Touristen stammen aus verschiedenen Staaten, hieß es. Ob darunter auch Deutsche waren, blieb zunächst unklar. Die meisten Fälle wurden an der Grenze zu Bulgarien registriert.

Seit dem 1. Juli sind nach Schätzungen griechischer Medien mehr als 100 000 Urlauber über den Grenzübergang Promachonas/Kulata nach Griechenland gekommen. Griechenland hat seit Montagmorgen wegen erhöhter Coronavirusinfektionen in Serbien seine Grenzen für Reisende aus diesem Balkanland geschlossen.

19.35 Uhr: Keine neuen Maßnahmen im Kreis Gütersloh

Nach der gerichtlichen Aufhebung der strengen Auflagen zum Eindämmen des Coronavirus für den Kreis Gütersloh will die NRW-Landesregierung keine gesonderten neuen Maßnahmen verfügen - auch nicht für einzelne Gemeinden. Das machte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montagabend in Düsseldorf deutlich. Es sei nicht zu einem Übertritt der Infektionen auf die übrige Bevölkerung des Kreises Gütersloh gekommen. Vor diesem Hintergrund erwartet die NRW-Landesregierung nach eigenen Angaben, „dass nunmehr auch alle Beherbergungsverbote in Urlaubsorten aufgehoben werden“.

Aktuelle Zahlen belegten, dass es gelungen sei, einen größeren Ausbruch durch konsequente und schnelle Maßnahmen einzudämmen. Die Maßnahmen im Kreis Gütersloh könnten nun vollständig auf die bereits verhängte Quarantäne für die von der Infektion betroffenen Mitarbeiter des Fleischwerkes von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sowie im Bedarfsfall ihre Familien begrenzt werden. An die Stelle der vom Oberverwaltungsgericht NRW am Montag außer Vollzug gesetzten Maßnahmen für den gesamten Kreis Gütersloh würden daher auch keine auf einzelne Gemeinden des Kreises beschränkte Maßnahmen mehr treten.

16.27 Uhr: Gericht hebt Lockdown für Kreis Gütersloh auf

Bis in die Nacht zum Mittwoch sollten die strengen Corona-Auflagen für die Menschen im Kreis Gütersloh gelten. Eigentlich.

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen - ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, teilte das Gericht am Montag mit. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Hintergrund der Auflagen sind mehr als 1000 positiv auf das Coronavirus getestete Tönnies-Mitarbeiter am Standort in Rheda-Wiedenbrück. Die Befunde hatten zu regionalen Einschränkungen im öffentlichen Leben in den Kreisen Gütersloh und Warendorf geführt. Die regionale Verordnung der Landesregierung wäre in die Nacht zum Mittwoch um 00.00 Uhr ausgelaufen.

Bislang hatte das OVG in der Regel die Verordnungen der Landesregierung im Zusammenhang mit dem Kampf gegen das Coronavirus bestätigt. Ausnahme war die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer. Die hatte das Gericht Anfang Juni außer Vollzug gesetzt. Das Land dürfe nicht pauschal für Rückkehrer aus Nicht-EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne anordnen, entschied es.

12.54 Uhr: Frau bekommt Baby - dann stirbt sie an Covid-19

Furchtbare Nachrichten! Kurz nach der Geburt ihres Babys und vor der kirchlichen Hochzeit ist eine 38-Jährige aus Ansbach jetzt am Coronavirus gestorben. Darüber berichtet Nordbayern.de. Nach der Entbindung durfte sie das Krankenhaus wieder verlassen und klagte kurz darauf zuhause über Schüttelfrost. Doch das legte sich wieder. Wenig später hatte sie hohes Fieber und musste in eine Klinik gebracht werden. Sie wurde ins künstliche Koma versetzt: Drei Wochen lang kämpften die Ärzte um das Leben der jungen Mutter - vergeblich. Das Virus hatte ihr Gehirn angegriffen.

Warum sie von ihrem schrecklichen Schicksal erzählen? „Wir wollen auf die anhaltende Gefahr durch Corona hinweisen“, sagt ihr Ehemann. Auch ist er sowie die Großeltern seiner kleinen Tochter dankbar für jede Unterstützung und Hilfe, die sie auf unterschiedlichen Wegen erreicht hat. Doch das Neugeborene wächst jetzt ohne seine Mama auf.

11.55 Uhr: FDP fordert Aufhebung der Maskenpflicht

Die FDP fordert, die Aufhebung der Maskenpflicht für den Einzelhandel einzuleiten. Die Regierung müsse „gemeinsam mit dem Einzelhandel einheitliche Kriterien für ein regional differenziertes Ausstiegsszenario aus der Maskenpflicht erarbeiten“, so FDP-Vizefraktionschef Michael Theurer am Montag. „Die Maskenpflicht kann nicht von heute auf morgen wegfallen, sie kann aber auch nicht unendlich und ohne regionale Differenzierung aufrecht erhalten werden.“

09.00 Uhr: Broadway-Star stirbt an Covid-19-Folgen

Schauspieler Nick Cordero starb im Alter von 41 Jahren an Covid-19. Das gab seine Witwe via Instagram bekannt. Cordero war für seine Bühnenrollen am Broadway bekannt. Für seine Rolle im Musical „Bullets Over Broadway“ (2014) wurde er für den „Tony Award“ als bester Hauptdarsteller nominiert. Außerdem war Cordero zweimal für die „Drama Desk Awards“ nominiert.

08.00 Uhr: Schäuble rüttelt die EU wach

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat an die EU appelliert, als Corona-Lehre ihre Abhängigkeit von globalen Lieferketten zu reduzieren. Die Pandemie habe gezeigt, wie verwundbar Europa durch diese Abhängigkeit geworden sei, schrieb Schäuble für die „FAZ“. Er verwies auf den vorübergehenden Mangel an simplen Medizingütern wie Atemschutzmasken.

Nun sei die Gelegenheit, „unser gesamtes Wirtschaftsmodell kritisch zu überprüfen und die Exzesse der Globalisierung da zu korrigieren, wo sie zu den dramatischen Auswirkungen der Pandemie beigetragen haben“, betonte Schäuble. Schon jetzt lasse sich aus der Pandemie die Lehre ziehen, dass die EU besser vorsorgen müsse, um in Krisen widerstandsfähiger und souveräner zu sein.

Dazu müsse die EU „mit größerer strategischer Autonomie ausgestattet werden“, forderte der CDU-Politiker. Ferner müsse die Souveränität Europas gerade im Gesundheitssektor gestärkt werden.

07.10 Uhr: Pariser Louvre öffnet wieder

Nach monatelanger Schließung öffnet der Pariser Louvre ab Montag wieder für Museumsbesucher. 70 Prozent der Museumsflächen (rund 45.000 Quadratmeter) werden wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

06.45 Uhr: Bundeswehr-Hunde werden auf Corona trainiert

Bundeswehr-Diensthunde sollen das Erschnüffeln einer Corona-Infektion erlernen. Die Streitkräfte und die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover testen diese Möglichkeit in einem Projekt, an dem zehn Vierbeiner der Bundeswehr teilnehmen. Beteiligt sind Schäferhunde, Spaniel und Retriever, wie die Dienststelle der Streitkräfte mitteilte.

Sonntag, 5. Juli:

22.50 Uhr: Mehr als 530.000 Corona-Tote weltweit – Mexiko überholt Frankreich

Laut der renommierten Johns-Hopkins-Universität (USA) sind weltweit mehr als 530.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die meisten Toten haben die Vereinigten Staaten (rund 130.000) zu verzeichnen, gefolgt von Brasilien (über 64.000 Tote), Großbritannien (über 44.000 Tote), Italien (über 34.000 Tote) und Mexiko mit mehr als 30.000 Toten.

20.30 Uhr: Spahn will an Maskenpflicht festhalten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt weiter zur Vorsicht. Angesichts von Überlegungen einzelner Bundesländer, die Maskenpflicht wieder abzuschaffen, hat er am Sonntag getwittert: „Ich verstehe die Ungeduld und den Wunsch nach Normalität. Aber das Virus ist noch da. Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert ist, bleibt die Alltagsmaske geboten.“

18.00 Uhr: Italien: Zwangseinweisung von Infizierten?

Italien prüft die Möglichkeit von Zwangseinweisungen ins Krankenhaus für Corona-Patienten, die durch falsches Verhalten neue Ansteckungen auslösen können. Das sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza der Zeitung „La Repubblica“: „Ich erwäge mit meinen Juristen die Möglichkeit einer zwangsweisen medizinischen Behandlung in Fällen, in denen eine Person behandelt werden muss und sich weigert.“

15.00 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Laumann lehnt flächendeckende Tests ab

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich GEGEN flächendeckende Corona-Tests ausgesprochen. Im „Deutschlandfunk“ hat er gesagt: „Ich halte da nicht sehr viel von.“ Er würde sich an die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts orientieren, man werde also anlassbezogen und dann sehr gründlich testen, wie zuletzt nach dem Virus-Ausbruch bei der Tönnies-Fleischerei in Rheda-Wiedenbrück.

12.20 Uhr: Auch in Österreich Corona-Infizierte in Schlachthöfen

Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, steigt die Zahl der an Covid-19-Infizierten in Oberösterreich an. Auch in drei Fleischbetrieben seien Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Betroffen sind ein Betrieb im Bezirk Wels-Land und zwei im Bezirk Braunau. Aktuell würde die Kontaktpersonensuche über die Behörden laufen. Betriebsschließungen sollen derzeit nicht im Raum stehen. Die Reproduktionszahl liegt in Oberösterreich derzeit bei 2,7, ein sehr hoher Wert.

Samstag, 4. Juli:

20.10 Uhr: Bitburger-Chef macht düstere Prognose: „Leute werden weniger Bier trinken“

Der Chef der Brauerei Bitburger, Axel Dahm, hat in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen“ eine ernüchternde Vorhersage für die Zeit nach der Corona-Krise gemacht. Dahm: „Die Leute werden dauerhaft weniger Bier trinken. Wir rechnen damit, dass der Konsum in Gaststätten und Veranstaltungen nach Corona maximal 80 Prozent des alten Marktniveaus erreichen wird.“

Und weiter: „Manche Gastwirte haben schon wieder geschlossen, weil sich die wenigen Besucher für sie nicht rechnen. Dabei spüren viele Menschen die Krise noch gar nicht im Geldbeutel, weil sie über Kurzarbeit gestützt werden. Wenn diese Hilfen auslaufen, wird sich das Konsumverhalten noch weiter verändern. Die Leute werden preissensibler werden.“

19.00 Uhr: Über 10.000 Tote in Russland

In Russland sind mehr als 10.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. 168 Todesfälle seien zuletzt gemeldet worden, teilten die russischen Behörden am Samstag mit.

16.00 Uhr: Großstadt in Spanien unter Quarantäne

In Spanien ist erstmals seit den Corona-Lockerungen wieder eine ganze Stadt unter Quarantäne gestellt worden. Die Stadt Lleida (140.000 Einwohner) ist abgeriegelt. Die Quarantäne gilt laut dem katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra ab Samstag 12 Uhr. Man dürfe die Stadt und die umliegenden Gemeinden nur verlassen, um zur Arbeit zu gelangen. Die Polizei hat Kontrollposten eingerichtet.

10.05 Uhr: Coronavirus mutiert

Düstere Nachrichten aus China. Dort wurde eine Mutation des derzeitig grassierenden Covid-19-Stammes nachgewiesen. Laut einer Studie, die in der Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, sie dieser Virenstamm noch gefährlicher.

Demnach könne der Erreger menschliche Zellen noch leichter befallen und sei womöglich auch noch deutlich ansteckender als das derzeitige Virus.

Freitag, 3. Juli:

20.58 Uhr: So wollen Düsseldorf und Köln gegen dichte Menschenmassen vorgehen

In der Düsseldorfer Altstadt setzen die Verantwortlichen auf ein Bündel von Maßnahmen, um ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie zu verhindern. In den vergangenen Wochen hatte die Polizei wegen dichter Menschenansammlungen mehrfach Teile der Altstadt räumen müssen. In Köln will man auf Platzsperren vorerst verzichten, die Lage aber im Blick behalten.

In Düsseldorf sollen nun Banner an die Verantwortung der Altstadtgäste appellieren: „Unsere Altstadt - mit Abstand mein Lieblingsort“. Auf der Freitreppe am Burgplatz werden 1,5 Meter breite Streifen aufgemalt und mit Abstandspfeilen versehen, teilte die Stadt am Freitag mit.

Wird die beliebte Treppe dennoch zu stark bevölkert, kann die Polizei sie taghell zu beleuchten, und die Nachtschwärmer so zu vergraulen. In der Kurzen Straße verzichtet eine beliebte Hausbrauerei auf den Außer-Haus-Verkauf von Getränken. Dort war es zu besonders dichtem Gedränge gekommen.

Die Terrassen sollen dafür eine Stunde länger öffnen dürfen: Bis 1.00 Uhr nachts. „Nach den Einschränkungen wegen Corona haben die Menschen ein erhöhtes Bedürfnis nach Geselligkeit“, so Oberbürgermeiser Thomas Geisel (SPD). „Aber das Coronavirus ist noch nicht besiegt, und wenn es nicht zu einem erneuten Lockdown kommen soll, müssen sich alle an gewisse Spielregeln halten.“

Trotz etlicher Verstöße gegen die Corona-Regeln sieht Köln vorerst von weiteren Sperren für beliebte Plätze in der Stadt ab. Dennoch behalte man die Hotspots natürlich im Blick und werde im Zweifel auch noch anders entscheiden, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) nach einer Sitzung des Krisenstabes am Freitag. Sie appellierte an die Bürger, die Abstandsregeln „bitte, bitte“ einzuhalten. „Es verhalten sich immer mehr Menschen so, als wäre die Pandemie schon beendet“, sagte Reker. „Und das ist gefährlich.“

In Köln hatte es unter anderem am Wochenende bei gutem Wetter größere Menschenansammlungen gegeben. Aktuell gilt ein sogenanntes Verweilverbot für den Brüsseler Platz im angesagten Belgischen Viertel. Der Grund: Wiederholt hatten sich so viele Menschen gesammelt, dass es kaum möglich war, die Abstandsregeln einzuhalten.

Weitere Platzsperren seien grundsätzlich möglich. „Wir haben Pläne in der Schublade, um auch den Stadtgarten abzusperren“, sagte der Leiter des Kölner Ordnungsamtes, Wolfgang Büscher. Ähnliches gelte für andere Orte. Zudem richte sich die Behörde darauf ein, notfalls die bei der CSD-Community beliebte Schaafenstraße „im Zweifel“ räumen zu müssen. Am Wochenende hätte eigentlich die Parade zum Christopher Street Day (CSD) stattfinden sollen, sie wurde aber verschoben.

13.15 Uhr: Wirkstoff Remdesivir zur Coronabekämpfung zugelassen

Der Wirkstoff Remdesivir wurde zur Behandlung schwerer Covid-19-Erkrankungen in der EU zugelassen. Das hat die EU-Kommission am Freitag bekanntgegeben. Das Mittel gilt als eines der wenigen, das Krankenhausaufenthalte wirksam verkürzen kann. Es wird empfohlen, dass Patienten ab dem zwölften Lebensjahr das Mittel erhalten.

12.24 Uhr: Neuer Höchststand an Neuinfektionen in den USA - Über 50.000 Neuinfizierte

Die USA verzeichnen laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität den dritten Tag in Folge einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Rund 52 300 Menschen sind demnach am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden. Erst tags zuvor hatten die USA erstmals die Grenze von täglich 50 000 Neuinfektionen überschritten. Noch Mitte Juni waren rund halb so viele Fälle gemeldet worden.

Insbesondere die südlichen Bundesstaaten sind derzeit von der Pandemie betroffen. Florida hat mit über 10 000 neuen Fällen einen neuen Rekordwert erreicht, ebenso das nördlich an Florida grenzende Georgia mit 3500 Fällen. Auch in Kalifornien oder Texas bleibt die Infektionslage angespannt. Mindestens 20 Bundesstaaten haben nach Berechnung von US-Medien die phasenweise Wiedereröffnung der Wirtschaft gebremst, pausiert oder Lockerungen gar zurückgenommen.

Insgesamt wurden in den USA mit seinen mehr als 320 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie mehr als 2,7 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Fast 130 000 Menschen starben an oder mit dem Virus.

10.45 Uhr: Dramatischer Ausbruch in Florida

Auch in den USA steigen die Zahlen immer weiter. Besonders der Bundesstaat Florida ist schwer betroffen. Der „Sunshine State“ zählt derzeit 160.000 Infektionen und 3550 Todesopfer. Allein am vergangenen Donnerstag wurden 10.000 neue Fälle registriert.

7.48 Uhr: Zweite Corona-Welle? HIER ist es laut RKI bereits soweit

„Das Schlimmste wird noch kommen“, lautet die Warnung von Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Chef der Weltgesundheitsorganisation. Wie die „WAZ“ berichtet, ist die gefürchtete zweite Infektionswelle in einem Land offenbar schon Realität.

Im Iran gibt es die zweite Corona-Welle laut RKI-Chef Wieler bereits. Die Regierung droht bereits mit einem zweiten Lockdown. Offiziell gemeldet sind mehr als 232.000 Infizierte und über 11.100 Todesfälle. Doch selbst ein Gutachten des iranischen Parlaments geht von Zahlen aus, die zum teil zehnmal so hoch sind.

Donnerstag, 2. Juli:

13.15 Uhr: Frau trägt bei 38-Stunden-Geburt durchgehend Schutzmaske

Über kaum ein Thema wird so gestritten wie über Schutzmasken. Die einen bezweifeln die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen oder beschweren sich darüber, keine Luft zu bekommen, während Mediziner immer wieder auf den Infektionsschutz hinweisen. Eine werdende Mutter in den USA hat nun echtes Durchhaltevermögen bewiesen, wie Good Morning America berichtet.

Während der Geburt ihres Kindes trug sie im Krankenhaus konsequent eine Maske - für 38 Stunden. „Wenn ich während 38 Stunden Wehen, Kaiserschnitt und Genesung eine Maske tragen kann... kannst du das eine Stunde lang tun, während du zum Lebensmittelgeschäft läufst und/oder andere Besorgungen machst“, schrieb Jai Kershner auf Twitter. Den Post versah sie zudem mit dem hashtag #WearADamnMask (Trag eine verdammte Maske).

13.07 Uhr: Österreich nimmt Reisewarnung für NRW-Kreis zurück

Österreich hat die corona-bedingte Reisewarnung für den Kreis Warendorf in Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Die am Donnerstag aktualisierten Hinweise des österreichischen Außenministeriums verweisen jetzt nur noch für den Kreis Gütersloh auf „eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)“ aufgrund erhöhter Infektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies. Eine generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen hatte die österreichische Regierung bereits zu Wochenbeginn aufgehoben.

11.42 Uhr: Bundestag beschließt neue Schulden in Milliardenhöhe für Konjunkturpaket

Der Bundestag hat am Donnerstag den zweiten Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Konjunkturpakets in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind für 2020 nun insgesamt neue Schulden in Höhe von 217,8 Milliarden Euro.

07:28 Uhr: Ehepartner sterben wenige Minuten nacheinander nach Corona-Infektion

Zwischen den gigantischen Zahlen von Corona-Infizierten und Toten gehen die traurigen Einzelschicksale immer wieder verloren. Denn hinter jeder Zahl steht natürlich auch ein ganz eigenes Leben, eine eigene Geschichte. Einen besonders traurigetrauriger Moment hat sich zuletzt in Texas abgespielt.

Dort starben eine Ehemann und seine Frau (79 und 80 Jahre) nur wenige Minuten nacheinander am Coronavirus. Beide waren auf der Intensivstation und hatten sich gegen Beatmungsgeräte entschieden. Kurz vor ihrem Ableben stellten die Krankenschwestern die Betten der beiden zusammen und legten ihre Hände zusammen. Der Mann habe daraufhin "seine Augen geöffnet, seine Augenbrauen hochgezogen und versucht, zu ihrer Seite zu schauen". 20 Minuten später starb die 80-Jährige, eine halbe Stunde später ihr Ehemann. 53 Jahre waren beide verheiratet.

(DER WESTEN mit dpa)

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