Corona: Biontech-Impfstoff soll ab DANN „voll verfügbar“ sein ++ 2 Millionen Tote weltweit

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Die große Sorge um die aufgetauchten Corona-Mutationen und die hohen Infektionszahlen befeuern die Diskussion um verschärfte Maßnahmen. Droht jetzt der Komplett-Lockdown in Deutschland? Der Corona-Gipfel wird vorgezogen: schon am kommenden Dienstag beraten Bund und Ländern über härtere Maßnahmen.

Der Corona-Lockdown wurde vorerst bis zum 31. Januar verlängert.

Corona: Droht jetzt der Komplett-Lockdown? Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt

Alle aktuellen News zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland und der Welt findest du in unserem Newsblog.

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Samstag, 16. Januar:

08.48 Uhr: Biontech-Impfstoff soll ab DANN „voll verfügbar“ sein

Der Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech soll jetzt doch schneller zur Verfügung stehen als zwischenzeitlich angekündigt. Wie Biontech in einer Pressemitteilung ankündigte, soll ab dem 25. Januar wieder zum ursprünglichen Zeitplan für die Lieferungen zurückgekehrt werden. Zudem will das Unternehmen ab dem 15. Februar die Produktion hochfahren, um mehr Impfstoff als ursprünglich geplant liefern zu können.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, es gebe weniger Lieferungen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer an Deutschland wegen Umbauarbeiten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs für drei bis vier Wochen.

Freitag, 15. Januar:

22.00 Uhr: Deutschland überschreitet Marke von zwei Millionen Infizierten

In Deutschland haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie bereits über zwei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

19.10 Uhr: Mehr als zwei Millionen Corona-Tote weltweit

Die Zahl der Corona hat eine traurige Grenze überschritten. Laut der John Hopkins Universität in Baltimore sind nachweislich mehr als zwei Millionen Menschen nach einer Infektion mit Corona gestorben. Weltweit gab es mehr als 93 Millionen Infektionen, jedoch gehen Experten von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus.

UN-Generalsekretär António Guterres sprach angesichts der zwei Millionen Toten von einem „herzzerreißenden Meilenstein“. In einer Mitteilung hieß es: „Hinter dieser erschütternden Zahl stehen Namen und Gesichter: das Lächeln, das nur noch eine Erinnerung ist, der für immer leere Platz am Esstisch, der Raum, in dem das Schweigen eines geliebten Menschen widerhallt.“ Guterres kritisierte, die tödlichen Auswirkungen der Pandemie seien durch das Fehlen weltweiter koordinierter Anstrengungen noch verschlimmert worden.

17.35 Uhr: Sonderrechte für Corona-Geimpfte im Zug? Bahnchef mit deutlichen Worten

Derzeit ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im kompletten Nah- und Fernverkehr verpflichten - das soll sich auch in Zukunft für Geimpfte nicht ändern. Das sagte Bahnchef Richard Lutz der „Süddeutschen Zeitung“. „Wir halten uns an die politischen Vorgaben. Niemand wird deshalb vorerst auf eine Maske verzichten können, nur weil er einen Impfausweis hochhält“ erklärte er.

13.39 Uhr: Pfizer warnt vor Impfstoff-Lieferkürzungen

Der US-Pharmagigant Pfizer hat nach Angaben der norwegischen Behörden vor anstehenden Lieferkürzungen bei dem gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus gewarnt. „Die vorübergehende Kürzung wird alle europäischen Länder betreffen“, erklärte am Freitag das staatliche Gesundheitsinstitut in Oslo. Die Kürzungen würden „ab kommender Woche“ erfolgen, Pfizer wolle in der Zeit seine Produktionskapazitäten verbessern.

11.34 Uhr: Kommt der Komplett-Lockdown? Neuer Corona-Gipfel am Dienstag!

Regierungssprecher Steffen Seibert macht es in der Bundespressekonferenz am Dienstag öffentlich: Dienstag um 14 Uhr werden die Beratungen zwischen Bund und Länder zu den verschärften Corona-Maßnahmen sein.

Als Gründe nannte Seibert, dass der Lockdown nicht greift und die Zahlen nicht runtergehen. Auch die Sorge wegen des mutierten Coronavirus' mache die Lage nötig. Nötig sei, noch mehr zu tun, um Kontakte zu reduzieren. Dazu gehöre unter anderem eine stärkere Nutzung von Homeoffice.

Am Dienstag berät Angela Merkel dann mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. Zunächst sollte der Termin erst am 25. Januar stattfinden.

11.12 Uhr: Über 30 Millionen Corona-Infektionen in Europa

Die Zahl der Corona-Infektionen in Europa hat am Freitagmorgen die Schwelle von 30 Millionen überschritten. Dies geht aus einer auf Behördenangaben der einzelnen Länder beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor. Damit ist Europa weltweit die Region mit den meisten Corona-Infektionen.

Europa war weltweit auch die erste Region, in der mehr als eine halbe Million Menschen an Covid-19 starben. Diese Schwelle wurde am 17. Dezember überschritten.

Bei der Zahl der Infektionen folgen nach Europa die USA und Kanada mit insgesamt knapp 24 Millionen Fällen sowie Lateinamerika und die Karibik mit knapp 17 Millionen vermeldeten Ansteckungen.

09.32 Uhr: Werden die Kontaktbeschränkungen verschärft?

Wie der Business Insider berichtet, solle beim Krisen-Gipfel in der nächsten Woche die Kontaktbeschränkung verschärft werden. Demnach sollen nur noch Treffen mit einer festen Person aus einem anderen Haushalt erlaubt sein. Vorher durfte man sich mit einem anderen Freund treffen, am nächsten Tag aber mit dem nächsten. Jetzt könnte daraus nur ein bestimmter Freund werden.

Laut dem Magazin könne das Krisengespräch zwischen Bund und Ländern bereits am Dienstag stattfinden.

07.27 Uhr: Karl Lauterbach sieht für die nächsten Monate schwarz

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet für den Sommer mit einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage. „Wichtig ist, dass wir so schnell wie möglich impfen, damit wir schwere Mutationen des Virus verhindern“, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben nur für etwa 25 Millionen Menschen Impfstoff im ersten Halbjahr, also bis ungefähr Ende Juni. Weit über die Hälfte der Bevölkerung wird also bis zur Mitte des Jahres nicht geimpft sein. Aber im zweiten Halbjahr werden wir dann eine deutliche Erleichterung erleben.“

Lauterbach rechnet nicht damit, dass die Durchimpfung der Bevölkerung an Impfskepsis scheitern wird. „Die Menschen werden mit der Zeit sehen, dass diejenigen, die geimpft sind, ein viel besseres Leben führen können“, glaubt er. „Das wird sich immer mehr herumsprechen, und dadurch wird der Wunsch, sich impfen zu lassen, immer ausgeprägter sein.“

Lauterbach betonte: „Jetzt kommen die wirklich ganz schweren Monate. Die nächsten zwei Monate werden die härtesten der Pandemie werden. Aber dann werden wir zunehmend impfen können. Ich gehe von einem sehr befreiten, sehr guten Sommer aus. Dann wird das Schlimmste hinter uns liegen.“

06.26 Uhr: Mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen in Deutschland

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie hat die Marke von zwei Millionen Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 22.368 neue Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der Infektionen wuchs damit auf 2.000.958.

Laut RKI wurden zudem innerhalb eines Tages 1133 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 44.994. Am Donnerstag hatte das RKI mit 1244 Corona-Toten einen neuen Höchstwert bekanntgegeben.

06.10 Uhr: Kompletter Lockdown? Bund und Länder wollen nächste Woche beraten

Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen und großer Sorge um die aufgetauchten Coronavirus-Mutationen hat die Diskussion über zeitnahe Verschärfungen des Lockdowns gewaltig an Fahrt aufgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer rechnet mit Beratungen in der kommenden Woche. „Kindergärten komplett runterfahren, Schulen abschließen, wirklich Betretungsverbote in den Pflegeheimen, wenn kein negativer Schnelltest vorliegt - solche Dinge müssen wir besprechen“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner“.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt forderte im „Spiegel“ angesichts der Pandemielage eine Sondersitzung des Bundestags in der kommenden Woche. „Solange die Infektionszahlen nicht runtergehen, können die Lockdown-Maßnahmen nicht beendet werden und es werden weitere Maßnahmen nötig sein, besonders in der Arbeitswelt“, so die Grünen-Politikerin. „Wir sollten uns die Frage stellen, ob letztlich nicht ein kompletter Lockdown von zwei bis drei Wochen besser ist als eine endlose Hängepartie“, sagte Thorsten Frei, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag, dem „Spiegel“.

Donnerstag, 14. Januar:

20.21 Uhr: Doch keine Einstellung des Nah- und Fernverkehrs? Merkel weist Berichte zurück

Bundeskanzlerin Angela Merkel will kommende Woche mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Zunächst sollte der nächste Gipfel erst am 25. Januar stattfinden.

Das machte Merkel am Donnerstagabend in der Online-Sitzung des CDU-Präsidiums zur Vorbereitung des Wahlparteitags der CDU am Freitag und Samstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern deutlich. Es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Einen Termin für die nächste Runde mit den Regierungschefs der Länder nannte Merkel demnach nicht. Montag oder Dienstag seien aber im Gespräch.

Einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach im Kanzleramt über die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs nachgedacht werde, wies Merkel nach Angaben mehrerer Teilnehmer zurück.

19.30 Uhr: Landesweite Ausgangssperre ab 18 Uhr in Frankreich

Bislang durften Franzosen ab 20 Uhr das Haus nicht mehr verlassen - nun will Frankreich die Ausgangssperre im Kampf gegen Corona im ganzen Land auf 18 Uhr vorziehen. Das kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris an. „Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen“, sagte Castex. Auch Geschäfte sollen demnach ab 18 Uhr schließen. Die neue Regelung soll ab Samstag zunächst für 14 Tage gelten.

18.00 Uhr: Bundesländer drängen auf Home-Office-Pflicht

Laut Bild sollen die Bundesländer darauf drängen, dort, wo es möglich ist, eine Pflicht für Home Office einzuführen.

17.10 Uhr: Merkel will laut Medienbericht angeblich Mega-Lockdown

Kommt jetzt der Mega-Lockdown? Laut Bild will sich Kanzlerin Merkel schon nächste Woche erneut mit den Ministerpräsidenten treffen, um über noch schärfere Maßnahmen zu beraten. Dem Bericht zufolge soll im Kanzleramt unter anderem darüber nachgedacht werden, den Nah- und Fernverkehr einzustellen. Ein kompletter Shutdown, bei dem auch eine Augangssperre im Gespräch wäre, wäre die Folge. Endgültig entschieden sei aber noch nichts.

17.00 Uhr: RKI-Chef fordert härteren Corona-Lockdown

Für RKI-Präsident Lothar Wieler geht der derzeitige Corona-Lockdown noch nicht weit genug. „Diese Maßnahmen, die wir jetzt machen - für mich ist das kein vollständiger Lockdown“, sagte er am Donnerstag. „Es gibt immer noch zu viele Ausnahmen und es wird nicht stringent durchgeführt.“ Mit Blick auf ansteckendere Mutationen des Coronavirus ergänzte er: „Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Lage noch verschlimmert.“

Das RKI hält auf der Basis von Rechenmodellen einen strengeren Lockdown für sinnvoll. Regeln, die zu weniger Kontakten führten, müssten verschärft werden, sagte Epidemiologe Dirk Brockmann. „Alle Modelle sind sich einig, dass das massiver und effektiver passieren muss.“ Deutschland müsse in einer Phase kommen, in der die Inzidenz substanziell und schnell heruntergehe.

15.00 Uhr: Ein Prozent der deutschen Bevölkerung ist gegen Corona geimpft

842.455 Menschen in Deutschland sind gegen Corona geimpft - das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag in Berlin mit. Das ist etwa einer von 100 Bürgern. Doch der Politiker sieht noch eine schwere Zeit auf die Welt zukommen.

„Wir haben den Weg raus aus der Pandemie begonnen“, sagte Spahn zu den aktuellen Impfdaten. Noch sei Deutschland aber „in der schwersten Phase der Pandemie“, fügte er mit Blick auf die anhaltend hohen Zahlen von Neuinfektionen und Corona-Toten hinzu.

Um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, müssten Schätzungen zufolge mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft werden. Damit dieses Ziel möglichst früh in der zweiten Jahreshälfte erreicht werden kann, müsste das Impftempo erheblich gesteigert werden. Bislang stehen die Impfstoffe aber nur in sehr begrenzter Menge zur Verfügung.

10.49 Uhr: RKI-Chef pocht auf Wichtigkeit des Lockdown - es gebe keinen anderen Weg

Das Robert Koch-Institut hält eine massive Verringerung der Corona-Fallzahlen für geboten. Zurzeit müssten die Maßnahmen zur Kontaktreduktion „mit aller Konsequenz“ genutzt werden, um die Infektionszahlen zu drücken, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Danach müssten die Zahlen auf einem niedrigen Niveau gehalten werden - es gebe keinen anderen Weg. „Am Ende dieses Jahres werden wir diese Pandemie kontrolliert haben“, stellte Wieler in Aussicht.

Der RKI-Chef verwies auf die hohe Arbeitsbelastung im Gesundheitswesen, insbesondere auf den Intensivstationen. Dort liege das Durchschnittsalter der Patienten teilweise unter 60 Jahren. Wegen der hohen Infektionszahlen seien immer mehr Jüngere betroffen. Die bestmögliche Versorgung der Erkrankten könne aber nicht mehr flächendeckend gewährleistet werden.

„Bitte bleiben Sie Zuhause, wenn immer möglich“, appellierte Wieler. Es gelte, sich immer und überall an die Regeln zu Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften zu halten.

10.33 Uhr: Baden-Württemberg entscheidet sich doch gegen Schulöffnung im Januar

Baden-Württemberg will Grundschulen und Kitas nun doch zumindest bis Ende Januar geschlossen halten. Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa am Donnerstag in Stuttgart erfuhr, verständigten sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) darauf, angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen im Land zunächst auf die angedachte Lockerung zu verzichten. Es solle aber eine Öffnungsperspektive für Grundschulen und Kitas erarbeitet werden, sollte der Lockdown über Januar hinaus gelten, hieß es.

07.43 Uhr: Trauriger Corona-Rekord - 1244 Menschen an einem Tag in Deutschland gestorben

Die Zahl der täglich verzeichneten Todesopfer durch die Corona-Pandemie in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 1244 weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte. Der bisherige Höchstwert war am vergangenen Freitag mit 1188 Verstorbenen erreicht worden.

Laut den jüngsten Angaben des RKI stieg die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie auf 43.881. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstarben als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die genaue Todesursache war.

Das RKI gab am Donnerstag zudem 25.164 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 1.978.590.

06.32 Uhr: Epidemiologen sprechen sich für Schulschließung aus

Der Epidemiologe Timo Ulrichs sieht das Schließen von Schulen derzeit als geboten und verhältnismäßig an. „Sie sind zwar keine Treiber der Pandemie, aber sie können sehr stark betroffen sein und dazu beitragen, dass sich das Virus noch weiter ausbreitet“, so Ulrichs, der Professor für internationale Not- und Katastrophenhilfe an der Akkon Hochschule in Berlin ist. Momentan sei der Infektionsdruck von außen zu groß. Seiner Ansicht nach sollten die Schulen mindestens den ganzen Januar geschlossen bleiben.

Auch die Leiterin der Abteilung für Pädiatrische Pneumologie der Uni-Kinderklinik Bochum, Folke Brinkmann, hält die momentanen Schulschließungen für sinnvoll. Ab einer bestimmten Anzahl von Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner solle man „alles versuchen“.

Wenn die Schulen wieder öffneten, sollten zuerst die Jüngeren wieder hingehen, so die Kinder-Pneumologin. Bisherige wissenschaftliche Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich Kinder bis zum Grundschulalter weniger häufig anstecken und das Virus weitergeben.

Mittwoch, 13. Januar:

22.23 Uhr: Lockdown in mehreren europäischen Ländern verlängert

Mehrere Länder in Europa haben den Corona-Lockdown verlängert. In Dänemark wird das öffentliche Leben bis mindestesn 7. Februar weiter heruntergefahren. Auch Portugal verhängt ab Freitag einen neuen Lockdown. Die Arbeit von zu Hause soll dann überall Pflicht sein, wo es möglich ist. Schulen sollen aber geöffnet bleiben. Italien hatte am Mittwoch den Notstand bis April verlängert.

18.10 Uhr: Neue Corona-Variante in den USA entdeckt

US-Forscher haben eigenen Angaben zufolge eine neue Virus-Variante in Ohio entdeckt. Sie habe eine identische Mutation zu der in Großbritannien gefundenen. Die Wissenschaftler des Wexner Medical Center der Ohio State University gehen aber davon aus, dass sie sich aus einer bereits in den USA bekannten Variante heraus entwickelt habe. Unklar ist, wie verbreitet die Mutation in der Bevölkerung ist.

13:04 Uhr: Jens Spahn mit Regierungserklärung zur Impfstrategie

Jens Spahn gibt einen Corona-Rückblick im Bundestag, fast ein Jahr beschäftigt das Coronavirus Deutschland. Dabei hat er zur Gemeinsamkeit bei den Impfungen aufgerufen und das Vorgehen der Bundesregierung erneut gegen Kritik verteidigt.

„Die Maßnahmen sind hart. Das verlangt uns allen viel ab“, sagt er. Und weiter: „Nie war das Abwägen so schwierig, nie war das Abwägen so folgenreich. Wir sind in der schlimmsten Phase der Pandemie“, macht er in der Regierungserklärung klar. Doch die Situation bessere sich. Dann kommt der CDU-Politiker auf die Impfung zu sprechen, die es seit dem 27. Dezember in Deutschland gibt. Wir seien nun „auf dem Weg raus aus der Pandemie. Es gibt Licht am Ende des Tunnels“, so der Gesundheitsminister.

Er macht noch einmal deutlich, dass Deutschland weiterhin den europäischen Weg geht. Ein Alleingang hätte nichts gebracht, er hätte sogar negative Folgen gehabt. „Es ist eine Frage der ökonomischen Vernunft“, mahnt Spahn. „Diese größte Impfaktion unserer Geschichte ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag. „Kein Land, keine Partei, keine Regierung kann allein dieses Virus besiegen, es geht nur gemeinsam.“

Jens Spahn sieht weiterhin keine Fehler bei der Impfstoffbestellung. Er wird deutlich: „Wir haben in Deutschland genügend Impfdosen bestellt. Es reicht, um allen Menschen ein Impfangebot zu machen.“ Und weiter: „Es wird nach und nach genügend Impfstoff in Deutschland geben“, so Spahn. Im Sommer solle jeder Deutsche die Möglichkeit gehabt haben, sich impfen zu lassen.

Dass der Impfstoff ein knappes Gut auf der Welt sei, könne auch die deutsche Regierung nicht ändern. Es seien fehlende Kapazitäten, nicht fehlende Verträge.

Er appelliert noch einmal an alle Bürger sich impfen zu lassen. Überdies weist er noch einmal auf die nötigen Abstands- und Hygienemaßnahmen hin, die weiterhin aufrecht erhalten bleiben müssen. Und schließt mit den Worten: „Geben wir alle weiter aufeinander Acht!“

Die Corona-Impfungen in Deutschland hatten vor gut zwei Wochen begonnen. Zuletzt war auch vom Koalitionspartner SPD Kritik an zu geringen Impfstoff-Bestellungen laut geworden. Vor Ort gibt es teils Ärger wegen der Organisation von Impfterminen. Einsetzbar sind inzwischen zwei zugelassene Impfstoffe.

Die hitzige Diskussion um die Impfpflicht in Deutschland hat er mit keinem Wort erwähnt.

09:28 Uhr: Jens Spahn schießt in Impf-Debatte gegen Söder!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einer Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie erneut eine Absage erteilt. „Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben. Und das gilt“, sagte Spahn am Mittwochmorgen im Deutschlandfunk. Die Bundesregierung setze auf Argumente, Informationen und Vertrauen in den Impfstoff.

Auch das Pflegepersonal in Deutschland wolle er mit Argumenten überzeugen. „Das ist übrigens auch die Wertschätzung, die Pflegekräfte in dieser Pandemie erwarten“, sagte Spahn. Seit Monaten sagten alle, dass sie einen der schwersten Jobs in der Pandemie hätten. „Ich finde, dann sollten wir auch mit ihnen über das Impfen reden“, so der CDU-Politiker vor einer Regierungserklärung im Bundestag, die für Mittwochmittag geplant war.

Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte in Heimen gefordert. Der deutsche Ethikrat müsse sich damit beschäftigen, sagte er im ZDF und der „Süddeutschen Zeitung“.

06.43 Uhr: Experte klagt FFP2-Maskenpflicht an: „Im schlimmsten Fall kann sich die Lage sogar verschlechtern“

Die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel wird die Infektionslage in Bayern nach Einschätzung eines Hygieneexperten nicht merklich verbessern. „Ich glaube nicht, dass das einen großen Unterschied macht“, sagte Johannes Knobloch, Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Deutschen Presse-Agentur. „Im schlimmsten Fall kann sich die Lage sogar verschlechtern, weil sich die Leute geschützter fühlen und weniger vorsichtig sind.“

Es bedürfe bei einer FFP2-Maske großer Expertise, sie komme aus dem Arbeitsschutz und sei nicht für Laien gedacht. „Wenn sie nicht absolut dicht aufgesetzt wird, wirkt sie nicht besser als eine einfache Einwegmaske“, so Knobloch. Der Atemwiderstand sei bei den dichteren FFP2-Masken größer als bei den einfachen Kunststoff- oder selbstgenähten Stoffmasken. „Durch eine Stoffmaske atme ich immer zumindest zum Teil hindurch, aber wenn bei einer FFP2-Maske irgendwo am Gesicht eine kleine Lücke bleibt, geht fast alle Luft dort hindurch - und mit ihr das Virus.“

Unklar sei vielen Menschen auch, dass sich Bartträger eine FFP2-Maske nicht dicht aufsetzen können, erklärte Knobloch. „Sie ist bei Männern nur mit glattrasierter Haut zu tragen.“ Schon beginnender Bartwuchs könne ein Problem darstellen, weil sich ein Abstand zwischen Haut und Maske bilde, durch die Luft ungefiltert ein- und ausströme. „Bei einer FFP2-Pflicht dürften Bartträger in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln also eigentlich nicht zugelassen werden.“ Die Maßnahme sei vielleicht gut gemeint, letztlich helfe aber nur eines wirklich gut: zuhause bleiben.

06.37 Uhr: Fast 20.000 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind binnen eines Tages 19.600 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie damit auf 1.953.426. Zudem wurden 1060 Todesopfer innerhalb von 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 42.637.

Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen bezifferte das RKI auf rund 1.596.600. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 155,0. Bei dem Wert handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in diesem Zeitraum.

Dienstag, 12. Januar:

22.33 Uhr: Frau will Ausgangssperre umgehen – und leint Partner an

Nicht nur in Deutschland gelten strenge Corona-Regeln. Auch in Kanada muss die Bevölkerung viele Einschränkungen hinnehmen. In der Provinz Québec herrscht nach 20 Uhr etwa eine Ausgangssperre. Die Einwohner dürfen dann ihr Haus nur noch in in Ausnahmefällen verlassen. Dazu zählt etwa auch der Spaziergang mit dem Hund.

Das wollte eine Frau in der Stadt Sherbrooke jetzt ausnutzen - und schnappte sich eine Hundeleine. Doch statt eines Vierbeiners leinte die 24-Jährige ihren Partner (40) an und führte in durch die Stadt. Dort lief das ungewöhnliche Paar gleich der Polizei in die Arme. Den Einsatzkräften teilte die Dame mit, dass sie doch nur ihren Hund ausführen würde. Die Polizei konnte dem Spielchen nicht wirklich viel abgewinnen und drohte mit einem Bußgeld von jeweils 1.500 kanadischen Dollar (rund 970 Euro). Darauf habe das Paar nach Angaben der Polizei entgegnet, dass es „eine Freude“ wäre, die Strafe zu kassieren und es sie nicht davon abhalten würde die Regen in Zukunft zu brechen. Das Paar sei gespannt, wie viele Bußgelder sie insgesamt sammeln könnten.

Am Ende kassierten beide eine Strafe von rund 1.700 kanadischen Dollar. Im Wiederholungsfall drohe eine Strafe von bis zu 6.000 Dollar, berichtet das Onlineportal „Montreal Gazette“.

21.44 Uhr: Gorilla mit Coronavirus infiziert

Es begann mit einem Husten. Nach der Stuhlprobe hatten die Tierpfleger im Zoo von San Diego Gewissheit: Zwei Gorillas haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Tiere in der Gruppe infiziert seien, teilte der kalifornische Zoo mit.

Die Gorillas befinden sich gemeinsam in Quarantäne. Sie würden essen und trinken und es gehe ihnen abgesehen von Husten und leichten Beschwerden gut, sagte Zoo-Leiterin Lisa Peterson in einer Mitteilung. „Wir hoffen auf eine vollständige Genesung“.

Es wird vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt haben. Die Einrichtung ist seit Anfang Dezember für Besucher geschlossen.

20.41 Uhr: Merkel stellt System in Frage: „Beklemmende Situation“

Angela Merkel hat die Umsetzung der Pläne zum Schutz der Menschen in Alten- und Pflegeheimen durch die Länder kritisiert. Vieles sei nicht so ideal gelaufen, wie sie sich das gewünscht hätte, sagte die Kanzlerin am Dienstag nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in der ersten Sitzung der Unionsfraktion nach der Winterpause. Dabei stellte sie den Aufbau des politischen Sytems in Deutschland in Frage. Wenn man sich eines Tages darüber unterhalte, was man aus der Situation gelernt habe, müsse man sich schon fragen, wie es mit dem föderalen Aufbau in Deutschland sei, wurde Merkel zitiert.

Sie betrübe die Lage in den Alten- und Pflegeheimen, sagte die Kanzlerin demnach. So seien die rechtlichen Voraussetzungen für den Schutz der Menschen dort seit Monaten gegeben. Die Krankenkassen würden die Kosten für Tests der Bewohner und die Personalkosten übernehmen. Dies sei von der Bundesebene theoretisch vorbereitet worden. Die praktische Umsetzung sei aber sehr lückenhaft, kritisierte Merkel. Deshalb gebe es „diese beklemmende Situation in vielen Altenheimen“.

19.03 Uhr: Merkel verteidigt Spahns Impfplan

Angela Merkel hat sich ausdrücklich hinter den umstrittenen Kurs von Gesundheitsminister Jens Spahn bei den Corona-Impfungen gestellt. Es ähnele wissenschaftlich und logistisch einer Großleistung, dass man zehn Monate nach Ausbruch einer Pandemie einen Impfstoff habe, sagte Merkel am Dienstag nach Angaben mehrerer Teilnehmer in der ersten Sitzung der Unionsfraktion nach der Winterpause. Dies gelte auch dafür, dass sogar schon Impfstoff vorproduziert worden sei, so dass es schon kurz nach der Zulassung erste Impfungen in vielen Ländern der Welt gegeben habe.

Dass dies gelungen sei, habe sehr viel mit der Arbeit von Spahn zu tun, sagte Merkel demnach. Dafür wolle sie sich ausdrücklich bedanken. Man solle nicht daran herummäkeln. Vom Koalitionspartner SPD gibt es Kritik an zu geringen Impfstoff-Bestellungen, auch die Organisation von Impfterminen vor Ort sorgte zuletzt für Ärger.

Merkel sagte demnach mit Blick auf den zur Verfügung stehenden Impfstoff, kritisch seien die ersten beiden Quartale 2021. Vom dritten Quartal an werde Deutschland so viel Impfstoff haben, dass man eher etwas abgeben könne, als dass man noch mehr brauche. „Insgesamt haben wir mehr als genug Impfstoff“, wurde die Kanzlerin zitiert.

Merkel verteidigte den europäischen Ansatz der Impfstoffbeschaffung demnach erneut als absolut richtig. Der europäische Binnenmarkt habe mehr Marktmacht als ein Land alleine. Es nütze Deutschland zudem gar nichts, wenn die Menschen im Land geimpft seien, während es die Menschen in den Staaten um die Bundesrepublik herum nicht seien.

17.17 Uhr: Virus-Mutation besonders gefährlich für diese Gruppe

In England sorgt die Coronavirus-Variante B.1.1.7 derzeit für dramatische Zustände. Besonders im Süden des Landes und in der Hauptstadt grassiert die besonders ansteckende Mutation. Die Belastungsgrenze der Krankenhäuser in London sind längst überschritten. Das Land klagt bereits über mehr als 71.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

Auch in Deutschland wurde die Virus-Variante bereits nachgewiesen und bereitet Experten und Politikern großes Kopfzerbrechen. Denn noch immer ist unklar, warum sich B.1.1.7 so rasant verbreitet. Einer Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine zufolge würden die Mutationen der Variante dazu führen, dass die Übertragbarkeit des Virus 50 bis 70 Prozent höher sei, berichtet die „Frankfurter Rundschau“. Weitere Studien würden darauf hinweisen, dass besonders unter 20-Jährige gefährdet seien. Demnach würde B.1.1.7 ersten Untersuchungen zufolge allerdings nicht zu mehr schweren Erkrankungen führen. Aber allein die durch die schnellere Verbreitung steigt die Wahrscheinlichkeit schwerer Verläufe. Solange also durch Impfungen keine Herdenimmunität hergestellt ist, bleibt der Druck auf die Gesundheitssysteme der Länder unverändert hoch.

15.49 Uhr: Kretschmann widerspricht Söder

Gestern hat Markus Söder mit einem Vorschlag für Aufsehen gesorgt. Der bayrische Ministerpräsident dachte laut über eine Impfpflicht für Pflegepersonal nach. Der Vorstoß rief jedoch viel Unmut hervor. Unter anderem der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich von der Idee deutlich distanziert: „Jetzt haben wir wirklich unentwegt gesagt, es gibt keine Impfpflicht, und das ändern wir jetzt nicht mittendrin“, so Kretschmann. Dafür sehe der Grünen-Politiker auch keinen Grund. Zwar sei es wichtig, dass besonders diejenigen schnell geimpft werden können, die im engen Kontakt mit Infizierten und Risikopatienten stehen. Doch er plädiere dafür, für die Impfung stark zu werben, statt sie vorzuschreiben.

14.29 Uhr: Auf Mallorca sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen ab sofort den Mund halten

Zur Eindämmung von Corona-Infektionen sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen auf Mallorca und den anderen beliebten Ferieninseln der Balearen möglichst den Mund halten. Das sei eine der Maßnahmen, an die sich die Menschen nach dem Willen der Regionalregierung ab Mittwoch halten sollten, schrieb die deutschsprachige „Mallorca-Zeitung“. Neben der schon lange geltenden Maskenpflicht könne dies das Risiko einer Ansteckung vermindern.
Angesichts schnell steigender Infektionszahlen hatten die Behörden ab Mittwoch auch Treffen im privaten Kreis mit Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben, weitgehend verboten. Außerdem ordneten sie die Schließung aller Restaurants, Bars, Einkaufszentren und Fitnessstudios an.

13.26 Uhr: FFP2-Maske ab Montag Pflicht in Bayern

In Bayern gilt vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte.

11.13 Uhr: Lockdown noch länger als geplant? Angela Merkel mit düsteren Worten

Angela Merkel sprach im Hinblick auf die Corona-Mutation von einem längeren Lockdown als er bislang geplant ist. Das berichtet die Bild „Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine 10-fache Inzidenz“, mahnte die Bundeskanzlerin. Sie fordere „noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen“.

Der Spiegel widerspricht dieser Aussage, die Merkel bei einer Sitzung der AG Sicherheit der Unions-Bundestagsfraktion gemacht haben soll. Demnach habe sie von „acht bis zehn sehr harten Wochen“ gesprochen. Nun sei es davon abhängig, wie schnell sich die neue Virus-Mutation ausbreite.

Ob der Lockdown sich also noch bis Ostern ziehen könnte, bleibt noch ungewiss.

09.33 Uhr: Astrazeneca beantragt Zulassung des Impfstoffes

Der britisch-schwedische Arzneimittelkonzern Astrazeneca hat die Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der EU beantragt. Das teilte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) am Dienstag in Amsterdam mit.

06.28 Uhr: Pflegekräfte mit erschreckenden Aussagen – jeder Sechste kann nicht mehr

Pflegekräfte arbeiten seit Monaten an ihren Grenzen, die Krankenhäuser sind überfüllt. Für das NDR-Politikmagazin „Panorama 3“ haben sie erklärt, was sie besonders belastet. Fast alle (88) Prozent haben mehr Arbeit als sonst. 70 Prozent haben Angst vor einer Infektion mit Corona. Sie stehen in einem persönlichen Dilemma zwischen der persönlichen Angst und ihrer beruflichen Aufgabe.

Fast Dreiviertel gaben an, ihre Patienten nicht mehr genügend versorgen zu können, besonders auf der Intensivstation. Viele hätten deshalb gekündigt, weil „sie die Situation nicht mehr ertragen“. 17 Prozent haben keine Motivation mehr für ihren Job.

An der Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg haben bundesweit 1000 Pflegekräfte vom 21. Oktober 2020 bis 5. Januar 2021 teilgenommen. Dass ihre Hilferufe nicht gehört werden, ärgert sie sehr.

06.11 Uhr: WHO spricht Klartext: „Herdenimmunität werden wir nicht erreichen“

Trotz des Starts der Corona-Impfkampagnen in zahlreichen Ländern rechnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht damit, dass in diesem Jahr in einzelnen Staaten ein weitgehender Schutz gegen das Virus durch die sogenannte Herdenimmunität erreicht wird. „Wir werden 2021 nicht irgendwelche Stufen von Bevölkerungsimmunität oder Herdenimmunität erreichen“, sagte die WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan am Montag in einem virtuellen Pressebriefing.

Swaminathan lobte den „unglaublichen Fortschritt“, der mit der raschen Entwicklung gleich mehrerer sicherer und zuverlässiger Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus erreicht worden sei. Doch brauche die Produktion und Auslieferung der Milliarden von weltweit gebrauchten Impfdosen Zeit. Deshalb müssten die Menschen weiterhin Geduld aufbringen.

Montag, 11. Januar:

22.15 Uhr: Düstere Urlaubs-Prognose

Wann können wir endlich wieder unbeschwert in den Urlaub fahren? Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, liefert jetzt eine düstere Prognose. Mehr dazu hier >>>

21.43 Uhr: Südafrika trifft drastische Corona-Entscheidung

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus riegelt Südafrika mit sofortiger Wirkung seine Landgrenze ab. Alle 20 Grenzübergänge zu den Nachbarstaaten sollten bis zum 15, Februar geschlossen bleiben, sagte Präsident Cyril Ramaphosa am Montagabend in einer TV-Ansprache. Ausnahmen gebe es lediglich für Versorgungstransporte, Diplomaten, Heimkehrer aus dem Ausland und einige bestimmte Pendler.

Seine Regierung habe sich zu diesen Maßnahmen entschlossen, da Südafrika aktuell eine massive Zunahme an Infektionen registriere. „Viele Menschen haben sich innerhalb einer kurzen Zeit infiziert, und das setzt das Gesundheitssystem unter Druck“, sagte Ramaphosa.

Aktuell werden rund 15 000 Covid-19-Patienten in den Kliniken behandelt, knapp ein Drittel davon mit Sauerstoffgeräten. Insgesamt haben sich in Südafrika bereits über 1,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

20.13 Uhr: Empörung nach Vorschlag zur Handy-Überwachung in Corona-Hotspots

Uwe Brandl hat am Montag mit einem Vorschlag für große Empörung gesorgt. Im Bezug auf die Überwachung zur Einhaltung des 15-Kilometer-Radius in Corona-Hotspots sagte der Gemeindetagspräsident im Bayerischen Rundfunk: „Wir könnten heute Bewegungsprofile aus den Handys auslesen und auf diese Weise sehr treffsicher feststellen, wo sich die Menschen aufhalten. Wir müssen uns halt jetzt entscheiden, was wichtiger ist, der Gesundheitsschutz oder der Datenschutz.“

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber lehnt eine Überwachung der 15-Kilometer-Regel in Corona-Hotspots mittels Handy-Überwachung strikt ab. Der „Augsburger Allgemeinen“ sagte er: „GPS-Daten können noch nicht mal zwischen Tiefgarage und viertem Stock in einem Haus unterscheiden. In Gebäuden funktioniert GPS nicht.“ Auch eine Funkzellenabfrage zeige noch nicht einmal verlässlich, in welcher Straße eine Person gewesen sei. „Also was soll das? Das ist keine Lösung.“

Auch von Seiten der Opposition hagelte es Kritik, Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzenden der Grünen sprach laut den „Nürnbeger Nachrichten“ von einer „Schnapsidee“, FDP-Fraktionsvorsitzender Martin Hagen von einem „Tabubruch“.

15.46 Uhr: Angst vor Corona-Infektion: Diese beiden Maßnahmen trifft fast jeder Deutsche

Die Zahl der Neuinfektionen mit Corona ist im neuen Jahr unverändert hoch. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, sind einer Umfrage („Corona-Monitor“ des Bundesinstituts für Risikoforschung) zufolge zwei Maßnahmen in Deutschland besonders gefragt:

  • Häufiges Lüften in geschlossenen Räumen (82 Prozent der Befragten)
  • Kontakte zu Freunde und Familie einschränken (87 Prozent der Befragten)

Außerdem befürwortet ein Großteil der Deutschen sowohl die Abstandsregeln als auch die Maskenpflicht (94 und 96 Prozent). Vor allem bei den Maßnahmen, die einen Internetzugang oder ein Smartphone benötigen, unterscheidet sich allerdings das Verhalten der Generationen. „Von den unter 40-Jährigen geben 18 Prozent an, sich häufiger Lebensmittel liefern zu lassen“, sagt BfR-Präsident Andreas Hensel. „In der Altersklasse 60 Jahre und älter nutzen dagegen nur sieben Prozent solche Angebote.“

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Coronavirus: Fragen und Antworten zur Impfung

  • Bis zum 1. Februar sollen die Bundesländer 3,98 Millionen Dosen Biontech-Impfstoff geliefert bekommen.
  • Auch rund 2 Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs sollen im ersten Quartal 2021 in Deutschland ankommen.
  • Am 9. Januar waren bereits über 530.000 Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft.
  • Nach der aktuellen Impf-Verordnung werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohner in Pflegeheimen geimpft.
  • Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass im Sommer jedem ein Impfangebot gemacht werden kann.

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Alle Nachrichten zum Coronavirus vor dem 10. Januar kannst du hier nachlesen. (DER WESTEN mit dpa)