Corona: Bericht: Bei Verdacht in Familie – zwei Gesundheitsämter wollen Kinder von Eltern trennen

Bei Corona-Verdacht sollen Kinder isoliert werden von ihrer Familie.
Bei Corona-Verdacht sollen Kinder isoliert werden von ihrer Familie.
Foto: dpa

Knapp ein halbes Jahr nach dem Ausbruch von Corona hat das Virus die Welt weiterhin im Griff. Noch gibt es keinen Impfstoff, die Angst vor der zweiten Welle bestimmt den Alltag vieler Menschen.

Über 18,1 Millionen Menschen weltweit haben sich mit Corona infiziert, mehr als 691.000 sind an den Folgen gestorben. Allein in Deutschland haben sich über 211.000 infiziert, mehr als 9.200 Menschen starben in der Bundesrepublik an den Folgen von Covid-19.

Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten
Ende der Maskenpflicht: Deutsche sind gespalten

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Donnerstag, 6. August

15.11 Uhr: Bei Corona-Verdacht: Gesundheitsamt will Eltern zur Not Kinder wegnehmen

Bei Corona-Verdacht in einer Familie sollen Kinder in häuslicher Quarantäne in einem Raum isoliert und auch Mahlzeiten getrennt einnehmen. Davon berichtet die „Neue Westfälische“ und beruft sich auf Anordnungen der Gesundheitsämter der Landkreise Offenbach (Hessen) und Karlsruhe (Baden-Württemberg). Darin heißt es: „Ihr Kind muss im Haushalt Kontakte zu anderen Haushaltsmitgliedern vermeiden, indem Sie für zeitliche und räumliche Trennung sorgen. Keine gemeinsamen Mahlzeiten. Ihr Kind sollte sich möglichst allein in einem Raum getrennt von anderen Haushaltsmitgliedern aufhalten.“

Ansonsten gilt Maskenpflicht in den eigenen vier Wänden. Kommt die Familie dem nicht nach, steht sogar für die Dauer der Quarantäne eine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung zur Disposition.

11.08 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn: Testpflicht kommt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich zu den aktuellen Entwicklungen in der Coronavirus-Pandemie geäußert. Bei einer Pressekonferenz verkündete er, dass es ab Samstag, 8. August, eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten geben wird.

Die Tests werden kostenlos sein, versichterte Spahn. Er stellt aber auch klar: „Von der Debatte, jeder, der sich einen Urlaub leisten kann, soll selbst bezahlen, halte ich nichts.“

Wer kein negatives Testergebnis vorzeigen kann - weil der Test verweigert wird oder positiv ausfällt - muss zwei Wochen in Quarantäne, so Spahn.

Mittwoch, 5. August:

Es sollte ihre große Party werden. Doch jetzt kommt das böse Erwachen.

Deutsche Abiturienten haben sich auf ihrer Abifahrt mit dem Coronavirus angesteckt. Bisher gebe es laut „Schwäbischer Zeitung“ neun positive Ergebnisse von den Abiturienten aus dem Kreis Göppingen in Baden-Württemberg.

Erste Symptome sollen bereits auf der Heimreise aufgetreten sein. Insgesamt waren 18 junge Leute gemeinsam in Kroatien. 50 Kontaktpersonen stehen nun für zwei Wochen unter Quarantäne.

Bisher ist nicht bekannt, wo genau die Truppe ihren Urlaub verbracht hat.

19.32 Uhr: Drosten: Bei zweiter Welle auf Infektionsgruppen konzentrieren

Der Charité-Virologe Christian Drosten schlägt vor, sich nicht mehr auf einzelne Corona-Fälle, sondern auf Infektionsgruppen zu konzentrieren, sollte es in Deutschland zu einer zweiten Welle kommen. „Waren bisher die meisten Infektionsketten nachvollziehbar, können neue Fälle bald überall gleichzeitig auftreten“, schreibt Drosten in einem Beitrag für die Wochenzeitung „Zeit“. Dies könnte alle Landkreise und Altersgruppen betreffen. „Dann sind die personell schlecht ausgestatteten Gesundheitsämter endgültig damit überfordert, die Quarantäne jeder einzelnen Kontaktperson zu regeln“, so der Wissenschaftler.

Die Behörden sollten sich dann auf Gruppen konzentrieren, in denen sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben. Wenn sich ein Mitglied eines dieser sogenannten Cluster infiziert habe, könne auch eine Isolation von fünf Tagen ausreichen. Nötig sei eine entscheidende Strategieänderung: „eine Testung auf Infektiosität statt auf Infektion“. Eine niedrige Viruslast bedeute, dass ein Patient nicht mehr ansteckend sei.

15.40 Uhr: Lehrerverband malt düsteres Bild für Schulstart

Der Berliner Philologenverband rechnet damit, dass es in vielen Schulen nach den Ferien Corona-Infektionsfälle geben wird. Er gehe davon aus, dass der für den Beginn des neuen Schuljahrs angekündigte Regelbetrieb nach wenigen Wochen wieder zurückgefahren werde, sagte Frank Rudolph, Sprecher des Philologenverbandes Berlin/Brandenburg am Mittwoch. „Weil mit Sicherheit Corona-Fälle in den Schulen auftreten werden. Ich glaube, dass so viele Schulen betroffen sein werden, dass es am Ende auf eine fast komplette Schließung wieder hinauslaufen wird.“

Auch Familienfeiern oder Gottesdienste seien bereits zu Ansteckungsherden geworden. „Was ist denn anders, wenn ich 30 Leute in einen Unterrichtsraum setze? Die Ansteckungsgefahr ist riesig“, sagte Rudolph. „Und wir haben jetzt die warme Jahreszeit, wenn die kalte Jahreszeit kommt, in der ich nicht Durchzug lüften kann, dann passiert das einfach.“ Er sei sehr pessimistisch, was das neue Schuljahr angehe und seine Kollegen auch.

12.20 Uhr: Christian Drosten meldet sich mit Warnung zurück

Zwischenzeitlich war es still um den vielleicht wichtigsten Virologen in der Corona-Zeit. Christian Drosten befindet sich mit dem NDR-Podcast in der Sommerpause. Entsprechend müssen Hörer sich ihre Informationen gerade auf andere Art und Weise beschaffen. Doch nun hat sich Christian Drosten zurückgemeldet. Nicht per Podcast, sondern in der "Zeit". Dort wurde am Mittwoch ein Gastbeitrag von ihm veröffentlicht. Drosten warnt darin davor, das Corona-Virus zu unterschäften.

So habe man die erste Welle bereits gut überstanden, doch jetzt „laufen wir Gefahr, unseren Erfolg zu verspielen.“ Im Herbst und im Winter könnte es zu weiteren Wellen kommen, die mitunter eine andere Dynamik aufweisen würden. Infektionen könnten flächendeckender auftreten, Infektionsketten schwerer nachvollziehbar sein. Darauf müsse man sich vorbereiten. Als einen Lösungsvorschlag nannte Drosten in der "Zeit" Kontakt-Tagebücher.

09.38 Uhr: Mann kauft mit Corona-Hilfen Lamborghini

Unfassbarer Coronahilfen-Betrug! Ein 29-Jähriger aus Texas, USA, hat staatliche Corona-Hilfen erhalten. Von dem Geld kaufte er sich unter anderem einen 200.000 Euro teuren Lamborghini. Am Dienstag wurde der Mann festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft, so das US-Justizministerium.

Er gab an, mit dem Geld seine Angestellten bezahlen zu müssen - gab die umgerechnet rund 1,35 Millionen Euro aber für sich selbst aus. Neben dem Luxusauto kaufte der Mann außerdem ein Haus und eine Rolex-Uhr. Tausende Dollar soll er zudem in Strip-Clubs verprasst haben.

Dienstag, 4. August:

22.00 Uhr: Beunruhigender Anstieg von Infektionen in der Türkei

In der Türkei ist die Zahl der Neu-Infektionen erstmals seit 3 Wochen wieder über die Marke von 1000 gestiegen. Das berichtet der Focus. Es handele sich um einen „schwerwiegenden Anstieg“ erklärte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Die türkische Regierung hatte 1000 zuvor als Schwelle ausgerufen, ab der man über verschärfte Corona-Maßnahmen nachdenken müsse. In der Türkei haben sich bisher knapp 235.000 Menschen mit dem Virus infiziert, 5765 starben daran.

11.30 Uhr: Maskenpflicht in NRW – Schulverweis bei groben Verstößen

In NRW herrscht nach den Sommerferien Maskenpflicht an den Schulen. Wenn Schüler dauerhaft gegen die neue Anweisung verstoßen, können sie auch von der Schule verwiesen werden. Darauf hat die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einem WDR2-Interview hingewiesen. Gebauer sagte dem Sender: „Wenn sich Schülerinnen und Schüler konstant nicht - weder im Unterricht noch auf den anderen Flächen - daran halten, kann das auch mit einem Verweis von der Schule beziehungsweise einem vorübergehenden einhergehen.“

Am Montag hatte Gebauer eine weitgehende Maskenpflicht zunächst bis zum 31. August angekündigt. An allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen soll sie sowohl im Gebäude als auch im Unterricht gelten. Damit gibt das Bundesland in diesem Bereich nun die strengsten Regeln vor.

Montag, 3. August:

22.30 Uhr: Feriencamp wird zum Desaster

Wie die amerikanische Seuchenbehörde "CDC" (Centers for Disease Control and Prevention) mitteilte, ist ein Feriencamp in Georgia zu einem Superspreader-Event geworden. Auf der Webseite teilte die Behörde mit, dass bei einem Camp zwischen dem 17. und 27. Juni sich 260 Kinder und Betreuer mit Covid-19 infiziert hatten. Darunter:

  • 51 Kinder im Alter von maximal 10 Jahren
  • 180 Kinder zwischen 10 und 18 Jahren
  • 29 Personen älter als 18 Jahre

Insgesamt waren rund 600 Personen bei dem Camp in Georgia vor Ort. Zu 344 von ihnen lag ein Testergebnis vor. Die CDC sieht in den Ergebnissen ein Indiz dafür, dass sich Corona schnell auf Menschen aller Altersgruppen übertrage, obwohl die Leitung des Camps verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen hatte. Vor allem Singen und gemeinsame Aktivitäten in geschlossenen Räumen hätten das Infektionsrisiko erhöht.

17.10 Uhr: NRW-Maskenpflicht sorgt bundesweit für heftige Diskussionen

Die geplante Maskenpflicht im Unterricht in Nordrhein-Westfalen bringt nach Ansicht des Verbandes Bildung und Erziehung einige Schwierigkeiten mit sich. Aus pädagogischer Sicht sei das eine Herausforderung, sagte der Verbandsvorsitzende Udo Beckmann am Montag. „Es ist fraglich, ob den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern zuzumuten ist, die Masken während des ganzen Unterrichtstages zu tragen.“ Das Sprechen damit sei aber auch eine Frage der Gewöhnung und es sei in jedem Fall besser, zusammen in der Schule zu lernen als dies nicht tun zu können, sagte Beckmann.

Kritik kam auch von der Bundesschülerkonferenz. Die angekündigte Maskenpflicht während des Unterrichts sei angesichts der aktuellen Temperaturen eine Zumutung für die Schülerinnen und Schüler, teilten die Schülervertreter am Montag mit. Ein erhebliches Risiko seien zudem vielerorts fehlende oder mangelhafte Klimasysteme.

13.10 Uhr: Maskenpflicht in Schulen in NRW eingeführt

In allen weiterführenden und berufsbildendenden Schulen führt NRW eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler inklusive des Unterrichts ein.

In Grundschulen müssen alle Schüler auf dem Gelände und in den Gebäuden einen Mund-Nasen-Schutz tragen, das gab Schulministerin Yvonne Gebauer am Montag in einer Pressekonferenz bekannt.

Nur auf den festen Sitzplätzen im Unterrichtsraum darf die Maske abgelegt werden. Lehrkräfte müssen während des Unterrichts keine Maske tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Bei medizinischen oder besonderen Gründen könne die Maskenpflicht "aus pädagogischer Verantwortung" aufgeweicht werden. Zum Beispiel wenn einem Schüler das "th" im Englischen beigebracht werden soll. Diese Entscheidung liege im Ermessen des Lehrers.

Das Land stelle laut Gebauer eine Millionen Masken zur Verfügung. Sollte es zu einem Corona-Ausbruch an einer Schule kommen, sollen dort alle Schüler und Lehrer getestet werden. Auch Distanz-Unterricht könne in einem solchen Fall sofort wieder eingeführt werden.

Einschulungsfeiern sollen möglich sein, solange die Corona-Schutzverordnung eingehalten werden könne.

Auch gab die Ministerin bekannt, dass es in den Herbstferien weitere Angebote für Schüler geben soll, um weiter Unterrichtsstoff aufholen zu können.

Vorerst sollen diese Entscheidungen bis zu den Herbstferien gelten. Dann will das Schulministerium über mögliche Lockerungen entscheiden.

Wenn Schüler über Schnupfen-Symptome klagen, sollen sie künftig 24 Stunden zuhause bleiben. Wenn keine weiteren Corona-Symptome auftreten, können sie wieder am Unterricht teilnehmen.

Alle Klassenfahrten bis zu den Herbstferein ins Ausland sind untersagt. Im Inland dürfen die Fahrten stattfinden. Für Klassenfahrten nach den Herbstferien sollen Schulen bei der Buchung darauf achten, dass die Stornokosten niedrig gehalten werden.

10.50 Uhr: „Hohe Trefferquote“ bei Corona-Rückkehrertests an Flughäfen

Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den nordrhein-westfälischen Flughäfen werden rund 2,5 Prozent der Urlauber Corona-positiv getestet. Dies sei eine „relativ hohe“ Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag im Deutschlandfunk. 40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen nach der Corona-Einreiseverordnung seit Mitte Juli einen negativen Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben.

Diese Auflagen nannte Laumann „absolut richtig“. „Wer in einem Risikogebiet Urlaub macht, der muss ja wenigstens, finde ich, so viel Solidarität gegenüber den Menschen hier haben, dass er ausschließt, wenn er wiederkommt, dass er andere Menschen ansteckt.“ Wenn Reisende einen Test verweigerten, sollten ihre Personalien an das örtliche Gesundheitsamt weitergegeben werden, sagte Laumann.

In NRW hatten kostenlose Testangebote für Reisende aus Risikoländern an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück vor gut einer Woche begonnen. An den vier Flughäfen landeten vergangene Woche etwa 160 Flugzeuge mit um die 15 000 Passagieren aus Gebieten, die derzeit vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen sind - etwa die Türkei, Ägypten, Marokko und Israel.

Auf die Frage, ob der Start der Tests in den laufenden Schulferien nicht zu spät komme, sagte Laumann: „Wir sind selbst in einem Bundesland wie Nordrhein-Westfalen, wo wir jetzt ja im letzten Drittel der Ferien sind, noch so gerade früh genug, weil natürlich jetzt die große Rückreisewelle in der letzten Woche und in dieser Woche war.“ Bei Rückkehrern mit dem Auto seien lückenlose Kontrollen nicht möglich. Er appelliere aber an das Verantwortungsbewusstsein und das Gewissen der betroffenen Menschen, sich testen zu lassen oder 14 Tage in Quarantäne zu gehen, wenn sie sich angesteckt haben könnten, sagte Laumann.

10.53 Uhr: Flughäfen Leipzig und Dresden testen Rückkehrer auf Coronavirus

Auch an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden werden nun Urlaubsrückkehrer auf das Coronavirus getestet. Auf beiden Airports wurden am Montag die Corona-Testcenter offiziell in Betrieb genommen. Schon am Wochenende hatten sich Reisende dort kostenfrei auf eine Infektion testen lassen können. In Leipzig taten das rund 600 Reisende, in Dresden waren es etwa 500. In Leipzig war das Testergebnis für drei Mitglieder einer Familie positiv. Die ersten Flughäfen, darunter München und Düsseldorf, hatten am 25. Juli mit kostenfreien Corona-Untersuchungen begonnen.

Sachsen erwägt weitere Testmöglichkeiten für Urlaubsrückkehrer. Man denke dabei an Grenzübergänge zu Tschechien und Polen sowie an Bahnhöfe, sagtee Gesundheitsstaatssekretär Uwe Gaul am Montag auf dem Dresdner Flughafen.

Sonntag, 2. August:

19.21 Uhr: Männer wollen keine Maske tragen - dann eskaliert die Situation

Unfassbare Szenen im Flugzeug! Zwei Männer weigerten sich auf dem Flug von Amsterdam nach Ibiza, eine Schutzmaske zu tragen. Zudem sollen die beiden Passagiere Mitreisende verbal und körperlich angegriffen haben, wie ein Sprecher der Airline „KML“ der „Bild“ bestätigte.

Kurze Zeit später eskalierte die Lage, es kam zu einer Prügelei im Flugzeug. Auf Ibiza angekommen, sollen die beiden Maskenverweigerer festgenommen worden sein.

Ein Twitter-Video zeigt die Szenen:

12.15 Uhr: Aida Cruises verschiebt Kreuzfahrt-Neustart

Diese Nachricht ist ein Schock für die Kreuzfahrt-Fans. Aida-Cruises hat die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee verschoben. Die Fahrten, die eigentlich in der ersten Augusthälfte starten sollten, wurden Sonntag abgesagt.

Mehr Infos findest du auf unserem Partnerportal MOIN.de

9.15 Uhr: Markus Söder mit Schreckensnachricht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist besorgt. Gegenüber der „Bild am Sonntag“ sorgt Söder mit Aussagen für große Sorgen bei denen, die gehofft hatten, dass das Coronavirus so gut wie besiegt sei.

„Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt. Mir machen die steigenden Fallzahlen in Deutschland große Sorgen. Ebenso die Urlaubs- und Familienheimkehrer, die aus den verschiedenen Teilen Europas zurückkommen. Wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen“, sagte der Ministerpräsident der 'BamS'.

Daher rät Söder zur „absoluten Wachsamkeit“. „deshalb ist jetzt nicht die Zeit für neue Lockerungen oder naive Unvorsichtigkeit. Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt“, so Söder.

Für ihn sei Deutschland schon mitten in der zweiten Welle. „Die zweite Welle ist praktisch doch schon da. Sie schleicht durch Deutschland. Es gilt daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren. Je schneller wir handeln, desto geringer sind die Folgen.“

Eine Konsequenz aus dem Geschehenen sei, dass die Bundesliga wohl nicht mit Zuschauern starte. „Daher bin ich auch als Fußballfan sehr skeptisch zum Start der Bundesliga. Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar. Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde“, so Söder.