Garten: Schock für Hobbygärtner – wird DIESER Trend jetzt verboten?

Garten: Schock für Hobbygärtner - müssen wir unsere geliebten Flächen umgestalten? (Symbolfoto)
Garten: Schock für Hobbygärtner - müssen wir unsere geliebten Flächen umgestalten? (Symbolfoto)
Foto: imago images / Manngold

Müssen wir bald unseren Garten komplett umgestalten?

Bremen hat den Schotter- und Steingärten den Kampf angesagt, will große Steinflächen verbieten. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass Außenflächen „zu begrünen oder zu bepflanzen sind“, wenn das nicht einer anderen zulässigen Verwendung entgegenstehen würde. Im Klartext: Steinbeete als Garten sind verboten!

Garten: Trend zu Steingärten zerstört Lebensraum der Bienen

Der Grund: Die Menschen zerstören immer mehr Lebensraum für Bienen. Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim, zum „Express“: „Vor allem den Wildbienen geht es dramatisch an den Kragen.“ Der Experte erläutert, dass ein Drittel unserer Nahrungsmittel von der Bestäubung der Bienen abhängen würde.

Würde der Mensch die Bestäubung optimieren, könnte der Ertrag zehn bis 15 Prozent höher sein. Wildbienen bestäuben die Pflanzen, an die die Honigbienen nicht rangehen. Doch die fleißigen Wildbienen haben immer weniger Möglichkeiten zum Nisten.

„Muss üblich werden, 20 Prozent des Gehalts für Lebensmittel auszugeben“

Immerhin würde es eine Bewusstseinsänderung in der Bevölkerung geben, so Rosenkranz weiter. Öffentliche Diskussionen würden den Druck erzeugen, statt einem Steingarten ganz klassisch Wiesen und Blumen zu pflanzen.

Rosenkranz im „Express“: „Der Bauernverband muss jetzt umsteuern, die EU-Fördergelder umschichten. Aber auch der Einzelne muss sein Verhalten ändern. Es muss auch bei uns üblich werden, 20 Prozent des Gehalts für Lebensmittel auszugeben.“ So würde es Landwirten leichter fallen, bienenfreundlich zu arbeiten.

Landwirte aus Baden-Württemberg gewinnen Preis

Beispielsweise würden in Baden-Württemberg laut WWF inzwischen 18 Landwirte Blühstreifen zwischen ihre Getreidefelder säen, um Lebensraum für Bienen und andere Insekten zu schaffen. Das Mehl, das aus dem Getreide der Felder mit blühenden Streifen entsteht, vermarkten sie dann als Blütenkorn. So haben die Bauern sogar 2019 den #beebetter-Award gewonnen.

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Rosenkranz im „Express“: „Streuobstwiesen, die für Vielfalt stehen, sind nun mal aufwendig in der Pflege.“ Zum Wohle der wichtigen Bienen müssten also wir alle unseren Beitrag leisten. (mg)